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Baby-Zeit Blog

13. Dezember 2010

Was zu tun ist, wenn dein Kind am Weihnachtsstern knabbert

Abgelegt unter: Allgemein, Aktuell — Alexandra @ 10:12

Wir können nicht immer nachvollziehen, warum Kinder etwas in den Mund stecken. Manchmal ist es klar, beispielsweise bei hübschen farbigen Pillen oder bei bunten Flüssigkeiten in interessanten Flaschen. Davor kann man  Kinder aber gut schützen, indem man gefährliche Substanzen so aufbewahrt, dass die Kleinen sie nicht erreichen können.

Schwieriger ist das bei Zimmerpflanzen, die wohl Kindern manchmal essbarer erscheinen als Erwachsenen. Es gibt viele Pflanzen, die Kindern und Haustieren gefährlich werden können, wenn sie Teile davon in den Mund nehmen oder sie verschlucken. Dazu gehört auch der Weihnachtsstern, der an Weihnachten als dekorative Zimmerpflanze sehr beliebt ist.

Auch wenn ihr selbst keine Weihnachtssterne habt, kommt ihr in der Weihnachtszeit bestimmt irgendwohin, wo sie weihnachtliche Stimmung verbreiten. Natürlich sollte euer Kind dann nichts davon essen, aber wenn es das doch tut, braucht ihr auch nicht sofort in Panik zu verfallen: Eine schlimme Vergiftung droht davon nicht; Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen oder Durchfall können aber vorkommen.

Wirklich giftig ist nämlich nur die Wildform des Weihnachtssterns, die bei uns verkauften Pflanzen sind davon aber weit entfernt. Wie das Gesundheitsportal Onmeda mit Verweis auf den Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte berichtet, sind die gezüchteten Pflanzen kaum giftig.

Der Saft der Pflanze kann aber allergische Reaktionen verursachen, also etwa einen Ausschlag, Heuschnupfen oder gar asthmaähnliche Symptome.

Was also ist zu tun, wenn dein Kind Teile vom Weihnachtsstern gegessen hat?

1.    Mund ausspülen lassen
2.    Hautstellen abwaschen, die mit dem Pflanzensaft in Berührung gekommen sind
3.    Ein Arztbesuch ist nur bei sehr starken Reaktionen des Kindes nötig

29. November 2010

Weihnachtsverderber: Schadstoffe in Spielzeug

Abgelegt unter: Allgemein, Gesundheit — Alexandra @ 13:13

Weihnachtszeit, Shoppingzeit. In der Vorweihnachtszeit blüht für den gesamten Einzelhandel das Geschäft, und dabei vor allem auch für die Spielzeugläden. Die Freude der Kunden an Puppen, Plüschtieren, Spielwaren und Kinderbekleidung dürfte jedoch wieder einmal gedämpft sein.

Die Zeitschrift Öko-Test hat, schon fast traditionell, rechtzeitig vor Weihnachten getestet, wie genau sich Spielzeughersteller an die Vorschriften halten, die Grenzwerte für die Schadstoffbelastung ihrer Produkte festlegen. Und auch dieses Jahr war das Ergebnis ernüchternd: Viele der Spielzeuge “gehören schlichtweg in die Tonne und nicht in Kinderhände”, so Öko-Test.

Nur wenige der gestesten Spielzeuge sind absolut ohne bedenkliche Schadstoffe, die teilweise nachgewiesenermaßen Krebs erregen, im Verdacht stehen das Erbgut zu gefährden oder wie Hormone auf den Körper wirken.

Zwar fiel im Vergleich zu den Vorjahren die Schadstoffbelastung oft geringer aus, aber ganz ohne die beunruhigenden Zutaten wollen wohl nur wenige Hersteller produzieren. Die Einzelfälle, bei denen Öko-Test nichts zu beanstanden hatten, beweisen aber, dass es wirklich ohne Phtalate, PKA (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) und Co. geht.

Weitere Kritikpunkte waren auch dieses Jahr wieder, dass sich bei manchen Spielzeugen verschluckbare Kleinteile lösten, dass auch bei Produkten aus chinesischer Produktion durch Etiketten wie “Designed in Germany” und “Gütesiegel” ohne Aussagekraft Qualität und Produktsicherheit vorgetäuscht werden.

