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In Berlin beschäftigt sich der Deutsche Ethikrat mit der Präimplantationsdiagnostik (PID). Anlass für die aktuelle Sitzung ist das Urteil des Bundesgerichtshofs aus dem Juli letzten Jahres, nach dem die PID nicht mehr verboten ist.
Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Genuntersuchungen vorgenommen werden, um schwere Schädigungen auszuschließen, die dem aus der befruchteten Eizelle bzw. aus dem Embryo möglicherweise entstehenden Kindes drohen würden.
Allerdings gibt es noch kein Gesetz, dass die Handhabung der Präimplantationsdiagnostik regelt. Der Bundestag will aber noch in diesem Frühling die Lage anpacken und ein solches Gesetz erlassen, oder zumindest den Prozess starten. Um die Gesetzesfindung zu unterstützen, hat der Deutsche Ethikrat ausländische Experten für Ethik und für Fortpflanzungsmedizin eingeladen. Sie sollen darüber berichten, wie das Thema PID bei ihnen gehandhabt wird.
Besonders interessant für die deutschen Gesetzgeber ist dabei natürlich, wie die PIF gesetzlich geregelt werden soll – soll man eine Liste mit Krankheiten anlegen, auf die geprüft werden darf? Soll jeder einzelne Fall individuell von einer Kommission geprüft werden?
Laut einem Bericht der Zeit scheinen aber die deutschen Politiker, und noch nicht einmal die Ethikräte, nicht allen Informationen aufgeschlossen gegenüberzustehen: ” Doch in der Bundesrepublik, diesen Eindruck mussten die drei Gäste aus Großbritannien, Frankreich und Belgien mit nach Hause nehmen, dient das ethische Nachdenken vor allem der Ethik selbst – nicht der Beratung der parlamentarischen Demokratie oder gar dem Menschen.”
Kein Wunder – vermutlich sind sie nicht wirklich von der Gefahr betroffen, sich Embryonen einpflanzen zu lassen, die zum Tod noch während der Schwangerschaft verurteilt sein.
Und “Ethikrat” bedeutet auch nicht “Rat des Mitgefühls und des gesunden Menschenverstands”.
Ab 2012 soll das Kinderschutzgesetz, das Bundesfamilienministerin Kristina Schröder Mitte Dezember in Berlin vorgestellt hat, in Kraft treten. Ein wichtiger Bestandteil des Gesetzes ist, dass vermehrt Familienhebammen eingesetzt werden sollen, die sich nicht nur um medizinische Aspekte kümmern, sondern auch die Beziehung der Eltern zum Kind beobachten sollen. Vollkommen unklar ist allerdings noch die Finanzierung dieses Heeres von Familienhebammen.
Hauptamtliche Mitarbeiter bei Einrichtungen der Jugendhilfe sollen in Zukunft erweiterte polizeiliche Führungszeugnisse vorlegen, damit keine wegen Sexualstraftaten verurteilten Mitarbeiter eingestellt werden.
Eine der weiteren Maßnahmen, die Kindesmisshandlungen vermeiden oder aufdecken soll: Ärzte und Psychologen sollen von ihrer Schweigepflicht entbunden werden, so dass sie sich bei Verdacht auf Kindesmisshandlung an das Jugendamt wenden können.
Es mangelt allerdings nicht an Kritik am geplanten Gesetz: Die FDP-Bundestagsfraktion weist darauf hin, dass die Jugendämter schon jetzt überlastet sind, weil sie zu wenig Personal haben. Die Linksfraktion hält den “Grundansatz” falsch, dass man Kinder nur durch verstärkte Kontrollen schützen will. Der Deutschen Kinderhilfe geht das Gesetz nicht weit genug, und auch der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte hat den Entwurf des neuen Kinderschutzgesetzes als “halbherzig” bezeichnet.
Sie fordern, dass Ärzte sich auch “bei vagem Verdacht auf Kindeswohlgefährdung” mit anderen Ärzten austauschen können. Nur so sei ein vager Verdacht zu entkräften oder zu erhärten, schreibt das Ärzteblatt.
Wir können nicht immer nachvollziehen, warum Kinder etwas in den Mund stecken. Manchmal ist es klar, beispielsweise bei hübschen farbigen Pillen oder bei bunten Flüssigkeiten in interessanten Flaschen. Davor kann man Kinder aber gut schützen, indem man gefährliche Substanzen so aufbewahrt, dass die Kleinen sie nicht erreichen können.
