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28. September 2007

Weltkindertag 2007

Abgelegt unter: Aktuell — Melanie @ 15:39

Am 20. September standen mal die Kinder und Jugendlichen im Vordergrund der Gesellschaft, denn es war Weltkindertag. Der Weltkindertag der UNICEF drehte sich im Jahr 2007 um das Motto:

“Achtung für Kinder! - Kinderrechte gehören ins Grundgesetz!”

Dass Kinder Rechte haben, ist wohl jedem von uns bekannt. Allerdings werden die Interessen der Kinder und Jugendlichen immernoch als nicht wichtig genug eingestuft. Entscheidungen, die die Politik und Verwaltung betreffen sollen immer nur von Erwachsenen getroffen werden, was die Jugend dazu sagt, ist allen völlig Schnuppe. Deshalb ruft nun das Aktionsbündnis, bestehend aus dem Deutschen Kinderschutzbund, dem Deutschen Kinderhilfswerk und der UNICEF auf, dass auch die Rechte der Kinder ins Grundgesetzt verankert werden sollen und stellt Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat an den Pranger.

 

In vielen Gemeinden wurde auch die ein oder andere Party am Sonntag zum Weltkindertag  veranstaltet, zu denen Kinder, Mütter, Väter, aber auch Omas und Omas geladen waren.

 

Mit dem diesjährigen Kindertag  möchte man dazu aufrufen, dass Kinder auch ein Teil dieser Gesellschaft sind und mit bestimmen sollten, was aus dieser Welt wird. Denn wenn die Interessen der Kinder und Jugendlichen immer an letzter Stelle kommen und Sie in dieser Welt nichts bewirken können, brauchen sich Erwachsene auch nicht zu wundern, dass es immer mehr Fälle von Depressionen bei Kinder gibt und diese sich immer öfter den Eltern, Erwachsenen und dem Staat widersetzten.  

Damit diese Forderung auch durchgesetzt werden kann, können Sie im Internet unter http://www.kinderrechte-ins-grundgesetz.de/ Ihre Stimme abgeben und so diese Aktion unterstützen.  

Ich als Kinderliebhaberin würde mich sehr freuen, wenn Sie da Draussen das Thema  “Mehr Achtung für Kinder - Weltkindertag 2007″ unterstützten und dafür sorgen, dass auch Ihre Kinder eine Welt bekommen, in der sie sich wohl fühlen.

 

17. September 2007

Vorsorgeuntersuchung in Bayern ab sofort Pflicht?

Abgelegt unter: Gesundheit, Aktuell — Melanie @ 13:33

Direkt nach der Geburt wird in einer ärztlichen Untersuchung, der U1, festgestellt, ob bei dem Kind körperlich alles in Ordnung ist. Das Ergebnis dieser Untersuchung wird in ein gelbes Vorsorgeheft eingetragen. In den folgenden Monaten werden verschiedene Vorsorgeuntersuchungen vorgenommen. Im ersten Jahr sind es insgesamt 6 Untersuchungen, bei denen die Reflexe getestet, das Knochgerüst geprüft, auf eventuelle Entwicklungsstörungen, sowie die Organe und Augen untersucht werden und die Entwicklung beobachtet wird. Diese Untersuchungen machen die meisten Eltern mit Ihren Kindern mit. Doch nach dem ersten Jahr lässt die Sorgfältigkeit, besonders in sozial schwächeren Familien extrem nach. Von 100 Familien gehen nur noch 65 in die Vorsorgeuntersuchungen U8 und U9. Um Eltern der Drei- bis Fünfjährigen Kinder zum Arztbesuch zu ermutigen hat man mit dem Pilotprojekt “Ich geh zu U! Und Du?” versucht, etwas zu erreichen und hat zumindest auch ein bisschen geholfen.

Die frühzeitigen Einschulungen in Bayern steigen. Im Durchschnitt sind in jeder ersten Klasse zwei Kinder noch nicht schulpflichtig. Deswegen und auch aus anderen Gründen ist die Einhaltung der Termine für die Vorsorgeuntersuchungen der Kinder besonders wichtig, weil in diesen festgestellt werden kann, ob Ihr Kind schon so weit entwickelt ist, die Anstrengungen in der Schule verkraften zu können. Immer weniger Eltern gehen mit Ihren Kindern zu den Vorsorgeuntersuchungen, da diese bisher noch keine Pflicht waren. Dabei konnte man nie wirklich feststellen, ob es einem Kind wirklich gut geht oder nicht.