Auch dieses Jahr gilt also wieder: Augen auf beim Spielzeugkauf. Das bedeutet natürlich auch, dass man wahrscheinlich tiefer in die Tasche greifen muss, um Spielwaren zu erstehen, die in Deutschland oder zumindest Europa hergestellt werden und den aktuellen Vorschriften genügen.

27. September 2010

Neue Initiative: “Familienbewusste Arbeitszeiten”

Abgelegt unter: Allgemein, Familie — Bianca @ 13:27

Es ist bekannt, dass bei vielen berufstätigen Eltern der Wunsch nach mehr Zeit für die Familie bzw. die Vereinbarkeit von Familie und Beruf an erster Stelle steht. Schon länger wurde darüber diskutiert, wie dieser Wunsch in die Arbeitswelt integriert werden und man gleichzeitig Väter darin bestärken kann, in Elternzeit zu gehen.

Vor kurzem hat das Bundesministerium in einer Pressemitteilung den Versuch zu solch einer Regelung vorgestellt. Das Ganze nennt sich “Initiative Familienbewusste Arbeitszeiten” und soll ab November starten. Ziel des Projektes soll es sein, die Arbeitszeiten in Deutschland so zu gestalten, dass berufstätige Menschen Arbeitsplatz und Familie besser miteinander in Einklang bringen können. Im Klartext heißt das flexiblere Arbeitszeitmodelle, also beispielsweise mehr Teilzeit-Arbeitsstellen mit einer vollzeitnahen Wochenarbeitszeit von 30-35 Stunden.

Die Initiative “Familienbewusste Arbeitszeiten” des Bundesministeriums soll sowohl Erwerbstätigen als auch Arbeitgebern unter die Arme greifen. Laut Staatsekretär Dr. Kues seien Unternehmen in Zeiten eines Fachkräftemangels darauf angewiesen, sich kompetenten und erfahrenen Arbeitskräften gegenüber als familienfreundlicher und damit attraktiver zu zeigen.

Das ist die Theorie. Ob die Initiative “Familienfreundliche Arbeitszeiten” jedoch wirklich Erfolg haben wird, halten viele für fraglich. Mit recht? Menschen, die zwar Leistung an ihrem Arbeitsplatz bringen wollen, dabei aber trotzdem für ihre Familie zuhause da sein wollen, werden noch immer von vielen Unternehmen belächelt.

In Wirklichkeit sieht es doch so aus: Die meisten Firmen verlangen von ihren Arbeitskräften Motivation und Flexibilität. Für Mütter oder Väter, die sich mehr um ihre Familie kümmern wollen, ist auf dem hart umkämpften Arbeitsmarkt keinen Platz. Da stellt sich doch die Frage: Ist die Initiative des Bundesministeriums von vornherein zum Scheitern verurteilt?

20. September 2010

Schützen Eltern ihre Kinder richtig?

Abgelegt unter: Allgemein — Bianca @ 12:52

Selbstschutz ist eines der urmenschlichsten Gefühle, zugleich scheinen wir jedoch wenig begabt darin zu sein. Auf der einen Seite achten wir akribisch genau auf eine gesunde Ernährung – von “Veggie” bis “Diet” (Diät), am besten aber ohne Zucker – treiben Sport, machen Entspannungskurse. Auf der anderen Seite fahren wir mit dem Handy am Ohr Auto oder gehen bei Rot über die Ampel, weil wir es eilig haben.

Wenn es einmal nicht um uns selbst, sondern um den eigenen Nachwuchs geht, scheinen wir mehr denn je zu Sicherheits-Fanatikern zu mutieren. Unsere Erfahrung, Ängste und die Medien lehren uns: Unsere Kinder sind nirgends sicher! Die Gefahr lauert praktisch überall! Und wenn man nicht aufpasst, überfällt sie den kleinen Liebling sogar noch vor der Haustür.

