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29. Juli 2008

Kindersicherheit im Flugzeug

Abgelegt unter: Urlaub & Reisen — Melanie @ 10:18

“Sicherheit geht vor!” Zumindest sollte man im Bezug auf seine Kinder nach diesem Motto handeln. Wenn Eltern mit Ihrem Kleinkind in Urlaub fliegen, dann war es bisher immer so geregelt, dass man in den meisten Fällen keinen eigenen Sitz hatte, sondern mit den Beinen von Mutter oder Vater Vorlieb nehmen musste. Weil dies aber, durch eventuelle Turbulenzen wirklich gefährlich werden kann, da ein Erwachsener in solch einer Situation, gar nicht in der Lage wäre, sein Kind festzuhalten, musste man sich etwas überlegen…

 

Seit dem 16.07.2008 steht fest - Kinder, die im Flugzeug bei Mama und Papa auf dem Schoß sitzen, müssen mit einem so genannten Loop Belt gesichtert werden. Der Schlaufengürtel wird an dem Gurt des Erwachsenen befestigt und soll das Kind schützen, wenn es zu Turbulenzen kommt. Das alles hört sich zwar vernünftig an, stellt aber nach Meinung von Experten nach der Durchführung von Crash Tests für Kinder im Flugzeug, ein großes Sicherheitsrisiko für das Kind dar. Zwar hält der Gurt das Kind auf dem Schoß des Erwachsenen, aber es wirken auch enorme Kräfte auf die Passagiere ein, was dazu führt, dass das Kind unter dem Körper des Erwachsenen regelrecht zerquetscht wird. Zudem liegt der Gurt beim Kind genau im Weichteilbereich an, was den Loop Belt noch gefährlicher macht.

 

Es ist also auf jeden Fall sicherer, seinem Kind, einen eigenen Sitzplatz zu reservieren und darauf einen Kindersitz zu befestigen. Doch auch hier werden den Eltern wieder Steine in den Weg gelegt. Nicht nur, dass man bei einem separatem Platz für das Kind mit 2/3 des Normalpreises rechnen muss, der Oberhammer ist, dass die Kindersitze, die für Flugzeuge geeignet sind, zu Zeit nicht hergestellt werden. Es haben sich zwei Kindersitze für die Anwendung im Flugzeug qualifiziert: der Luftkid DUO und der Römer Kind quickfix. Ersterer ist erst wieder Anfang nächstes Jahr erhältlich, letzterer wird zu Zeit gar nicht mehr produziert. Zudem bieten auch die Fluggesellschaften im Moment keine Kindersitze an. Grund dafür sind die zu hohen Kosten und der Platzmangel an Bord.

 

Tja, wer also nicht das Glück hat, einen dieser beiden Modelle von Kindersitzen bereits zu besitzen. Der hat eben Pech gehabt - ist ja auch nicht so schlimm! Zerquetschen wir eben unser Kind unter uns - hautpsache Lufthansa, Condor & Co. haben Geld gespart und im Flugzeug ist noch Platz für das ganze Essen, dass man für die Fluggäste im Flugzeug verstauen muss, damit die bei 2 Stunden Flug auch nicht verhungern!

 

Was haltet Ihr davon? Ist das nicht eine Frechtheit? Mal wieder typisch. Man könnte grad meinen, das einzige, was die Damen und Herren von ganz oben machen ist, Kaffee trinken, Zigarren rauchen und sich an ihrem vielen Geld erfreuen. Und damit man nicht meint, man würde gar nichts tun, haut man eben manchmal einfach ein paar unüberlegte Bestimmungen und Rechte raus, um sich wichtig zu machen….

18. Juli 2008

Die künstliche Befruchtung und der Kampf mit den Krankenkassen

Abgelegt unter: Schwangerschaft — Melanie @ 11:31

Viele Paaren hegen einen großen Kinderwunsch und leiden sehr darunter, dass es einfach nicht klappen will. Die Medizin ermöglicht es uns heutzutage, mit Hilfe der künstlichen Befruchtung, trotz Unfruchtbarkeit schwanger zu werden. Bis 2004 wurden die Kosten für diese Behandlung noch voll von den Krankenkassen übernommen. Doch in der heutigen Zeit wird viel eingespart und am meisten haben die normalen Bürger darunter zu leiden.

 

So übernimmt die Krankenkasse jetzt nur noch 50% der Kosten für die künstliche Befruchtung. Allerdings auch nur für 3 Versuche und unter bestimmten Vorraussetzungen. Zum einen muss die Mutter zwischen 35 und 40 und der Vater nicht älter als 50 Jahre sein. Ebenfalls ist Pflicht, dass beide miteinander verheiratet sind und man muss bereits seit über einem Jahr versucht haben ein Kind auf natürlichem Weg zu bekommen. Also sieht es für Paare jetzt immer schlechter aus sich diesen Kinderwunsch zu erfüllen.