Schwieriger ist das bei Zimmerpflanzen, die wohl Kindern manchmal essbarer erscheinen als Erwachsenen. Es gibt viele Pflanzen, die Kindern und Haustieren gefährlich werden können, wenn sie Teile davon in den Mund nehmen oder sie verschlucken. Dazu gehört auch der Weihnachtsstern, der an Weihnachten als dekorative Zimmerpflanze sehr beliebt ist.
Auch wenn ihr selbst keine Weihnachtssterne habt, kommt ihr in der Weihnachtszeit bestimmt irgendwohin, wo sie weihnachtliche Stimmung verbreiten. Natürlich sollte euer Kind dann nichts davon essen, aber wenn es das doch tut, braucht ihr auch nicht sofort in Panik zu verfallen: Eine schlimme Vergiftung droht davon nicht; Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen oder Durchfall können aber vorkommen.
Wirklich giftig ist nämlich nur die Wildform des Weihnachtssterns, die bei uns verkauften Pflanzen sind davon aber weit entfernt. Wie das Gesundheitsportal Onmeda mit Verweis auf den Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte berichtet, sind die gezüchteten Pflanzen kaum giftig.
Der Saft der Pflanze kann aber allergische Reaktionen verursachen, also etwa einen Ausschlag, Heuschnupfen oder gar asthmaähnliche Symptome.
Was also ist zu tun, wenn dein Kind Teile vom Weihnachtsstern gegessen hat?
1. Mund ausspülen lassen
2. Hautstellen abwaschen, die mit dem Pflanzensaft in Berührung gekommen sind
3. Ein Arztbesuch ist nur bei sehr starken Reaktionen des Kindes nötig
Am Wochenende sind in der Uniklinik in Mainz, im Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin, zwei Säuglingen gestorben. Das Klinikum teilte mit, dass der Tod der Babys möglicherweise von einer Infusionslösung verursacht wurde, die eventuell mit Darmbakterien verunreinigt war.
Insgesamt wurden mit der verdächtigen Lösung elf Kinder behandelt. Die intravenöse Ernährung war bei ihnen nötig, weil sie entweder zu früh auf die Welt gekommen waren oder an schweren Erkrankungen litten. Die Babys waren und sind also alle besonders anfällig und verletzlich.
Der medizinische Vorstand der Klinik, Norbert Pfeiffer, teilte mit, dass auch bei fünf anderen Babys der Zustand kritisch sei. „Bei zwei von ihnen fürchten wir wirklich das Schlimmste“, wird Pfeiffer im Ärzteblatt zitiert.
Die Infusionslösung, von der als Todesursache ausgegangen wird, wurde im Klinikum für jedes Kind speziell zusammengestellt, aus verschiedenen Produkten unterschiedlicher Hersteller. Vermutlich wurden bei diesem Zusammenstellen die Lösungen mit Darmbakterien verunreinigt.
Nachdem die Verunreinigung festgestellt wurde, wurden die Infusionslösungen sofort entfernt und die Kinder mit Antibiotika behandelt. Für zwei von ihnen kam die Hilfe leider zu spät.
Darmbakterien kommen, wie der Name schon sagt, im Darm des Menschen vor. Dort sind sie vollkommen normal und harmlos. Geraten sie aber außerhalb des Darms in den Körper oder gar in die Blutbahn, können sie jedoch schwere Infekte auslösen und vor allem bei Säuglingen zu Hirnhautentzündungen und Sepsis führen.
Die deutschen Kommunen fordern mehr Befugnisse, damit sie Kinder besser vor häuslicher Gewalt schützen können. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund fordert laut einem Bericht im Ärzteblatt eine verbesserte Datenübermittlung zwischen den Behörden und für Ärzte eine Befreiung von der Schweigepflicht.
Die Zusammenarbeit den Behörden in verschiedenen Gemeinden und Städten kann ein wichtiges Instrument sein, damit sich betroffene Familien nicht einfach durch einen Umzug dem Jugendamt “entkommen” können. Wenn die Ämter besser zusammenarbeiten und die Daten effektiver weitergereicht und ausgetauscht werden können, kann eine bestimmte Familie auch bei Umzug, bei Arzt- oder bei Schulwechsel im Auge behalten werden.