Niemand will, dass seinem Kind etwas geschieht. Deshalb versuchen Mütter und Väter fieberhaft, ihre Kleinen vor jedweden Gefahren zu schützen – auch vor solchen, die gar keine sind. Wir haben Angst, unsere Kinder allein zur Schule zu schicken –  sie könnten ja entführt werden. Selbst wenn die Schützlinge im Klassenzimmer sitzen, sind wir nicht beruhigt, denn es könnte ja ein Amokläufer unter den potenziellen Schulkameraden sein.

Die Medien sagen uns vor, wovor wir uns zu fürchten haben und wie wir am besten unseren Kinderschutz betreiben. Das Problem dabei ist, dass viele Eltern sich auf die falschen Bedrohungen fokussieren und dabei den Blick für die wahren Gefahren des Alltags verlieren.

Die meisten Kinderverletzungen lassen sich bei Autounfällen verzeichnen, etwa, weil der Kindersitz ungeeignet oder der Fahrer unachtsam war. Immer wieder ertrinken kleine Mädchen und Jungen, weil sie unbeaufsichtigt waren – oft sogar im eigenen Garten! Bei Babys können schon Kleinteile, Chemikalien und offene Steckdosen gefährlich sein.

Wer seinen Nachwuchs wirklich schützen will, sollte sich nicht zu sehr von der allgemeinen Panikmache einnehmen lassen. Natürlich ist auch eine Gefahr aus der Ferne ernst zunehmen, wichtiger ist es allerdings, den Kindern ein sicheres und geschütztes Umfeld zu schaffen. Kindersicherheit fängt  Zuhause an!

16. August 2010

Neue Sorgerecht-Hoffnung für Väter

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 07:42

Anfang August traf das Bundesverfassungsgericht eine nicht ganz unerwartete Entscheidung: Ab sofort muss gerichtlich geprüft werden, ob ein Vater das gemeinsame Sorgerecht für sein uneheliches Kind erhält. Bisher war ein jeder solcher Vorstoß des Vaters unmöglich, wenn die Mutter dagegen war. Nur die ausdrückliche Einwilligung der Mutter ermöglichte ein gemeinsames Sorgerecht.

Diese automatische Bevorzugung der Mutter verletzt laut des Bundesverfassungsgerichts das im Grundgesetz geschützte Elternrecht der Väter. Warum sollten Mütter auch automatisch mehr Recht auf ihre Kinder haben als die Väter?

Das Urteil wurde mehr als unterschiedlich begeistert aufgenommen. Justizministerin Leutheuser-Schnarrenberger beispielsweise freut sich über das Urteil, sie sieht sich in ihrem Bestreben bestärkt, die Rechte der Väter nicht-ehelicher Kinder deutlich zu verbessern: “Das Urteil bestärkt mich in meinen Überlegungen, die Rechte der Väter nichtehelicher Kinder deutlich zu verbessern. Ich will eine Reform, die den betroffenen Vätern Wege aufzeigt, wie sie auch ohne vorherige gerichtliche Entscheidung ihr Sorgerecht ausüben können.”

Die Vorsitzende des Verbands alleinerziehender Mütter, Edith Schwab, ist weniger begeistert. Sie hält es für falsch, Mütter vor Gericht zu zwingen, wenn sie mit dem gemeinsamen Sorgerecht nicht einverstanden seien. Das Urteil und vor allem die Pläne Leutheuser-Schnarrenbergers gingen an der Lebenswirklichkeit vieler Mütter vorbei, beispielsweise wenn das Kind aus einer flüchtigen Beziehung entstanden sei, die schon vor der Geburt wieder beendet wurde.

Wie genau eine gesetzliche Neuregelung aussehen wird, steht noch nicht fest. Entweder die Eltern erhalten automatisch das gemeinsame Sorgerecht und müssen eventuelle Widersprüche vor Gericht durchsetzen, oder der Vater hat das Recht, seinen Anspruch auf das gemeinsame Sorgerecht zumindest von einem Gericht prüfen zu lassen.

