Impressum  |   Kontakt
 
 
 
 
 

Baby-Zeit Blog

26. Mai 2008

Wann ist mein Kind schulfähig?

Abgelegt unter: Schule — Melanie @ 10:14

Die letzten Jahre war es eine ganze Weile klar, dass ein Kind mit sechs Jahren eingeschult wird. Stichtag war immer der 30. Juni. Ein Kind, das bis zu diesem Datum das sechste Lebensjahr erreichte, musste eingeschult werden. Alle Kinder, der Geburtsdatum später war, konnten noch ein Jahr die unbeschwerte Kindergartenzeit genießen. Heute sieht das schon ganz anders aus. Je nach Bundesland wird dieses Thema flexibler gehandhabt. So können Kinder, die bis zum 31. Dezember sechs Jahre alt werden, noch in der Schule aufgenommen werden.

 

Vergleicht man die Einschulung mit anderen Ländern, dann wird man feststellen, dass die Kinder hierzulande relativ spät eingeschult werden. In den Niederlanden werden Kinder bereits im Alter von 4 Jahren in die Schule geschickt, was Schulpsychologen eher als skeptisch betrachten. Die frühe Einschulung würde, so wie der Stand der Dinge heutzutage in Deutschland ist, keinen Sinn machen. Die Kinder stehen heutzutage wirklich unter enormem Druck. Sie sollen schnell lernen und möglichst früh mit der Schule fertig werden, um dem Arbeitsmarkt als Kraft zur Verfügung zu stehen. Aber wollen Eltern Ihren Kindern schon so früh die Kindheit nehmen?

 

Eltern, aber auch Erzieherinnen tendieren eher zu der Ansicht, das Kind möglichst lange behüten zu wollen und ihm so lange seine unbeschwerte Kindheit zu lassen, wie es möglich ist. Eine gute Alternative zum besseren Lernen und der frühen Einführung in den ernst des Lebens ist die Einführung von mehr Bildungselementen im Kindergarten. So kann man die kleinen besser und sensibler auf den Schulalltag vorbereiten.

 

Da stellt sich für viele Eltern die Frage: Wann ist mein Kind schulfähig? Diese Frage lässt sich durch eine Checkliste leicht beantworten. Ausserdem dient auch der Einschulungstest zur Feststellung der kindlichen Reife für die Schule.

 

Viele Eltern entscheiden sich heute für die frühe Einschulung und machen die Erfahrung, dass das Kind sich bestens in der Schule integriert und am Lernen großen Spaß findet. Andere wiederum erkennen schnell, dass das Kind doch noch nicht bereit ist, die Schulbank zu drücken. Oft kann man die Schulreife eines Kindes auch nicht durch sein Alter bestimmen. Manche Kinder sind einfach früher reifer als andere und die Erfahrungen der Eltern spalten sich. Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht? Sollte die Einschulung in Deutschland generell vorgezogen werden? Oder sollten die Eltern vielleicht immer noch selbst entscheiden, wann Ihr Kind für die Schule geeignet ist und wann noch nicht? Ich freue mich über Eure Feedbacks…

21. Mai 2008

Wunschkaiserschnitt : Pro und Contra

Abgelegt unter: Geburt — Melanie @ 11:42

Trotz der medizinischen Fortschritte in den letzten Jahren ist die Geburt eines Kindes immer noch mit großen Schmerzen verbunden, weshalb sich viele Frauen schon im Vornherein zu einem Kaiserschnitt entscheiden.

Was früher medizinisch und moralisch nicht vertretbar war, ist heutzutage immer mehr im kommen. Neben der Tatsache, dass die Geburt für eine Frau bei einem Kaiserschnitt wesentlich schmerzfreier verläuft stellt dieser nicht nur für die Mutter, sondern auch für das Kind die gesundheitlich bessere Variante dar. Kaiserschnittgeburten weisen wesentlich niedrigere Sterblichkeitsraten, ein geringeres Risiko für bleibende Geburtsschäden und weniger Risiko für eine Infektion des Kindes auf. Der Mutter bleiben Beckenbodenschäden, ein Dammschnitt und die daraufhin auftretende optische und funktionale Veränderung der Vagina erspart. Hierzulande sind Zahlen zu Wunschkaiserschnitten noch eher schwammig. Grund für die ungenauen Angaben ist, dass die Kosten für Kaiserschnitt auf Wunsch noch nicht von den Krankenkassen übernommen werden, weshalb diese als medizinisch notwendige Eingriffe deklariert werden. Befürworter des geplanten Kaiserschnittes sind aber nicht nur die schmerzfreien Entbindung wegen für den Wunschkaiserschnitt, sondern argumentieren mit der evolutionären Entwicklung des Menschen. Argumente, wie zum Beispiel, der stetig wachsende Kopfumfang und die Entwicklung des Geburtskanals im aufrechten Gang sprechen Ihrer Meinung nach für den Kaiserschnitt auf Wunsch.

