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26. Juni 2008

Türkisch als zweite Fremdsprache

Abgelegt unter: Schule — Melanie @ 16:16

 Kinder werden in Deutschland immer früher der englischen Sprache mächtig gemacht. Und das ist auch gut so, denn ob es nun die Werbung, fachliche Ausdrücke oder auch alltägliche Situationen sind, englisch wird ständig benutzt, auch wenn es uns kaum mehr auffällt.

 

Englisch ist eine Weltsprache und Sie wird auf der ganzen Welt gesprochen. Auch in der Businesswelt (wenn wir gerade mal dabei sind) berufen sich Geschäftsmänner aus verschiedenen Ländern immer auf die englische Sprache.

 

Schon in der Grundschule fangen die Kleinen an, die ersten englischen Vokabeln zu lernen und der Englischunterricht begleitet Sie durch Ihre komplette Schulzeit. Die gängigen zweiten Fremdsprachen sind französisch und spanisch. Diese beiden Sprachen sind ebenfalls Landessprachen vieler Länder unserer Welt und man möchte die Kinder mit diesem Angebot einfach besser vorbereiten.

 

Nun hört man seit einigen Tagen von unserer Integrationsbeauftragten Ute Vogt von der SPD Forderungen, man solle doch türkisch als zweite Fremdsprache in Schulen anbieten. Da ein großer Teil unserer Bevölkerung türkischer Abstammung ist und die Türkei in Zukunft auch ein wichtiger Handelpartner für Deutschland sein wird, sieht die Integrationsbeauftragte dies als guten Kompromiss zu der Forderung des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tyyip Erdogan, man solle in Deutschland türkischsprachige Schulen gründen. Die Schüler könnten dabei nur profitieren, weil dies eine Aufwertung Ihrer Qualifikationen für die 70.000 türkischen Unternehmen, die es in Deutschland gibt, darstellen würde. Schließlich würden sie dann nicht nur die deutsche Sprache beherrschen, sondern auch die Ihrer türkischen Handelspartner.

 

Doch bei vielen verursacht diese Meldung ein Grummeln in der Magengegend. Man stellt sich die Frage: Werden sich die türkischen Schüler dann wirklich noch bemühen, der deutschen Sprache mächtig zu werden? Schließlich sind wir immer noch in Deutschland…

Aber wie sieht die andere Seite aus: Was ist mit der Deutsch-Türkischen Freundschaft? Sollte man diese nicht unterstützen? Und ist es nicht besser für unsere Kinder, wenn sie die Sprache lernen können, die vielleicht ein großer Teil Ihrer Freunde auch spricht?

 

Es würde mich sehr interessieren, welche Meinung Ihr zu diesem Thema habt. Ist es richtig, türkisch als zweite Fremdsprache im deutschen Schulsystem aufzunehmen oder empfindet Ihr diese Überlegung eher als unnötig?

16. Juni 2008

Mysterium plötzlicher Kindstod - was steckt wirklich dahinter?

Abgelegt unter: Gesundheit — Melanie @ 15:54

Für frischgebackene Eltern ist die größte Angst, der plötzliche Kindstod beim eigenen Kind. Der plötzliche Kindstod tritt in der Regel bei Säuglingen zwischen dem ersten und siebten Monat auf. Auch nach gründlicher Untersuchung durch Mediziner bleibt dieser ungeklärt. In Deutschland ist der plötzliche Kindstod die häufigsten Todesursache bei Säuglingen. Diese Zahl ergibt sich aber allerdings nur deshalb, weil die ärztliche Versorgung im Gegensatz zu anderen Ländern in Deutschland wirklich erklassig ist und die Sterblichkeiten aufgrund anderer Krankheiten einfach so gering sind, weshalb uns diese Aussage nicht beunruhigen sollte. Trotz, dass ein plötzlicher Kindstod sehr selten ist, bereitet dieses Wissen über solche Fälle den Eltern meist schlaflose Nächte. Soviel zum offiziellen Teil.