Wie man selbst zu dem Urteil steht, ist wahrscheinlich eine höchst persönliche Sache und davon abhängig, ob man selbst ledige Mutter oder lediger Vater ist, und wie das Verhältnis zum Partner bzw. dem anderen Elternteil ist. Eine pauschale Entscheidung, wie es “richtig” wäre, wird man kaum treffen können.

2. August 2010

Gute Tipps für sehr junge Eltern

Abgelegt unter: Allgemein, Schwangerschaft — Alexandra @ 09:03

Jedes Jahr werden in Deutschland um die 180.000 junge Frauen unter zwanzig Jahren schwanger, meist von einem ähnlich jungen Partner. Natürlich haben diese jungen Eltern viele Fragen rund um Schwangerschaft, und später um den Elternalltag. Um speziell solchen jungen oder sogar minderjährigen Eltern entgegenzukommen, gibt es von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) das Internetportal Schwanger unter 20.

Das Informationsangebot wurde jetzt aufgestockt, und zwar um die zwei Themenschwerpunkte “Erste Zeit mit Kind” und “Elternalltag“. Darin werden Themen angesprochen, die zwar alle Eltern interessieren, die sehr jungen Eltern aber besonders belasten und vielleicht überfordern können. Das reicht von Informationen über die Vorsorgeuntersuchungen und grundlegende Babypflege bis hin zu Fragen der finanziellen und anderweitigen Unterstützung, etwa durch das Jugendamt.

Erfahrungsberichte erzählen vom Elternalltag, also etwa davon, wie sich die Beziehung zu den eigenen Eltern gestalten kann – die oft noch das Erziehungsrecht über die jungen Eltern haben. Konflikte sind da vorprogrammiert.

Zudem sind minderjährige Eltern noch nicht voll geschäftsfähig, dürfen also nicht selbstständig Verträge abschließen. Deswegen erhalten minderjährige Mütter einen gesetzlichen Amtsvormund, der ihr bei allen Angelegenheiten, die sie selbst noch nicht entscheiden darf, zur Seite steht. “Vormund” heißt hier aber nicht, dass die Entscheidungen von ihm getroffen werden. Auch über diese Amtsvormundschaft und die möglichen Alternativen informiert die BZgA auf ihrer Internetseite.

Die Ratschläge erstrecken sich auch auf das Gebiet der Partnerschaft, denn gerade eine ganz junge Beziehung wird durch Schwangerschaft und Geburt oft sehr belastet. Auf der Seite der BZgA finden junge Eltern auch hierzu viele Tipps.

30. Juni 2010

Köhler will mehr männliche Erzieher

Abgelegt unter: Allgemein, Erziehung — Alexandra @ 09:54

Vergangene Woche besuchte Kristina Köhler, die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend eine Kindertagesstätte in Brandenburg. “Wir brauchen mehr Männer als Erzieher”, forderte Köhler bei diesem Besuch. Die Ministerin betonte die wichtige Rolle, die die Anwesenheit von Männern bei der frühkindlichen Bildung spielt.

In Brandenburg rennt Köhler mit dieser Forderung natürlich offene Türen ein. Das Bundesland hat in einem Projekt  Männer zu Erziehern ausgebildet, die vorher ganz andere Berufe hatten. Köhler sieht die Erzieherlaufbahn als geeignet, Männern neue Perspektiven im Arbeitsmarkt zu eröffnen.

Gleichzeitig ist es für die Kinder wichtig, Männer in einer solchen Rolle zu sehen: “Gleichstellungspolitisch spielt die Präsenz von Männern in der frühkindlichen Bildung eine entscheidende Rolle. Zum einen im Hinblick auf Rollenzuweisungen: Wenn Mädchen und Jungen am Beispiel enger Bezugspersonen sehen, dass beide Geschlechter in der Erziehung ebenso gleichberechtigt vertreten sind wie in anderen Berufen, nehmen sie Rollen als wählbar wahr und weniger als vorgegeben.”, so Köhler.

Die Wirkung auf die Kinder lässt sich wahrscheinlich erst in einigen Jahren erkennen, für die Männer, die an diesem bisher einzigartigen Projekt teilgenommen haben, ist die Wirkung bisher positiv zu nennen: Alle davon haben nach der zweijährigen Ausbildung einen Arbeitsplatz gefunden.

