Impressum  |   Kontakt
 
 
 
 
 

Baby-Zeit Blog

25. Oktober 2010

Fischöl macht Kinder auch nicht klüger

Abgelegt unter: Schwangerschaft — Alexandra @ 08:58

“Essen für Zwei” ist in der Schwangerschaft bekanntermaßen nicht angesagt. Wichtig ist aber die richtige Ernährung, die Mutter wie Kind ausreichend Vitamin, Mineralstoffe usw. bietet, damit beide gesund bleiben, bzw. das Kind von Anfang an gesund heranwachsen kann.

Da wundert es nicht, wenn Schwangere auf Nahrungsergänzungen zurückgreifen, um auch wirklich möglichst alle Nährstoffe in ausreichender Menge zu erhalten. Mediziner sind davon meist wenig begeistert, da auch Schwangere mit einer normalen, ausgewogenen Ernährung alle benötigten Stoffe erhalten. Problematisch sind eigentlich nur Folsäure, das vor allem im ersten Schwangerschaftsdrittel und sogar schon vor der Schwangerschaft wichtig ist, Jod und eventuell Eisen.

Jod kann meistens einfach durch das Verwenden eines jodierten Speisesalzes, und den Verzehr von Milchprodukten und Seefisch ausreichend aufgenommen werden, ein eventueller Eisenmangel lässt sich ebenfalls durch einen nur leicht angepassten Speiseplan beheben, und meist werden Schwangeren vom Arzt Folsäuretabletten empfohlen oder gar verschrieben.

Oft wird Schwangeren auch zur Einnahme von Fischölkapseln geraten. Das Fischöl enthält eine mehrfach ungesättigte Fettsäure namens Docosahexaensäure (DHA), die besonders wichtig für den Aufbau der Nervenzellen ist. Eine ausreichende Versorgung mit dieser Fettsäure soll die kognitive Entwicklung der Kinder fördern, sprich: sie schlauer machen.

Ein Forscherteam der Universität von Adelaide (Australien) untersuchte nun in einer großen Studie mit 2.400 Teilnehmerinnen die Wirkung der hochgerühmten Fischölkapseln. Sie konnten dabei keinerlei Effekt bei der Intelligenz der Kinder feststellen. Auch eine eventuelle Wirkung auf die Rate von postpartale Depressionen bei den Müttern war nicht zu erkennen.

Maria Makrides, die Leiterin der Studie, schließt aber nicht aus, dass die verabreichte Dosis einfach nicht hoch genug war. Bei einer kleinen norwegischen Studie zu Fischöl in der Schwangerschaft hatten die Kinder von Müttern, die während der Schwangerschaft täglich Lebertran einnahmen, im Alter von vier Jahren einen höheren IQ als andere Kinder. Im Alter von sieben Jahren war dieser Unterschied aber nicht mehr vorhanden.

18. Oktober 2010

Rötelnschutz prüfen – vor der Schwangerschaft

Abgelegt unter: Schwangerschaft, Gesundheit — Alexandra @ 09:50

Die Röteln sind eine typische Kinderkrankheit. Sie werden von Viren übertragen, treten vor allem bei Kindern auf, wer die Erkrankung durchmacht, ist danach lebenslang immun gegen die Krankheit. In vielen Fällen verläuft die Infektion, die rötliche Flecken am ganzen Körper verursacht, sehr schwach, so dass die Krankheit an sich direkt harmlos ist. Warum also sich überhaupt gegen Röteln impfen lassen, zumal die Krankheit heute sehr selten geworden ist und es deswegen nicht mehr oft zur Ansteckung kommt? Dieser Frage hat auch das Gesundheitsportal NetDoktor.de unlängst wieder einige Zeilen gewidmet.

Natürlich sind die Röteln deswegen selten geworden, weil es dagegen eine Impfung gibt. Die Impfung wird gegen Ende des ersten und dann noch einmal im zweiten Lebensjahr vorgenommen. Heute ist die kombinierte Impfung gegen Röteln, Mumps und Masern üblich, oft ist auch die Impfung gegen Windpocken noch dabei.

Je mehr Kinder gegen Röteln geimpft sind, desto weniger können daran erkranken, die Krankheit “hält” sich einfach nicht so in der Bevölkerung. Aber warum ist das so wichtig, wenn die Krankheit ja meist nicht so schlimm ist?

Wirklich gefährlich sind die Röteln für die allerkleinsten Kinder – für die Ungeborenen. Steckt sich eine Frau während der Schwangerschaft an, kann es zu Fehlbildungen beim Kind oder sogar zu Fehlgeburten kommen. Das gilt vor allem, aber nicht nur, für Infektionen im ersten Schwangerschaftsdrittel.