Nachdem das Statistische Bundesamt erst vergangen Woche Zahlen veröffentlich hatte, nach denen 2009 über 30.000 Kinder und Jugendliche vom Jugendamt in Obhut genommen wurden, hat Familienministerin Kristina Schröder gesetzliche Änderungen gefordert, um Kinder besser zu schützen. Wie der Städte- und Gemeindebund ist auch Schröder dafür, die strenge ärztliche Schweigepflicht zu lockern. Das würde bedeuten, dass Ärzte in “begründeten Fällen” das Jugendamt informieren können, wenn sie in einer Familie Kindesmisshandlungen vermuten.
Eine 29-jährige Frau aus Mecklenburg-Vorpommern hat eine Klinik verklagt, weil die sich weigert, der Frau ihre befruchteten Eizellen zu geben. Das Krankenhaus ist drastisch im Unrecht, sollte man auf Anhieb meinen. So einfach scheint die Lage aber nicht zu sein.
Die besagten Eizellen wurden nämlich im März 2008 im Rahmen einer künstlichen Befruchtung mit dem Sperma des Ehemannes kombiniert und eingefroren. Der Mann ist aber in der Zwischenzeit bei einem Unfall ums Leben gekommen. Die Klinik weigerte sich die Eizellen herauszugeben, aus Angst gegen das Embryonenschutzgesetz zu verstoßen.
Das deutsche Embryonenschutzgesetz stammt von 1991 und besagt, dass Eizellen nicht mit dem Sperma eines Mannes befruchtet werden dürfen, und auch nicht mit dem Sperma eines Toten. Wer an so einer Befruchtung mitwirkt oder einer Frau einen so entstandenen Embryo einsetzt, macht sich strafbar.
Bestimmt kann es einem seltsam vorkommen, wenn eine Witwe ein Kind von ihrem toten Mann austragen will. Dass sich die beiden für eine künstliche Befruchtung entschieden hatten, zeigt aber ganz deutlich dass BEIDE ein Kind wollten, und es sich vielleicht schon seit vielen Jahren wünschten. Eventuell sehnt sich die Frau auch danach, wenigstens ein Stückchen ihres Mannes weiterleben zu sehen. Auch das ist verständlich.
Man kann auch geteilter Meinung darüber sein, ob das ESG hier überhaupt greift: Immerhin war der Mann bei der Befruchtung noch am Leben, und zugestimmt hat er der Befruchtung auch.
Das Landesgericht Neubrandenburg jedenfalls hat heute in der ersten Verhandlung beschlossen, dass die Befruchtung noch nicht vollzogen war, das Krankenhaus die Eizellen der Frau also nicht herausgeben darf.
So manch einer überlegt sich heutzutage gut, ob er ein Kind in diese Welt setzt oder nicht. Oft ist die finanzielle Lage eines Paares ein großer Punkt auf der Liste des Pro oder Contras.
Die Geburtenrate in Deutschland liegt im Durchschnitt bei etwa 1,37 Kindern pro Paar. Ganz schön mager wenn man sich die Geburtenrate der USA betrachtet, die ungefähr bei 2,1 Kindern pro Paar liegt.
Diese Zahl wird wohl in diesem Jahr noch getopt werden, denn kürzlich hat eine Mutter in den USA Achtlinge auf die Welt gebracht und das, obwohl sie bereits Mutter von 6 Kindern ist. Auch die Vornamen der Achtlinge stehen bereits fest.
Von der Gesellschaft zum größten Teil sehr verpönt, bittet die frisch gebackene Mutter, die noch zu Hause bei den Eltern wohnt und arbeitslos ist, nun auf Ihrer eigenen Webseite um finanzielle Unterstützung. So manch einer fragt sich da: Wie konnte diese Frau 8 Kinder in die Welt setzen, wenn es ihre finanzielle Lage gar nicht zulässt? Ist die Liebe zu den Kindern wichtiger als deren Ernährung? Kann man denn überhaupt von ausreichender Fürsorge sprechen, wenn die Mutter jeweils eine halbe Stunde für ein Kind Zeit hat, bevor Sie das erste wieder füttern muss? Und mal abgesehen vom füttern? Wer soll das Baby wickeln, ihm eine Babymassage geben oder es beschäftigen? Sollte man der Mutter der Achtlinge dafür Respekt zeigen oder das Ganze als verantwortungslos abstempeln?
Weihnachten ist gerade mal drei Monate vorbei, da geht es schon wieder los mit den Feiertagen. Ostern steht vor der Tür und alle freuen sich auf ein paar Tage Ruhe und Entspannung. Dank der angrenzenden Feiertage zum Wochenende machen sich viele Familien auf, um Verwandte in anderen Gebieten der BRD zu besuchen. Dementsprechend voll gestopft sind auch die Autobahnen und die Radiomoderatoren müssen die Verkehrsmeldungen etwas in die Länge ziehen, weil Sie mit den Staumeldungen kaum noch hinterherkommen.