Gerade letzte Woche wurde mir jedoch von einer Hebamme, die ja regelmäßig die Geburt und Betreuung der Mütter danach mit erlebt hat, erzählt, dass die Ängste, das eigene Kind könnte am plötzlichen Kindstod sterben, vollkommen unbegründet sind. Zumindest dann, wenn man stets für das Kind da ist, es umsorgt, ihm Liebe schenkt, mit ihm spielt und sich mit ihm beschäftigt. Denn genau der Mangel an diesen, eigentlich selbstverstänlichen Umsorgungen der Eltern gegenüber ihrem Kind, kann zu einem plötzlichen Kindstod führen, wie Sie mir berichtete. Der plötzliche Kindstod liegt meistens einer Vereinsamung des Kindes zugrunde. Es bekommt nicht genug Liebe, zu wenig Aufmerksamkeit und zu wenig Zuneigung. Sollten es dem Kind an diesen Dingen aber nicht mangeln und es trotzdem am plötzlichen Kindstod sterben, gibt es mit Sicherheit einen anderen Grund, wie körperliche Unterfunktionen, spezielle Krankheiten etc. beim Kind. Zumindest waren das ihre Worte, die mich ganz schön zum Grübeln gebracht haben…

Warum tappen Ärzte noch immer im Dunkeln, was diese Erkrankung angeht? Man kennt mittelweile Mittel gegen so viele Krankheiten und kann Todesursachen einer Leiche noch nach 10 Jahren feststellen. Warum ist es so schwer hinter das Geheimnis Plötzlicher Säuglingstod zu kommen? Wird jedes tote Kind, bei dem man die Todesursache nicht feststellen kann, gleich als “Fall: Plötzlicher Kindstod” abgestempelt ohne wirklich richtig nachzusehen und das nur, weil man keine anderen Ursache findet? Man hat schön öfter von Ärztepfusch gehört, aber was steckt wirklich dahinter? Eure Meinungen zu diesem Thema würde mich sehr interessieren und ich bin gespannt auf Eure Einstellungen zu diesem Thema…

11. Juni 2008

Späte Schwangerschaft…

Abgelegt unter: Schwangerschaft — Melanie @ 15:41

…was sind die Risiken und ist eine späte Schwangerschaft moralisch vertretbar? 

Mit über 40 das erste Mal Mama werden? Nicht nur bei der Prominenz schein das voll im Trend zu liegen. Immer mehr Frauen entscheiden sich für eine späte Schwangerschaft und möchten erstmal Ihr Leben genießen oder der Karriere den vortritt lassen. Mehr als ein Viertel der deutschen Frauen zählen zu den Spatgebärenden und bekommen erst ab ca. 35 Jahren Ihr erstes Kind, das Durchschnittsalter liegt allerdings bei 23 Jahren. Woran liegt es, dass Frauen heutzutage Kinder und Familiegründen erst einmal zurückstellen?

 

Die meisten Frauen bekommen deswegen später erst Kinder, weil Sie noch studieren gehen, erst mit Ende 20 mit dem Studium fertig sind und dann erstmal Berufserfahrung bzw. für die Zukunft sparen möchten. Andere entscheiden sich einfach so, weil Sie noch Spaß haben und Ihre Unabhängigkeit genießen möchten. Was zum größten Teil daran zu sehen ist, dass Frauen, die in der Stadt leben, später Kinder bekommen, als die Frauen auf dem Land.

 

Doch was weiß man bisher über die gesundheitlichen Faktoren einer späten Schwangerschaft?

Die Lebenserwartung einer Frau ist zwar in den letzten 100 Jahren um etwas 30 Jahre gestiegen, allerdings bekommen Sie weiterhin Ihre Wechseljahre im Alter zwischen 47 und 52 Jahren. Und auch in den Jahren davor verändert sich der Körper enorm. Die Fruchtbarkeit lässt nach, die monatlichen Regelblutungen werden geringer, was dazu führt, dass auch der Eisprung viel unregelmäßiger kommt. Diese Veränderungen im Körper schließen eine Schwangerschaft natürlich nicht komplett aus, macht Sie aber eher unwahrscheinlich.

 

Geht man mal nur von der Natur aus, hat diese für uns Frauen ein Gebäralter von etwa 20-25 Jahren festgelegt. Dieser Zeitraum ist laut Natur der beste, weil wir in dieser Zeit die optimalste Körperfitness aufweisen um die Anstrengungen einer Schwangerschaft geschweigedenn einer Geburt zu überstehen. Lange Ausbildungszeiten und Männer, die noch immer nicht die Reife fürs Leben gefunden haben, hat sie aber wohl nicht vorgesehen.

 

 Mal abegesehen von der rein biologischen Machbarkeit, muss man auch den gesundheitlichen Aspekt für das Kind bedenken. Zwar verlaufen die meisten Schwangerschaften und Entbindung jenseits des 25. Geburtstages genauso glimpflos wie bei jüngeren Frauen, allerdings ist das Risiko für so manch schwerwiegende Erkrankungen, zum Beispiel Chromosomstörungen beim Kind, viel größer. Und auch das Risiko für eine Fehlgeburt steigt enorm. Nicht nur die Frau wird älter, sondern auch Ihre Eizellen, was zur Folge hat, dass diese nicht mehr so einwandfrei funktionieren, wie bei jüngeren Frauen.

