Therapie bei Down-Syndrom?
Je älter Frauen bei einer Schwangerschaft sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass ihr Kind das Down-Syndrom hat. Mit diesem Begriff bezeichnet man eine ungewöhnliche Verteilung der Chromosomen, die die Erbinformationen tragen: Das Chromosom 21 liegt dabei dreimal vor. Daher wird die Krankheit oft auch Trisomie 21 genannt.
Die Bandbreite der typischen Merkmale beim Down-Syndrom ist groß. Manche Kinder sehen einfach nur ein bisschen anders aus (rundliches Gesicht, mandelförmige Augen), andere leiden unter mehr oder weniger schweren geistigen Behinderungen.
Manche Eltern entscheiden sich, wenn bei einer Untersuchung während der Schwangerschaft Hinweise auf eine Trisomie 21 gefunden werden, für eine Abtreibung. Sie fühlen sich einem Leben mit einem behinderten Kind nicht gewachsen.
Es gibt aber auf der ganzen Welt auch Fälle, in denen Menschen mit Down-Syndrom ihr Leben nicht nur selbständig meistern, sondern auch Berufe wie Schauspieler oder Lehrer ergreifen.
Natürlich versucht die Forschung trotzdem Methoden zu finden, um die Probleme der Krankheit für diejenigen der Betroffenen mildern, die nicht so glimpflich davongekommen sind. Bei Mäusen ist kalifornischen Wissenschaftlern das jetzt gelungen.
Den Tieren, die eine Krankheit hatten, die dem Down-Syndrom beim Menschen entspricht, wurde eine bestimmte Substanz verabreicht, die den Informationsaustausch zwischen den Nervenzellen unterstützt. Ihre Symptome verschwanden daraufhin.
Die Forscher hoffen, dass die Methode auf den Menschen übertragbar ist. Sie könnten so die vom Down-Syndrom verursachten geistigen Behinderungen vielleicht bekämpfen.
