Impfung bei Schwangeren schützt sogar Säugling
Nach der Geburt sind Kinder noch in einem gewissen Umfang gegen Krankheiten geschützt, weil die Mutter ihnen sozusagen die Antikörper mit auf den Weg gibt. Das gilt offenbar auch für Antikörper, die die Mutter durch eine Impfung hat.
Das zumindest hat eine Studie von Forschern der Universität Yale im US-Bundesstaat Connecticut ergeben. Die Wissenschafter sahen sich an, wie viele der Mütter von insgesamt 91 Säuglingen unter sechs Monaten gegen Grippe geimpft waren. Diese Kinder waren wegen einer schweren Influenza im Krankenhaus. Es stellte sich heraus, dass nur 2,2 Prozent der Mütter gegen Grippe geimpft waren.
Zum Vergleich zogen die Mediziner eine Gruppe von Kindern im gleichen Alter heran, die wegen anderer Krankheiten im Krankenhaus waren. Bei diesen Kindern lag die Impfquote bei den Eltern bei 20 Prozent.
Die Studienleiterin Marietta Vazquez geht davon aus, dass eine Grippe-Impfung der Mutter während der Schwangerschaft die Kinder in den ersten zwei bis drei Lebensmonaten schützen kann. Somit kann Kindern auch in den ersten sechs Lebensmonaten, für die noch kein Impfstoff zugelassen ist, zumindest ein bisschen mehr Schutz vor einer gefährlichen Erkrankung geboten werden.