Aber nicht nur auf den Straßen wird es stressig. Auch zu Hause tobt der Bär. Die Familien, die über Ostern zu Hause bleiben, mit den Kindern Kinderlieder zu Ostern singen oder sich mit basteln die Zeit vertreiben und höchstens mal raus gehen, um den Pflichtbesuch bei Oma abzustatten, bekommen die Trubel von Ihren Kindern meist schon Wochen vorher zu spüren. Schon ganz früh werden Wunschzettel an den Osterhasen geschrieben, damit die meist eher spärlichen Wünsche zum Osterfest auch wirklich erfüllt werden. Sie glauben nicht an den Osterhasen? Den gibt es aber tatsächlich. In einer kleinen Stadt in der Ostereistedt in der Nähe von Bremen haben sich einige ehemalige Postbeamte, denen der Beruf wohl stets Spaß gemacht haben zu scheint, dazu bereit erklärt, süße, von kleinen Kindern geschriebene Wunschzettel an den Osterhasen entgegen zu nehmen und diese zu beantworten. Als Sie damals vor einigen Jahren damit anfingen, waren die Zusendung eher spärlich, aber heute ist es Ihnen nicht mehr möglich diese ganzen Anfragen selbst zu beantworten. Im letzten Jahren waren es rund 31.000 Wunschzettel, die voll waren mit Herzenswünschen von Kindern aus der ganzen Welt. Hier die Adresse:
Hanni Hase
Am Waldrand 12
27404 Ostereistedt
Die ganze Aktion ist ehrenamtlich! Schön, dass es noch Menschen mit soviel Herz gibt.
Ja, bei dem ganzen Trubel um Ostern stellt man sich doch des Öfteren mal die Frage: Was hat denn ein Hase eigentlich mit Ostern zu tun und der biblischen Geschichte die dahinter steckt zu tun? Ganz ehrlich? Ich habe wirklich viel recherchiert, aber ich kann diese Frage leider nicht beantworten. Und anscheinend tappt da auch das WWW völlig im Dunkeln. Die Vermutungen, die in unserem weltlichen Netzwerk aufgestellt werden, sind alle eher schwammig. Dort stellt man sich die Frage: “Sind etwa 4-jaehrige Kinder Schuld am Osterhasen?”. Auch mit der Frühlingsgöttin Ostara wird der Osterhase in Verbindung gesetzt und um ganz vom Thema abzuweichen wird auch noch der Mond dafür verantwortlich gemacht! Naja, Spekulationen eben.
Fakt ist, dass wir eben Ostern feiern. Ob nun wegen der heiligen Göttin Ostara, Jesus, dem Mond wegen oder einfach nur, um ein paar nette Feiertage ohne Arbeit, Stress und Alltag zu haben und die Zeit mit der Familie zu genießen.
An dieser Stelle wünsche ich Frohe Ostern und viel Spaß bei der Ostereiersuche. Und denjenigen, die es doch nicht lassen können, über Ostern wegzufahren eine gute Fahrt ohne nervige andere Autofahrer und kilometerlangen Stau.
Die Konjunktur boomt. Die Arbeitslosigkeit geht zurück. Und die Kinderarmut erreicht neuen Höchsttand. Vor knapp drei Jahren wurde in Deutschland die finanzielle Unterstützung Hartz IV eingeführt. Seit dieser Einführung hat sich die Anzahl der Jungen und Mädchen, die auf Sozialhilfe angewiesen sind, verdoppelt. Heute sind es rund 2,5 Millionen. Eine erschreckende Zahl. Schon bei der Einschulung ist jedes dritte Kind therapiebedürftig!
Wo es vor rund 40 Jahren nur jedes 75. Kind unter sieben Jahre war, das auf Sozialhilfe angewiesen war, ist es heute jedes 6. Kind. Noch viel erschreckender!
Was geht in diesem Land nur vor? Zwar wurde Anfang dieses Jahres das Elterngeld eingeführt, das Müttern und Vätern eine finanzielle Stütze sein soll. Allerdings wird dieses nur höchstens 14 Monate lang gezahlt und nicht wie das vorher gezahlte Erziehungsgeld über 2 Jahre. Doch was geschieht danach?