Ärzte raten deshalb, falls Mädchen nicht schon als Kleinkind geimpft wurden, sie vor der Pubertät noch impfen zu lassen. Die Impfung ist allerdings auch später möglich, was natürlich besonders vor einer geplanten Schwangerschaft bedacht werden sollte. Wenn ihr ein Kind plant, solltet ihr also auch schon früh prüfen, ob ihr einen ausreichenden Rötelnschutz habt, entweder durch eine Röteln-Schutzimpfung, oder weil ihr eine Ansteckung mit Krankheit durchgemacht habt.

Wer sich oder seine Kinder impfen lässt, schützt also nicht nur sich selber und evtl. das eigene ungeboren Kind vor Ansteckung und Schäden, sondern kann auch keine anderen Menschen anstecken – und dabei könnte auch eine Schwangere sein. Deswegen raten Ärzte einstimmig zur Rötelnimpfung.

11. Oktober 2010

Merkblatt für Eltern asthmakranker Kinder

Abgelegt unter: Gesundheit — Bianca @ 10:05

Ungefähr 10 von 100 Heranwachsenden haben asthmatische Symptome. Für Eltern ist das nicht immer leicht, und auch wenn die Diagnose Asthma bei dem eigenen Nachwuchs feststeht, ist die Krankheit eine Belastung für viele Familien.

Wenn Eltern wissen, dass ihr Kind an Asthma erkrankt ist, machen sie sich selbstverständlich viele Sorgen um den Nachwuchs. Viele Familien wissen oft nicht, was die Diagnose Asthma für das Zusammenleben bedeutet und glauben, dass sie ihren ganzen Familienalltag nach der Erkrankung umstellen müssen.

Asthma ist eine chronische, also dauerhaft bestehende, Erkrankung der Atemwege und geht mit Begleiterscheinungen wie Husten und Atemnot einher. Die Krankheit ist heute aber mit Medikamenten und anderen unterstützenden Maßnahmen in der Regel gut in den Griff zu bekommen. Besonders wichtig ist es, dem Kind einen eigenständigen Umgang mit der Erkrankung beizubringen. Die Familie muss aufgrund der Asthma-Erkrankung jedoch nicht den gesamten Familienalltag umstellen.

Damit Eltern und ihr Nachwuchs in Zukunft besser mit der Krankheit umgehen können, gibt es auf der Seite der gesundheitsinformation.de jetzt ein Merkblatt zu Asthma. Dort können alle Familien, bei denen die Diagnose Asthma gestellt wurde – oder die sich einfach nur informieren wollen – alles über die Erkrankung der Atemwege nachlesen.

In dem Merkblatt für Asthma erfahren Eltern nicht nur, welche Beschwerden bei Asthma auftreten und mithilfe welcher Medikamente diese am besten einzudämmen sind, sondern auch, wie es überhaupt zur Erkrankung der Atemwege kommt. Sie können so auch schauen, ob es wirklich um Asthma oder doch eine andere Krankheit handelt. Familien, die ein asthmakrankes Kind haben, können sich so ausreichend über die Krankheit informieren.

4. Oktober 2010

Grippeimpfung schon für die ganz Kleinen

Abgelegt unter: Gesundheit — Alexandra @ 08:57

Die Central European Vaccination Advisory Group, kurz CEVAG, ist eine europäische Beratungsgruppe für Impfungen. Das Ziel der Gruppe ist es, den sicheren und effizienten Gebrauch von Impfstoffen zu fördern, um damit Krankheiten zu vermeiden, zu bekämpfen und, falls überhaupt möglich, auszurotten.

Die CEVAG empfiehlt nun, grundsätzlich alle Kinder ab einem Alter von sechs Monaten gegen die Grippe zu impfen. In Deutschland gilt bisher die Empfehlung, so kleine Kinder nur dann zu impfen, wenn sie unter einer chronischen Krankheit leiden. Diese Kinder sind dann nämlich besonders anfällig für eine Ansteckung, und bei ihnen kommt es auch öfter zu Komplikationen wie etwa Lungenentzündungen oder zusätzliche bakterielle Infektionen.

Die Empfehlung der CEVAG fußt allerdings nicht nur in der Sorge um die Gesundheit der betroffenen Kinder, sondern die Impfung soll indirekt auch andere Menschen, vor allem andere Risikogruppen, schützen. Das klingt zuerst mal befremdlich, scheint aber durchaus logisch zu sein: Kinder gehören mit zu den Hauptüberträgern von Grippeerregern, aber natürlich auch von anderen Krankheitskeimen. Sie haben viel öfter als Erwachsene Kontakt, auch engen Kontakt, mit anderen Menschen. Das gilt natürlich vor allem für Kontakte in Kindertagesstätten und Schulen. Zudem scheiden sie laut Ursel Lindlbauer-Eisenach vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte im Vergleich zu Erwachsenen größere Virenmengen über längere Zeit aus.

Mit einer sehr frühen Impfung für gesunde Kinder könnte man also eventuell die Verbreitung der Grippe stoppen und so im günstigsten Fall viele Todesfälle vermeiden.