Impressum  |   Kontakt
Baby Zeit Blog Kagegorien
Letzte Artikel
Blogrolle
Baby Zeit
 

Baby-Zeit Blog

26. November 2009

Wollen Eltern wirklich Antibiotika für Babys?

Abgelegt unter: Gesundheit — Alexandra @ 16:54

Kleine Kinder sind häufig erkältet, das ist nichts Neues. Eltern merken auch schnell, dass bei einer Erkältung Kinder viel dramatischer leiden als Erwachsene – Husten schüttelt den kleinen Körper, das Baby bzw. das Kind bekommt kaum noch Luft, und niemandem in der Umgebung bleibt verborgen, wie schlecht es dem Kind geht.

Da ist es kein Wunder wenn Eltern sich eine Behandlung wünschen, die möglichst schnell und effektiv wirkt, so dass das Kind bald wieder gesund wird und nicht mehr so leiden muss – schließlich leidet man ja mit. Das führt dazu, dass besorgte Eltern den Arzt dazu drängen, dem Kind ein Antibiotikum zu verschreiben – und Ärzte scheinen das wider besseres Wissen auch zu tun.

Die meisten Atemwegsinfekte bei Kindern werden aber durch Viren ausgelöst, und gegen Viren sind Antibiotika absolut wirkungslos! Nicht nur helfen sie nicht, sie sorgen auch für Resistenzen der Viren gegen Antibiotika – die Viren werden so immer gefährlicher.

Besonders verbreitet sind solche Resistenzen in Italien. Gleichzeitig ist eines der Länder, in dem die meisten Antibiotika verordnet werden. Wissenschaftler haben nun Ärzte befragt, warum sie so viele antibiotische Medikamente verordnen.

Einer der Gründe war “diagnostische Unsicherheit”. Die Ärzte waren sich also nicht sicher, was die Krankheit auslöst, und wollten auf Nummer Sicher gehen. Zudem sahen sie sich von der Erwartungshaltung der Eltern unter Druck gesetzt. Das könnte aber ein Missverständnis sein, denn die Eltern waren häufig schlecht informiert, und verlangten also nicht wirklich ein Antibiotikum für ihr Kind – vermutlich wollen sie eben einfach nur ein möglichst schnell wirksames Medikament!

Die Ärzte sollten also ihre Methoden verbessern. Vor allem aber müssen sie an der Kommunikation mit ihren Patienten bzw. deren Eltern arbeiten. Vermutlich gilt das nicht nur für Italien!

4. November 2009

Problemkinder für Raucherinnen

Abgelegt unter: Schwangerschaft — Alexandra @ 16:00

Wenn Frauen während der Schwangerschaft rauchen, beschwören sie damit die Gefahr herauf, dass ihr Kind später Verhaltensprobleme hat. Auch das Risiko für ADHS, die Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung, ist bei Kindern von Raucherinnen höher.

Im Rahmen der Millenium Cohort Study britischer und us-amerikanischer Forscher wurden über 14.000 Mütter und ihre Kinder untersucht. Dabei stellte sich deutlich heraus, dass die Kinder (vor allem die Söhne) von starken Raucherinnen, die auch in der Schwangerschaft auf das Rauchen nicht verzichten wollten, ein um 80 Prozent erhöhtes Risiko für Verhaltensprobleme hatten.

Die Mütter wurden nach der Stärke ihres Zigarettenkonsums während der Schwangerschaft in leichte oder starke Raucherinnen eingeteilt. Sie sollten das Verhalten ihres dreijährigen Kindes anhand eines Fragebogens einordnen, der sich auf Verhaltensprobleme, Hyperaktivität und Aufmerksamkeitsstörungen konzentriert.

Die Wissenschaftler schlossen dann alle Faktoren aus, die das Ergebnis ebenfalls beeinflussen konnten, etwa das Alter der Mutter, ihr Bildungslevel und ihr sozialer und ökonomischer Status, oder die Stabilität der Familie.

Es zeigte sich, dass es bei leichten Raucherinnen im Vergleich zu Nichtraucherinnen 40% wahrscheinlicher war, einen Sohn mit Verhaltensproblemen zu bekommen. Bei starken Raucherinnen war die Wahrscheinlichkeit sogar um 80% erhöht.

Interessanterweise war bei den dreijährigen Mädchen das Rauchen der Mutter während der Schwangerschaft zwar ebenfalls mit Verhaltensproblemen verbunden, aber nicht mit Hyperaktivität und Aufmerksamkeitsstörungen.

Die Untersuchung wurde von Professor Kate Pickett geleitet, die aus den Ergebnissen den Schluss zieht, dass Rauchen in der Schwangerschaft einen direkten Einfluss auf die Hirnentwicklung des Fötus hat. Die unzähligen Gifte aus den Zigaretten beeinträchtigen direkt das Gehirn des ungeborenen Kindes.

War uns das Ganze etwa neu? Nein. Werden unbelehrbare Schwangere sich von diesen Erkenntnissen vom Rauchen abbringen lassen, um ihrem Kind wirklich den bestmöglichen gesunden Start ins Leben zu geben und spätere Probleme zu verhindern? Wohl auch nicht.