Die Lebensmittelpreise steigen stetig, doch die Löhne sind gleich geblieben. Gerade für Kinder ist zum Beispiel Milch ein wichtiger Calcium-Lieferant, der die Knochen stärkt und das Osteoporose-Risiko senkt. Man sollte pro Tag 1000 – 1500 mg Calcium zu sich nehmen. Erfrischungsgetränke erhält man heutzutage für 40 Cent pro 1,5-Liter-Flasche, wo man bei Milch jedoch noch etwas drauf legen muss, um gerade mal 1 Liter zu bekommen. Ärmere Familie greifen da vielleicht eher mal zum billigeren Getränk, das keineswegs zur Gesundheit Ihrer Kinder beiträgt, sie sogar eher noch durch den Hohen Zuckergehalt verschlechtert. Durch die schlechte Ernährung werden Kinder schneller krank. Vom Sozialleben werden Sie abgeschnitten und versagen oftmals in der Schule. Da kann nur noch ein bedingungsloses Grundeinkommen gegen die Kinderarmut helfen.
Da klopfen sich die Herrn und Frauen der Politik gegenseitig auf die Schultern und der Aufschwung, den wir natürlich nur ihresgleichen zu verdanken haben, wird festlich gefeiert, und auf der anderen Seite können sich die Kinder von Hartz IV-Empfängern noch nicht mal mehr das Essen in der Schule leisten.
Irgendwas geht hier gewaltig schief und es macht mich sauer, dass die armen Kinder, die am wenigsten dafür können, dass ihre Eltern keine Arbeit finden, zu faul sind sich Arbeit zu suchen oder keine gute Ausbildung genossen haben, am meisten darunter leiden und sehr wenig dagegen getan wird.
Draußen wird es so langsam kälter, morgens sind teilweise schon die Scheiben gefroren und man hört schonmal ab und zu in den Nachrichten von Schneefall und Glätte auf den Straßen. Gerade heute morgen, als es so stürmig war und eine Unmenge an Blättern von den Bäumen gefallen sind, ist mir mal wieder bewusst geworden, wie schnell die Zeit vorbei geht. Halloween ist auch schon wieder Geschichte - zumindest bis zum nächsten Jahr - und Weihnachten ist auch nicht mehr weit. Doch es gibt auch noch ein anderes Fest, das bald ansteht. Sankt Martin. Am 11.11. zum Auftakt der Fastnachtszeit schwirren in jeder Stadt und in jedem Dorf wieder zahlreiche Kinder mit Ihren Laternen umher. Ein toller Anblick. Sankt Martin gehört schon immer zu einer meiner Highlight-Feste in im Jahr. Ich selbst bin in einem nicht ganz so kleinen Dorf mit ca. 10.000 Einwohnern groß geworden, in dem bis heute der Brauch eines großen Feuers am Altrhein geführt wird. Sobald es dunkel ist pilgern Kinder mit Ihren Familien an den Altrhein und wollen sich das Spektakel aus der Nähe ansehen. Während das Feuer brennt, vergnügen sich die Kinder miteinander und essen genüsslich Ihre Brezeln, während die Eltern sich an den frischen Glühwein ranmachen und gemütlich plaudern. Aus Tradition wird in der nahegelegenen Kirche vorher ein Gottesdienst gehalten, in dem auch die Martingeschichte aufgeführt wird. Ich selbst bin eigentlich nicht gläubig und auch kein großer Kirchgänger, doch an Sankt Martin geht man gerne Mal zu dem Ort zurück, an dem man als Winzling den Martinstag erlebt hat und genießt einfach die Atmosphäre.
Um sich mit seinen Kindern schonmal auf diesen besonderen Tag vorzubereiten, hab ich im World Wide Web ein nettes Sankt Martin Fingerspiel entdeckt. Kinder finden Fingerspiele, wie auch Kinderlieder, immer toll und man selbst freut sich doch auch, seinem Kind mal wieder etwas neues zu zeigen, das man vielleicht in der Zeit vor Sankt Martin auch gern als kleines Ritual beim Zubettgehen einsetzen kann, wenn das Kind nicht schlafen will.
Trotz der Tatsache, dass ich erwachsen bin und keine Kinder habe, werde ich mich auch diese Jahr wieder zum Feuer an den Altrhein begeben und mir das große Feuer und die lachenden und staunenden Kinder von Nahem ansehen, wenn es wieder heisst: Ich geh mit meiner Laterne, und meine Laterne mit mir!…
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