Dabei darf aber nicht vergessen werden, dass männliche Erzieher in Kindergärten oder Kitas oft auch mit Vorurteilen zu kämpfen haben. In vielen Blogs im Internet ist beispielsweise zu lesen, dass Eltern auf einen Erzieher misstrauisch reagieren und ihnen mehr oder weniger unverblümt pädophile Neigungen unterstellen.

Dies könnte einer der Gründe sein, der Männern auf Dauer die Tätigkeit als Erzieher madig macht, sogar wenn sie das geringe Ansehen und die schlechte Bezahlung auf sich nehmen. Das wäre schade, denn so könnten Kinder eine männliche Bezugsperson in ihrem Leben haben, die ihnen sonst vielleicht fehlt, und gleichzeitig sehen, dass die Geschlechter in ihrer Berufswahl nicht festzementiert sind.

24. Juni 2010

Weniger Kliniken für Frühchen

Abgelegt unter: Allgemein, Geburt — Alexandra @ 10:28

Die Überlebenschancen von frühgeborenen Babys sind in den letzten Jahren gestiegen. Das liegt daran, dass die Möglichkeiten der Medizintechnik und der Pflege immer besser und ausgefeilter wurden.

Frühgeborene Babys haben heute also eine bessere Chance als noch vor fünf oder gar zehn Jahren. Für extreme Frühchen ist die Gefahr aber immer noch groß. Als “extreme Frühchen” gelten Babys, die mit einem Gewicht von weniger als 1.250 Gramm zur Welt kommen. Sie werden am besten in Krankenhäusern betreut, die auf solche Fälle eingerichtet sind; das bedeutet, dass sie entsprechend geschultes Personal und auch die richtigen medizinischen Geräte dafür haben.

Schon lange sind die “Mindestmengen” in der Diskussion, anhand derer Krankenhäuser als Zentren für die Versorgung solch gefährdeter Babys eingeordnet werden sollen. Nun gelten ab 11. Januar 2011 endlich neue Regeln. Ab diesem Termin dürfen extreme Frühchen nur noch in Kliniken versorgt werden, die ausreichend Erfahrung vorweisen können. Belegt wird diese Erfahrung dadurch, dass die Einrichtungen nachweislich mindestens 30 extreme Frühchen pro Jahr betreuen.

Die vorherige Mindestmenge lag bei 14 Frühchen pro Jahr. Der Gemeinsame Bundesausschuss hat diese Zahl nun heraufgesetzt, um den extremen Frühchen eine bessere Versorgung garantieren zu können. Gleichzeitig entfiel aber auch die Mindestmenge für Frühgeburten mit einem Gewicht zwischen 1.250 und 1.500 Gramm. Auch für sie lag die Menge vorher bei 14 Frühgeburten pro Jahr und Klinik; nun gibt es dafür gar keine.

Das bedeutet, dass mehr Kliniken weniger dramatische Fälle betreuen können, extreme Frühchen aber nur noch in weniger Kliniken “richtig” versorgt werden können und düfen. Das bedeutet für die Eltern in solchen Fällen längere Anfahrtswege, und genau das hat dem Bundesausschuss auch die Entscheidung dafür auch so schwer gemacht. Am Ende hat aber die fachliche Qualifikation den Ausschlag gegeben, und damit auch das Wohlergehen der extremen Frühchen, meint ein Sprecher des Gemeinsamen Bundesausschusses.

20. April 2010

Atemaussetzer bei Kindern

Abgelegt unter: Allgemein — Alexandra @ 13:48

Babys hören im Schlaf öfter mal zu atmen auf, besser gesagt, ihr Atem setzt gelegentlich aus. Es kommt also zu einem Atemstillstand, medizinisch Apnoe genannt, der bis zu 15 Sekunden anhalten kann. Manche Babys schlafen weiter, einige wachen auf, weiteratmen tun aber definitiv die meisten. Ab etwa sechs Monaten hat sich der Organismus des Kindes so reguliert, dass das Atmen ganz automatisch funktioniert – das  Kind hat das Atmen “gelernt”. Oft wird davon ausgegangen, dass der Plötzliche Kindstod daher rührt, dass das Baby aus irgendwelchen Gründen eben nicht wieder weiteratmet.
Auch Erwachsene haben Atemstillstände in der Nacht. Das geht in der Regel mit Schnarchen einher, vor allem aber mit großer Müdigkeit am Tag, weil der Nachtschlaf nicht erholsam war.