Rein gesellschaftlich werden Wunschkaiserschnitte aber immer noch nicht gerne gesehen. Als Victoria Beckham, Ehefrau von David Beckham, damals Ihren Sohn mit Kaiserschnitt zur Welt brachte, verursacht diese Entscheidung einen großen Aufstand, der mit dem Satz: “Too Posh to push!”, was soviel heißt wie: “Zu vornehm zum pressen!” angeführt wurde. Wunschkaiserschnitt-Gegner argumentieren mit dem Verzicht auf das Geburtserlebnis, die Profitgier der Ärzte, weil Sie durch den Kaiserschnitt mehr verdienen und die unnatürliche Sicht des Kaiserschnittes als medizinisch, mechanischen Vorgang aus reiner Angst vor der Geburt. Der Kaiserschnitt hat also nicht nur Vorteile. Da ein Kaiserschnitt eine richtige Operation voraussetzt bleiben gehen die Spuren dieser OP natürlich nicht gerade schmerzfrei an der Frau vorbei. Der Schnitt bei dieser Entbindungsart wird heutzutage in der Regel unterhalb der Bikinigrenze durchgeführt. Diese Wunde verursacht nach der Geburt meist stärkere Schmerzen als nach einer natürlichen Geburt. Diese lassen sich zwar durch Schmerzmittel lindern, allerdings kann es sich über mehrere Wochen hinziehen, bis der Körper der Frau wieder voll belastbar ist.

Das Thema Kaiserschnitt auf Wunsch ist weltweit wirklich sehr umstritten und es wird wohl noch lange dauern, bis dieser vollständig bei den Krankenkassen und in unserer Gesellschaft als Alternative zur normalen Geburt anerkannt wird.

Ich persönlich bin der Meinung, dass ein Wunschkaiserschnitt von einer Frau, wenn Sie einfach zu große Angst vor der Geburt hat, völlig berechtigt ist. Natürlich ist es bestimmt schöner, eine Geburt auf natürliche Weise durchzuziehen und danach, total ausgelaugt, aber glücklich sein Kind in den Armen zu halten. Aber ob eine Frau auf diesen Augenblick und das Gefühl, etwas geleistet zu haben, verzichten möchte, ist jeder Frau selbst überlassen.

Es würde mich sehr interessieren, was Ihr als meine Leser an Erfahrungen bereits gesammelt habt oder wie Eure Meinung zu diesem Thema ist. Ich freue mich auf Eure Antworten!

14. Mai 2008

Akupunktur in der Schwangerschaft

Abgelegt unter: Schwangerschaft — Melanie @ 09:20

Dass die Geburt kein Kinderspiel ist, ist wohl allen klar. Die Schmerzen bei der Geburt sind wirklich enorm und nur ganz selten kann eine Frau behaupten, dass die Geburt ein Klacks war. Doch es gibt mittlerweile einige Methoden zur Geburtserleichterung. Unter anderem die Akupunktur in der Schwangerschaft. Die Wirksamkeit dieser Anwendung wird von klinischen Forschern bestätigt und durch zahlreiche Studien belegt. Frauen, die in der Schwangerschaft akupunktiert werden, liegen später ca. 20% kürzer in den Wehen. Ob man aber wirklich davon ausgehen kann, dass dies bei jeder Frau zutrifft, ist fraglich.

 

Die Akupunktur beginnt vier Wochen vor dem errechneten Geburtstermin und wird von der Hebamme durchgeführt. Während der 20-25-minütigen Behandlung werden auf jeder Seite des Körpers vier Punkte bearbeitet. Die erste Nadel befindet sich unterhalb des Knies, die zweite im inneren Knöchelbereich am Fuß, die dritte im oberen Teil der Wade und die letzte an der Außenseite des kleinen Zehs. Wenn die Hebamme es geschickt anstellt, haben Sie sogar die Möglichkeit, sich diese Behandlung von der Krankenkasse zahlen zu lassen. Krankenkassen zahlen die Akupunktur nur zur Behandlung von Schmerzen und nicht zur Vorbeugung. Aber in der Schwangerschaft sind Rückenschmerzen, Kopfschmerzen oder Beinschmerzen keine Seltenheit, weshalb sich da schon eine Lösung finden lässt.

 

Viele Frauen Empfinden die Akupunktur als eher unangenehm und lassen diese Prozedur nur der Geburtserleichterung zum Zweck über sich ergehen. Andere empfinden die Nadeln als beruhigend und können sich dabei bestens entspannen.

 

Die Akupunktur ist das Behandlungskonzept der traditionellen chinesischen Medizin und da in der heutigen Zeit viel Wert auf natürliche Behandlungsmethoden gelegt wird und die Menschen oftmals den Heilpraktiker dem Allgemeinarzt vorziehen, wenn ein Wehwehchen auftaucht, finden auch wir Deutsche daran Gefallen. Doch nicht jeder kann mit diesem “Hocus Pocus” etwas anfangen. Sich Nadeln in den Körper schieben zu lassen, um von Schmerzen oder allgemeinen Beschwerden befreit zu werden ist für so manchen deutschen Mitbürger einfach nur Blödsinn.

 

Ob man sich nun wirklich auf das Behandlungskonzept aus China verlassen kann und die Akupunktur das hält, was sie verspricht, muss jeder für sich selbst wissen oder es einfach ausprobieren.

 

Welche Erfahrungen habt ihr mit der Geburtsvorbereitungsakupunktur gemacht? Wie habt ihr das mit der Krankenkasse geregelt? Und habt Ihr das Gefühl, dass die Akupunktur euch die Geburt erleichtert hat?

 

Ich freue mich auf Eure Antworten… :)