 

 Um den gesundheitlichen Aspekt zum Thema Risiko - späte Schwangerschaft beiseite zu schieben, sollte man auch die Auswirkung auf das spätere Leben des Kindes betrachten. Je nach Alter der Mutter, kann es später auch einmal vorkommen, dass man mit seinem Kind auf den Spielplatz, in den Park, zum Einkaufen oder ins Kino geht und für die Oma gehalten wird. Kinder können sehr grausam sein und Ihr Kind wird es bestimmt nicht einfach haben, wenn es im Kindergarten oder in der Schule von anderen Kindern gehänselt wird, weil Ihre Mama so alt aussieht.

 

Bei diesem Thema gehen die Meinungen einfach sehr auseinander. Muss man sich in der heutigen Zeit, in der die Ausbildung, der Beruf und der finanzielle Aspekt immer wichtiger werden, um sich eine sichere Zukunft aufzubauen, schon in jungen Jahren entscheiden, was einem wichtiger ist : Karriere oder Kind? Oder lässt sich das alles auch anders regeln? Gehörst du selbst zu der Gruppe “spätgebärende Mütter” oder gehst du den traditionellen Weg in der die Familie im Vordergrund steht…?  

2. Juni 2008

Mutterschaftsgeld vs. Elterngeld

Abgelegt unter: Finanzen / Geld — Melanie @ 15:55

So schön die Sache mit dem Elterngeld und dem Mutterschaftsgeld für die meisten Paare auch ist, wirklich einfach zu begreifen ist das Ganze nicht. Trotz der häufigen Aufklärungen über das Elterngeld, stehen für die meisten Eltern noch sehr viele Fragen offen. 

 

Hier eine kleine Einführung: Das Mutterschaftsgeld ist die finanzielle Hilfe 6 Wochen vor und 8 Wochen nach der Geburt. Gnädigerweise erlaubt man der Mutter 6 Wochen vor der Geburt zu Hause zu bleiben, sich auszuruhen und trotz nicht erbrachter Leistungen ihr Gehalt zu bekommen. Dies wird weiterhin vom Arbeitgeber gezahlt. Nach der Geburt gönnt man der frischgebackenen Mama noch 8 Wochen der Entspannung und Zeit mit Ihrem Kind. In dieser Zeit teilen sich Krankenkasse und Arbeitgeber das Gehalt für die Mutter.

 

Nun zum Elterngeld: Auch das Elterngeld hat seine Vorteile. Wo früher das Erziehungsgeld zur Unterstützung von Familien diente, und das ganze 24 Monate lang, ist heute das Elterngeld an dessen Stelle getreten. Dieses wird auf den Verdienst der letzten 12 Monate zu 67% gerechnet und für 12 Monate, bzw. für 14 Monate, wenn der Partner ebenfalls zu Hause bleibt, gezahlt. Im ersten Moment hört es sich so an, als wenn der Staat mal endlich etwas Gutes für das Volk getan hat und den Bürgern diesmal nicht auf der Nase herumgetrampelt wird. Doch – zu früh gefreut!

 

Das Mutterschaftsgeld wird, wie nur wenige wissen, auf das Elterngeld angerechnet. Das heißt, ist das Mutterschaftsgeld höher, als das errechnete Elterngeld, was eigentlich meisten der Fall ist, weil man ja im Mutterschutz sein volles Gehalt bekommt und in der Elternzeit nur 67% davon, werden die 2 Monate des Bezuges von Mutterschaftsgeld einfach von der Elternzeit und somit dem Bezug von Elterngeld abgezogen. Im Endeffekt hat man also nur 10 Monate bzw. 12 Monate Anspruch auf Elterngeld! Man hat also nur 12 bzw. 14 Monate Anspruch, wenn man vorher gar nichts verdient hat und den Mindestbetrag von 300 Euro erhält. Aber die, die vorher dafür gearbeitet haben, sind natürlich wieder im Nachteil. Schon klar, wo bleibt denn da noch die Fairness?

 

Was haltet ihr davon? Findet Ihr diese Regelung okay? Gehört Ihr vielleicht zu denen, die diesen Mindestbetrag beziehen und die Regelung für Angestellte für richtig halten? Oder gehört Ihr zu den arbeitenden Müttern, die sich tierisch über diese Regelung aufregen? Auf welcher Seite Ihr auch immer steht, ich freue mich, etwas von Euch über dieses Thema zu lesen