Kinder können ebenfalls an dieser Schlafapnoe leiden. In Deutschland sollen bis zu zwei Prozent aller Kinder von der “obstruktiven Schlafapnoe” (OSA) betroffen sein, wie die Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie meint.

OSA bedeutet, dass die oberen Atemwege verengt sind, was dazu führt, dass die Kinder Schnarchen und unruhiger schlafen. Wenn dann der Atem aussetzt, wird die Weckreaktion des Gehirns ausgelöst – das Kind wacht auf. An das kurze Aufwachen erinnern sich die Kinder am nächsten Tag zwar nicht mehr, aber trotzdem wird der Schlaf unterbrochen.

Im Gegensatz zu Erwachsenen sind die Kinder dann aber nicht besonders müde. Die Schlafapnoe äußert sich bei ihnen durch Unruhe, Wachstumsstörungen, Lungenerkrankungen oder Schwierigkeiten in der Schule.

Eltern sollten ihre Kinder gelegentlich beim Schlafen beobachten. Schon zwei Atemaussetzer pro Stunde sollten Anlass geben, mit dem Kind zum Arzt zu gehen und es rechtzeitig behandeln zu lassen.

22. Februar 2010

Nach 18 Fehlgeburten endlich Mutter

Abgelegt unter: Allgemein, Schwangerschaft — Alexandra @ 15:13

In England ist eine Frau nach einer 13 Jahre dauernden Leidensgeschichte endlich Mutter ihres ersehnten Wunschkindes geworden. Die 33-Jährige und ihr Partner sind seit einem knappen Vierteljahr Eltern einer kleinen Tochter.

Vor der Geburt des Mädchens hatte Angie Baker 18 Fehlgeburten erlitten. Der BBC gegenüber sagte die glückliche Mutter nun laut web.de über ihre Tochter: “Sie ist mein kleines Wunder. Ich kann meine Gefühle nicht beschreiben. Sie ist in jeder Hinsicht perfekt”.

Schon bei ihrer ersten Schwangerschaft im Alter von 20 Jahren hatte Angie eine Fehlgeburt erlitten, und genauso erging es ihr mit den folgenden Schwangerschaften. Immer verlor sie nach fünf bis acht Wochen das Baby, das sie sich doch so sehr wünschte.

Auch für den Arzt, den sie deswegen aufsuchte, ist so eine lange Reihe von Fehlgeburten nicht normal. Bei Untersuchungen stellte sich heraus, das Angie besonders viele so genannte “natürliche Killerzellen” (NK) im Blut hatte. Er verordnete Angie Baker deswegen Steroide, die sie vor der Zeugung zwei Wochen lang einnahm.

Der genaue Zusammenhang zwischen einem erhöhten NK-Spiegel und Fehlgeburten ist noch unbekannt, aber im Allgemeinen wird davon ausgegangen, dass ein hoher NK-Wert das Risiko für eine Fehlgeburt steigert. Ein normaler NK-Wert liegt bei etwa drei Prozent, als riskant für die Schwangerschaft gilt ein Wert von etwa 15 Prozent.

Die natürlichen Killerzellen sind ein wichtiger Bestandteil des Immunsystems. Um sie zu unterdrücken, können verschiedene Medikamente verabreicht werden. So soll die Schwangerschaft geschützt und einer Fehlgeburt vorgebeugt werden. Viele Ärzte halten die Behandlung aber für mindestens zweifelhaft, weil ein hoher NK-Spiegel im Blut nicht unbedingt auch einen hohen NK-Spiegel in der Gebärmutter bedeutet und zudem der Zusammenhang zwischen Killerzellen und Fehlgeburten nicht wirklich bekannt ist.

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