Um Misshandlung und Vernachlässigung besser aufzudecken und zu schützen, soll eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung bei Kindern nun in Bayern zur Pflicht werden. Der Arztbesuch mit dem Kind muss in Kindertagesstätten, bei der Einschulung und beim Bezug von Landeserziehungsgeld nachgewiesen werden. Sollte keine Vorsorgeuntersuchung gemacht worden sein, wird da Elterngeld nicht genehmigt und das Jugendamt eingeschaltet.  Dass die Eltern Vorrang in der Erziehung bleibe zwar unangetastet, dennoch will der Freistaat vernachlässigte Kinder nicht im Stich lassen und führt für Hebammen und Ärzten bei Verdacht auf Vernachlässigung, Misshandlung oder sexuellen Missbrauch eine gesetzliche Meldepflicht ein.
Im Vorjahr wurden im Rahmen einer freiwilligen Untersuchung 2 Jahre vor der Einschulung insgesamt 918 Kinder untersucht. Dabei wurden die größten Auffälligkeiten im Sprachbereich sichtbar, denn es waren nur 44,1 Prozent der Kinder ohne Befund.
Die Pflicht zur Vorsorgeuntersuchung soll im Jahre 2008 gesetzlich vorgeschrieben werden. Ministerpräsident Edmund Stoiber drückt sich diesbezüglich wie folgt aus: “Die Maßnahme der Pflichtuntersuchung soll als klares politisches Signal für einen starken Staat zum Schutz der Schwächsten dargestellt werden.”
Allerdings muss das Gesetz muss noch vom Landtag verabschiedet werden. Die Opposition hält eine Teilnahmepflicht an Vorsorgeuntersuchungen für nicht sinnvoll. „50 Prozent der Todesfälle durch Misshandlung geschehen bereits im ersten Lebensjahr“, erklärte die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD – Landtagsfraktion, Kathrin Sonnenholzner. „Erst im Kindergarten einen Nachweis zu verlangen, kommt zu spät.“

 

10. September 2007

Polydaktylie - Vielfüssigkeit bei Kindern

Abgelegt unter: Gesundheit — Melanie @ 14:40

Von Missbildungen und außergewöhnlichen Kinderkrankheiten hat man schon öfter mal etwas gehört und viele werdenden Eltern sind froh, wenn Sie die Schwangerschaft ohne Probleme und schlimme Offenbarungen überstanden haben und Ihr Kind heil und gesund auf die Welt kommt.

 

Eine ziemlich außergewöhnliche Begebenheit fand im August dieses Jahres statt. In New York kam ein junge auf die Welt, der an jeder Hand 6 Finger und an jedem Fuß 6 Zehen hat. Ansonsten ist der kleine Jeshuah kerngesund und wiegt stolze 3,2 Kilogramm. Die anatomische Besonderheit seiner Füße und Hände nennt man Polydaktylie – 12 Finger und 12 Zehen. Diese Krankheit ist genetisch bedingt und der kleine Jeshua hat die Polydaktylie von seinem Papa geerbt, der ebenfalls an der linken Hand einen Finger zu viel hat. Die Eltern konnten sich auf die Missbildung der Hände durch das vorherige Ultraschallbild vorbereiten, jedoch waren auf diesem nicht die Füße zu sehen. Man möchte nun in ein paar Wochen die überzähligen Gliedmaßen durch eine Operation entfernen lassen.

 

Die Polydaktylie heißt nichts anderes als Vielfüssigkeit und kommt nicht nur bei Menschen vor. Kurze Zeit vorher wurde in Neuseeland ein Lamm mit sieben Beinen geboren, das aber leider aus anderen Gründen nicht überlebensfähig war und eingeschläfert werden musste.