 

Werden die Vorraussetzungen nicht erfüllt oder hat es nach dem 3. Versuch nicht geklappt (was wahrscheinlich ist, denn es braucht in der Regel drei Versuche, bis die künstliche Befruchtung zu einem Wunschkind führt) dann muss man entweder den Behandlungspreis von ca. 3500 Euro zahlen oder auf Kinder verzichten - Pech! So einfach ist das! Die Behandlungen nach dem 3. Versuch sind natürlich voll zu zahlen, was bedeutet, dass jedes Paar mit 5000-6000 Euro rechnen muss. Dabei bleibt die Frage offen, ob es bis zu dieser Investitionsgrenze dann überhaupt zum Wunschkind kommt oder ob man noch mehr Geld investieren muss, um ein selbstverständliches und natürliches Bedürfnis zu stillen bzw. sich für eine andere Option für den Kinderwunsch zu entscheiden.

 

Wie oft hört man von allen Seiten das Gemaule, die Geburtenrate in Deutschland wäre so sehr zurückgegangen, man müsse unbedingt etwas dagegen tun, bla bla bla - Nicht schlimm genug, dass sich immer weniger Paare aus finanziellen Gründen gegen ein Kind entscheiden müssen, nun werden auch noch diejenigen in Ihren Möglichkeiten gebremst, die sich sehnlichst ein Kind wünschen, aber keins bekommen können.

 

Was ist das für eine Welt, in der jederzeit die Kosten für eine Abtreibung übernommen werden, jedoch wenn es um Ermöglichung von Leben geht, der Hahn zugedreht wird?  Wie unser saarländische Ministerpräsident Müller schon so schön formulierte: “Es kann nicht sein, dass uns der Tod mehr wert ist als das Leben.”

 

10. Juli 2008

Wahlrecht für Kinder

Abgelegt unter: Recht — Melanie @ 14:22

Sollen Kinder schon von Geburt an das Wahlrecht bekommen? Diese Frage ist nicht nur aktuell ein Thema, sondern wird schon seit über 30 jahren diskutiert. Man überlegt, der Generation, die wohl am längsten von den Entscheidungen der Politik betroffen sein wird, ein stärkeres Mitspracherecht zu geben.

 

Der derzeitige Stand unserer Gesetztes, lässt es nicht zu, dass Kinder bzw. Jugendliche unter 18 Jahren an der Wahl teilnehmen dürfen. Dabei müssten die Interessen von Jugendlichen und Kinder viel mehr in der Politik berücksichtigt werden, damit auch unsere jungen Mitmenschen sich hier in Deutschland ernst genommen und respektiert fühlen. Hätte die jüngere Generation ebenfalls ein Mitspracherecht, wären das rund 14 Millionen Wahlberechtigte mehr. Wäre die Wahl einer Partei nun ebenfalls von den Kindern unseres Landes abhängig, dann müssten sich die Damen und Herren unserer Regierung auch endlich mal darum bemühen, positive Veränderungen für Kinder in Ihr Wahlprogramm mit aufzunehmen. Parteien müssen nun mal gewählt werden und das kommt nicht von irgendwo.

 

Inzwischen rückt diese Entscheidung immer näher, was nun getan wird. Schließlich gibt es immer weniger Ehepaare, die  Kinder bekommen und unsere Gesellschaft altert stetig. Was nicht als letztes mit der Tatsache zu tun hat, das eine damals relativ gut verdienende Familie aus dem Mittelstand nun zum armen Teil der Gesellschaft gezählt wird.

 

Sollte es zu dieser neuen Regelung komme, dann wird es zunächst so aussehen, dass Eltern für Ihre Kinder wählen dürfen. Wenn das Kind sich reif dafür fühlt, selbst an einer Wahl teilzunehmen, kann es sich in einer Wahlliste eintragen, womit das Wahlrecht direkt von Eltern auf Kind übertragen wird.

 

Ob es nun zu diesem Gesetzesentschluss kommen wird, weiß man nicht. Die Chancen dafür stehen eher schlecht. Schon im Juni 2005 wurde ein ähnlicher Vorschlag im Bundestag verkündet und aus dem Grund, Eltern würden dann sowieso das wählen, was sie selbst für richtig halten, wurde der Antrag abgelehnt. Ich persönlich finde die Vorstellung schön, dass auch Kinder ein Recht bekommen sollen, bei Entscheidungen für ihre Zukunft mitzubestimmen.

 

Allerdings glaube ich, dass nur sehr wenige Eltern sich daran halten werden, ihre Kinder wirklich selbst bestimmen zu lassen. Eltern haben immer einen gewissen Einfluss auf Ihre Kinder. Mama und Papa sind Vorbilder! Also, so toll es auch klingen mag, dass jeder seinem Kind die Entscheidung selbst überlässt, glaube ich nicht, dass dies wirklich so umgesetzt wird.

 

Was haltet ihr davon? Sollten Kinder wirklich ein Wahlrecht bekommen, bzw. so lange ihre Eltern wählen lassen, bis sie sich selbst reif genug dafür fühlen?