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22. September 2009

Schweinegrippeimpfung bei Babys?

Abgelegt unter: Kleinkinder, Gesundheit — Alexandra @ 14:54

Inzwischen haben sich fast alle an die mehr oder weniger große Bedrochung durch die Schweingerippe gewöhnt. Die Impfaktionen laufen an, allerdings stellt sich heraus: Gut die Hälfte aller Deutschen will sich gar nicht impfen lassen. Viele befürchten Nebenwirkungen wegen der Impfverstärker.

Dabei handelt es sich um Bestandteile, die die Wirkung des Impfstoffs verstärken sollen. So kann aus weniger “Rohstoff” mehr Impfstoff gemacht werden, es erlaubt also praktische eine Streckung des nicht ausreichend vorhandenen Impfstoffes, damit möglichst viele Menschen damit geimpft werden können.

Experten empfehlen bestimmten Risikogruppen, sich gegen die Schweinegrippe impfen zu lassen. Dazu gehören, nach wechselnden Angaben, über 60-Jährige, chronisch Kranke, Übergewichtige, Schwangere, medizinisches Personal und das Personal von Alten- und Pflegeheimen. Diese Personen haben nicht nur einen besonders schweren Verlauf zu befürchten, sondern sie sind auch besonders von der Ansteckung gefährdet oder können andersherum viele gefährdete Menschen anstecken.

Auch Babys und Kinder sollen laut Professor Peter Wutzler, dem Präsidenten der Deutschen Vereinigung zur Bekämpfung der Viruskrankheiten, geimpft werden. Bei ihnen sei das Risiko von Komplikationen ebenso hoch wie bei älteren oder chronisch kranken Menschen. Er rät daher dazu, Kinder und Jugendliche zwischen sechs Monaten und 18 Jahren ebenfalls zu impfen.

3. September 2009

Polkörperdiagnostik: Mehr Schwangerschaften möglich?

Abgelegt unter: Schwangerschaft, Außergewöhnliches — Alexandra @ 15:35

Eine Britin hat nach 13 erfolglosen Versuchen jetzt endlich ihr Wunschkind bekommen. Die 41-jährige Frau, die auch schon drei Fehlgeburten erleiden musste, wurde in einer Fruchtbarkeitsklinik behandelt, in der ein neues Diagnoseverfahren angewendet wird.

Dabei werden die unbefruchteten Eizellen daraufhin untersucht, ob sie sich in einem frühen Stadium richtig geteilt haben und die richtige Anzahl an Chromosomen haben. Sind es zu viele oder zu wenige, sind die Chancen auf eine Schwangerschaft sehr viel geringer. Und auch wenn es zu einer Schwangerschaft kommt, ist das Risiko einer Fehlgeburt extrem erhöht.

Um zu bestimmen ob die Eizelle die richtige Anzahl an Chromosomen verfügt, sieht sich der Arzt das Polkörperchen an – daher auch der Name der Methode: Polkörperdiagnostik. Im Polkörperchen lagert die Eizelle sozusagen ihre unnötigen Chromosomen aus und macht so Platz für die Chromosomen des Mannes, die sie vom Spermium erhält. Das Polkörperchen und die Eizelle sollten eigentlich immer jeweils die Hälfte der Chromosomen haben. So ist es aber nicht immer. Manchmal haut es mit dem gerechten Teilen einfach nicht so richtig hin.

Laut dem englischen Fruchtbarkeitsexperten haben fast die Hälfte aller jungen Frauen solche Eizellen mit “chromosomalen Anomalien”; bei Frauen über 39 Jahren sind es sogar drei Viertel. Dies könnte mit einer der Gründe sein, warum manche Frauen nicht schwanger werden und bei ihnen auch die künstliche Befruchtung oft erfolglos bleibt.

Der Arzt der Engländerin, Professor Simon Fishel aus Nottingham, geht davon aus dass mit der Methode vielen Frauen geholfen werden kann, die bisher nur schwer oder gar nicht schwanger werden können.

Bei der frischgebackenen Mutter wurden acht Eizellen entnommen und untersucht, nur zwei davon hatten die korrekte Anzahl an Chromosomen – aus einer davon wurde erst ein Embryo, und danach ihr gesunder Sohn, der Oliver heißt und wahrscheinlich nie verstehen wird, wie sehr sich seine Mama nach ihm gesehnt hat.