 

Ebenfalls wurde in Amerika ein Huhn mit vier Beinen entdeckt. Ein Hühn-Züchter entdeckte unter seinen 1800 Hühnern ein Huhn mit 4 Beinen und staunte nicht schlecht. Henrietta, wie das Huhn von der Enkelin des Züchtes getauft wurde, hat zwei normale Beine und zwei zusätzliche, die dahinter gewachsen sind. Sie kann diese Füße nicht benutzen, sie geben Ihr also keine Standfestigkeit. Bei Tieren kommen solche Fehlbildungen immer mal wieder vor – genauso wie es auch schon Tiere mit zwei Köpfen gab. Der Züchter wollte das Huhn über das Internet verkaufen, was die Enkelin aber nicht zuließ, weil Sie da Huhn mittlerweile in Ihr Herz geschlossen hat und Henrietta auch sonst völlig gesund ist.

3. September 2007

Schule ohne Klassen und Noten - Nena macht´s den Kindern leichter

Abgelegt unter: Allgemein — Melanie @ 13:56

Wie es auch schon früher vorgekommen ist, aber heute viel auffälliger und extremer zum Ausdruck kommt, haben viele Kinder keine Lust in die Schule zu gehen. Der Unterricht ist zu öde und erdrückend geworden und das nimmt den Schülern dann auch den Elan, zu lernen oder Hausaufgaben zu machen.

 

Die Popsängerin Nena ist selbst auch vierfache Mutter und kennt scheinbar solche Probleme, denn Sie möchte noch in diesem Jahr eine demokratische Schule eröffnen, an der die Kinder selbst bestimmen können, was Sie lernen. Irgendwie, irgendwann – Nena gründet eine Privatschule – ja, nun ist es soweit. Die Privatschule, in der dann auch ihre eigenen Kinder unterrichtet werden sollen, wird in einer Gründerzeitvilla in Hamburg-Rahlstedt ihren Platz finden. Mitten in einer öffentlichen Grünanlage gelegen, sind auf 500 Quadratmetern mehrere Räume verteilt, in denen ca. 60-70 Schüler unterrichtet werden sollen.

 

Das Konzept dieser Schulform basiert auf dem amerikanischen Schulsystem der Sudbury Valley School des Bundesstaates Massachusetts. Dabei wird werden die reformpädagogischen Konzepte von Rebeca und Mauricio Wild, als auch von Maria Montessori aufgenommen werden oder zumindest einen Einfluss haben, wobei die strenge Erziehung in den Hintergrund rückt. In der Privatschule wird es keine Klassen und keine Noten geben und die Kinder können selbst entscheiden, wann sie was im Unterricht lernen wollen. Die Entscheidungen werden von den Schülern und den Lehrern gemeinsam getroffen. Es darf in dieser Schule bis in die 10. Klasse unterrichtet werden. Die Schule hat von 8-17 Uhr für 4-16-jährige geöffnet.

 

Nena, die mit bürgerlichem Namen Gabriele Susanne Kerner heißt, hatte letztes Jahr in einem Internet erwähnt, dass Sie das Schulsystem, wie es jetzt ist, als veraltet empfindet und es schrecklich findet, wenn dreißig Kinder dasselbe lernen müssen. Mit dem Konzept ihrer Privatschule möchte sie den Kindern ihre Ängste und Zwänge nehmen. Sie sollen Ihre Individualität und Kreativität entfalten können. Sie möchte den Kindern vermitteln, dass es nicht wichtig ist für seinen Lehrer oder einen Test zu lernen, sondern für sich und sein eigenes Leben. Nena ist der Ansicht, dass die heutigen Schulen einem Teilzeitgefängnis gleich kommen und diese Form eine Art Freiheitsberaubung darstellt. 

 

Von der Behörde wurde Nenas Projekt zwar schon genehmigt, dennoch muss sie gewisse Bedingungen erfüllen. Eine privat geführte Schule muss die gleichen Bedingungen erfüllen, die auch für öffentliche Schulen gelten würden. Das heißt, es müsste theoretisch auch ein Einschulungstest stattfinden. Wenn sich die Schule drei Jahre lang als erfolgreich bewährt, dann wird Sie erst einmal mit 75 und später dann mit 85% vom Staat unterstützt. Den Rest der Kosten, die die Privatschule mit sich bringt, muss Nena dann durch das Schulgeld, das die einzelnen Schüler zahlen, aufbringen.