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Weihnachtszeit, Shoppingzeit. In der Vorweihnachtszeit blüht für den gesamten Einzelhandel das Geschäft, und dabei vor allem auch für die Spielzeugläden. Die Freude der Kunden an Puppen, Plüschtieren, Spielwaren und Kinderbekleidung dürfte jedoch wieder einmal gedämpft sein.
Die Zeitschrift Öko-Test hat, schon fast traditionell, rechtzeitig vor Weihnachten getestet, wie genau sich Spielzeughersteller an die Vorschriften halten, die Grenzwerte für die Schadstoffbelastung ihrer Produkte festlegen. Und auch dieses Jahr war das Ergebnis ernüchternd: Viele der Spielzeuge “gehören schlichtweg in die Tonne und nicht in Kinderhände”, so Öko-Test.
Nur wenige der gestesten Spielzeuge sind absolut ohne bedenkliche Schadstoffe, die teilweise nachgewiesenermaßen Krebs erregen, im Verdacht stehen das Erbgut zu gefährden oder wie Hormone auf den Körper wirken.
Zwar fiel im Vergleich zu den Vorjahren die Schadstoffbelastung oft geringer aus, aber ganz ohne die beunruhigenden Zutaten wollen wohl nur wenige Hersteller produzieren. Die Einzelfälle, bei denen Öko-Test nichts zu beanstanden hatten, beweisen aber, dass es wirklich ohne Phtalate, PKA (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) und Co. geht.
Weitere Kritikpunkte waren auch dieses Jahr wieder, dass sich bei manchen Spielzeugen verschluckbare Kleinteile lösten, dass auch bei Produkten aus chinesischer Produktion durch Etiketten wie “Designed in Germany” und “Gütesiegel” ohne Aussagekraft Qualität und Produktsicherheit vorgetäuscht werden.
Auch dieses Jahr gilt also wieder: Augen auf beim Spielzeugkauf. Das bedeutet natürlich auch, dass man wahrscheinlich tiefer in die Tasche greifen muss, um Spielwaren zu erstehen, die in Deutschland oder zumindest Europa hergestellt werden und den aktuellen Vorschriften genügen.
Kinder stecken sich gerne Sachen in den Mund. Das kann völlig harmlos sein, hygienisch zweifelhaft oder im schlimmsten Fall natürlich gefährlich. Nicht umsonst wird immer wieder daran erinnert, Tabletten außerhalb der Reichweite von Kindern aufzubewahren, damit diese sie nicht in die Finger bekommen und dann mit den lustigen bunten Bonbons “Erwachsene” spielen.
Weniger schlimm ist es, wenn Kinder etwa Münzen verschlucken. Sie machen meist keine Probleme und gelangen in der Regel auf ganz natürliche Weise wieder ans Sonnenlicht. Beim flüchtigen Blick mit Münzen zu verwechseln sind Knopfbatterien – und falls eure Kinder die verschlucken, kann es richtig gefährlich werden.
Eine US-amerikanische Studie hat nun Daten aus den vergangenen 25 Jahren analysiert und sich dabei besonders die Gefährlichkeit der verschluckten Batterien angesehen. Bei der Untersuchung zeigte sich, dass die Unfälle (insgesamt waren es über 65.000) seit dem Jahr 1985 deutlich zugenommen haben. Zudem kommt es auch zunehmend zu schweren Komplikationen und leider auch zu Todesfolgen.
Zum Tod kam es meistens dann, wenn das Verschlucken nicht bemerkt wurde. Nach dem Verschlucken kam es zu Symptomen wie Erbrechen, Fieber und Husten, die von den Ärzten entweder nicht ernst genommen oder falsch interpretiert wurden. Blutungen in der Speiseröhre führten dann in den meisten Fällen zum Tod.
In den letzten Jahren waren die Todesfälle ausschließlich auf die großen Batterien zurück, die einen Durchmesser von etwa zwei Zentimetern haben. Wegen der Größe bleiben die Zellen oft in der Speiseröhre stecken, außerdem haben sie eine höhere Spannung als die kleinen Knopfzellen. Der Strom sorgt für Schäden an der Schleimhaut der Speiseröhre; eventuell austretende Säure ist weniger schlimm als der Strom, der schon nach zwei Stunden für schwere Beschädigungen sorgt.
Wenn ein Kind also eine Knopfzelle verschluckt, ist das immer ein Notfall, der eine sofortige Behandlung erfordert, vor allem wenn die Batterie in der Speiseröhre feststeckt.
Das Forschungsinstitut für Kinderernährung (FKE) in Dortmund erforscht seit Jahren den Zusammenhang zwischen Kinderernährung, Wachstum und Stoffwechsel. Das FKE gibt sich aber nicht mit dem Forschen zufrieden, sondern stellt das gewonnene Wissen auch Eltern, Kindertagesstätten und Schulen zu Verfügung. So soll die Gesundheit von Kindern gefördert und geschützt werden, vor allem auch durch die Vermeidung von Übergewicht.
Jetzt soll ein Gütesiegel des FKE gesunde Lebensmittel für Kinder kennzeichnen, damit sie beim Einkaufen leichter zu erkennen sind. Nötig ist das auf jeden Fall, denn “die Lücke zwischen den Ernährungsempfehlungen und der Ernährungsrealität ist immer noch sehr groß”, wie FKE-Mitarbeiterin Mathilde Kersting meint.
Erklären lässt sich das zumindest teilweise durch die Werbung: Bonbons dürfen mit ihrem Vitamingehalt beworben werden, Frühstückscerealien mit ihrem Gehalt an (zugesetzen) Vitaminen und Mineralstoffen, die den vielen Zucker allerdings bei weitem nicht wettmachen usw.
Das Siegel würde die Lebensmittel kennzeichnen, die der optimierten Mischkost optimiX® entsprechend, die vom FKE entwickelt wurde und immer an den neuesten Stand der Wissenschaft angepasst wird. Das Siegel soll auch für Fertiggerichte und Snacks verwendet werden. Ab wann das Siegel vergeben wird, steht allerdings noch nicht fest.
Bei Mittelohrentzündungen haben ein Drittel der Kinder einen Paukenerguss, das heißt, dass sich hinter dem Trommelfell Flüssigkeit ansammelt. Der Paukenerguss verursacht Druckgefühl und Schmerzen, und auch das Hörvermögen leidet darunter. Damit die Flüssigkeit ablaufen kann, wird Kindern dann oft ein Paukenröhrchen eingesetzt, das eine Öffnung im Trommelfell offen hält. Druck und Schmerz verschwinden, das Kind hört auch wieder besser.
Das ist ein Standardverfahren, das seit Jahren so praktiziert wird. Jetzt geht aber aus einer Studie hervor, dass das Einsetzen eines solchen Röhrchens nur in den ersten sechs Monaten für besseres Hören sorgt, danach entspricht das Hörvermögen dem von Kindern, denen kein Paukenröhrchen eingesetzt wurde. Demgegenüber stehen die Risiken einer Operation, zum Paukenröhrchen bei Kindern meist unter Vollnarkose eingesetzt werden.
Sollten sich Eltern gegen eine Operation beim Kind entscheiden, könne durch einen Trommelfellschnitt die Flüssigkeit abgeleitet werden, wenn sie nicht von selbst abfließt. Das Institut für Qualität und Wirtschaflichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) rät unbedingt dazu, vor jedem Eingriff Risiko und Nutzen sorgfältig abzuwägen.
Jedes Jahr im Herbst und Winter passiert das Gleiche: Viele Kinder, vor allem kleine, leiden nicht nur an Erkältungskrankheiten aller Art, sondern auch an Durchfallerkrankungen. Bei gesunden Erwachsenen und bei größeren Kindern ist das zwar auch unangenehm, meist aber harmlos. Säuglinge und Kleinkinder können durch den Flüssigkeitsverlust schnell in Lebensgefahr geraten.
Besonders gefürchtet sind die Rotaviren, die schwere Magen-Darm-Infektionen auslösen können. Vor allem in der kalten Jahreszeit sind sie eine häufige Ursache für Brechdurchfall. Kleinkinder sind besonders gefährdet, da ihr Immunsystem noch im Aufbau begriffen ist.
Um schweren Brechdurchfällen und damit einer gefährlichen Austrocknung vorzubeugen, ist Hygiene sehr wichtig. Die Rotaviren werde durch Schmierinfektion übertragen, also durch das Anfassen von Gegenständen, auf deren Oberfläche sich die Viren befinden. Stecken sich die Kinder die Hände oder auch die Gegenstände in den Mund, laden sie die Rotaviren sozusagen in ihren Körper ein. Bei Durchfallerkrankungen sollte man also auf Hygiene achten, vor allem regelmäßiges und gründliches Händewaschen ist wichtig, besonders nachdem man auf der Toilette war.
Es gibt auch Schluckimpfungen gegen die Ansteckung mit den Rotaviren. Die in zwei oder drei Dosen verabreichte Impfung kann ab der sechsten Lebenswoche gegeben werden. Da die Schutzimpfung nicht ausdrücklich von der Ständigen Impfkommission empfohlen wird, kommen die gesetzlichen Krankenkassen auch nicht dafür auf.
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung weist aber darauf hin, dass je nach den Umständen die Impfung trotzdem angeraten sein kann, etwa wenn das Kind in einer Tagesstätte betreut wird und so in Kontakt mit möglicherweise erkrankten anderen Kindern kommt.
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