Die Überlebenschancen von frühgeborenen Babys sind in den letzten Jahren gestiegen. Das liegt daran, dass die Möglichkeiten der Medizintechnik und der Pflege immer besser und ausgefeilter wurden.
Frühgeborene Babys haben heute also eine bessere Chance als noch vor fünf oder gar zehn Jahren. Für extreme Frühchen ist die Gefahr aber immer noch groß. Als “extreme Frühchen” gelten Babys, die mit einem Gewicht von weniger als 1.250 Gramm zur Welt kommen. Sie werden am besten in Krankenhäusern betreut, die auf solche Fälle eingerichtet sind; das bedeutet, dass sie entsprechend geschultes Personal und auch die richtigen medizinischen Geräte dafür haben.
Schon lange sind die “Mindestmengen” in der Diskussion, anhand derer Krankenhäuser als Zentren für die Versorgung solch gefährdeter Babys eingeordnet werden sollen. Nun gelten ab 11. Januar 2011 endlich neue Regeln. Ab diesem Termin dürfen extreme Frühchen nur noch in Kliniken versorgt werden, die ausreichend Erfahrung vorweisen können. Belegt wird diese Erfahrung dadurch, dass die Einrichtungen nachweislich mindestens 30 extreme Frühchen pro Jahr betreuen.
Die vorherige Mindestmenge lag bei 14 Frühchen pro Jahr. Der Gemeinsame Bundesausschuss hat diese Zahl nun heraufgesetzt, um den extremen Frühchen eine bessere Versorgung garantieren zu können. Gleichzeitig entfiel aber auch die Mindestmenge für Frühgeburten mit einem Gewicht zwischen 1.250 und 1.500 Gramm. Auch für sie lag die Menge vorher bei 14 Frühgeburten pro Jahr und Klinik; nun gibt es dafür gar keine.
Das bedeutet, dass mehr Kliniken weniger dramatische Fälle betreuen können, extreme Frühchen aber nur noch in weniger Kliniken “richtig” versorgt werden können und düfen. Das bedeutet für die Eltern in solchen Fällen längere Anfahrtswege, und genau das hat dem Bundesausschuss auch die Entscheidung dafür auch so schwer gemacht. Am Ende hat aber die fachliche Qualifikation den Ausschlag gegeben, und damit auch das Wohlergehen der extremen Frühchen, meint ein Sprecher des Gemeinsamen Bundesausschusses.
Kommt irgendwo ein Baby zur Welt, dann ist es unvermeidbar, dass von der ersten Lebensminute an fotografiert wird, was die Kameras hergeben. Schon im Kreißsaal werden oft die ersten Bilder gemacht. Der stolze Papa wird abgelichtet, während er die Nabelschnur durchschneidet, und auch die Mama ist, erschöpft aber glücklich, auf mehreren Fotos zu sehen. Die schönsten dieser Bilder, die sich in den ersten Tagen des Lebens eines Neugeborenen ansammeln, werden dann oft zu einem Fotobuch zusammen gestellt.
Dieses wird dann an die besten Freunde und nächsten Verwandten verschenkt. Oma und Opa bekommen sicher auch noch ein oder zwei Bilder im Rahmen, aber was früher ein Fotoalbum war, ist heute das Fotobuch zur Geburt. Es ist der Technik zu verdanken, dass die Fotografie, gleich zu welchem Anlass, immer mehr zum günstigen, aber dennoch vielfältigen Medium wird. Alles, was früher bedacht werden musste, um Entwicklungskosten und Film zu sparen, lässt sich heute entweder korrigieren oder mit einem Knopfdruck löschen und wieder neu aufnehmen. Für wenige Euros gibt es digitale Kameras, mit denen man alle möglichen Fotos in bester Auflösung machen kann. Sogar mit Handys können schon Fotos aufgenommen werden, die es durchaus Wert sind, in einem Fotobuch für die Ewigkeit aufbewahrt zu werden.
Natürlich ist es auch einfach, neben dem Fotobuch jegliches andere Fotogeschenk zu bekommen. Eine Tasse von der der Enkel lacht, erfreut die Oma beim Nachmittagskaffee, und auch der Opa wird bestimmt einen Fotokalender, der seinen ganzen Stolz zeigt, gerne aufhängen. Die verstaubten Alben, aus denen immer wieder Bilder verschwanden, nachdem man schon Jahre brauchte, um sie überhaupt einzukleben, gehören der Vergangenheit an. Auch die immer verknickten Trennseiten ärgern nicht mehr, wenn man im Fotobuch blättert. Egal, ob zur Geburt, speziell zur Taufe, später zum Schulbeginn oder zu Kommunion und Firmung: Ein Fotobuch ist eine gute Errungenschaft, die immer wieder gerne in die Hand genommen wird.
Für so manch eine schwangere Frau ist die Schwangerschaft zwar eine wundervolle Zeit, in der man die Bewegungen des Babys spüren und seine Entwicklung verfolgen kann. Doch gerade zum Ende der Schwangerschaft wird nicht nur die Vorfreude auf den Nachwuchs immer größer, sondern auch die Angst vor der Geburt. Sie können da vollkommen mitfühlen?
Stellen Sie sich mal vor, Sie haben nicht nur 1 Baby im Bauch, das endlich das Licht der Welt erblicken möchte, sondern gleich sechs! Ja - so hat sich wohl die schwangere Frau gefühlt, die am Donnerstag, den 16. Oktober im Berliner Charité sechs Kinder zur Welt brachte. Schon nach 27 Schwangerschaftswochen wurde es den kleinen im Mutterleib zu eng und klopften mal bei Mama an, um um vorzeitige Entlassung zu bitten.
Wolfgang Henrich, der leitende Oberarzt des Klinikums für Geburtsmedizin, trommelte ein Team aus 12 Ärzten und 5 Schwestern zusammen, die sich wochenlang auf die sensationelle Geburt vorbereitet haben. Auch für das Team etwas völlig Neues - schließlich wurden seit 20 Jahren keine Sechslinge mehr geboren.
Im Minutentakt holten die Ärzte, natürlich per Kaiserschnitt, erst Baby1, dann Baby2, dann Baby3, Baby4, danach Baby5 zum Schluß Baby 6 (aufgrund ärztlicher Schweigepflicht, sind die Namen der Kleinen noch nicht bekannt gegeben worden) aus dem Mutterleib und alle Babys, als auch die Mutter sind wohl auf und haben die Geburt gut überstanden. Dennoch können die Ärzte nicht für die Lebensfähigkeit der Kleinen garantieren, was Sie allerdings mit viel Zuversicht auf dem Gesicht verlauten lassen.
Im Moment haben die kleinen, gerade mal 800-Gramm-Babys noch etwas Probleme mit dem Schlucken, Saugen und Atmen, aber das werden die beiden Jungs mit Ihren vier Schwestern auch noch meistern! Dazu kann ich nur noch sagen: Herzlich Willkommen im Leben ihr süßen!
Trotz der medizinischen Fortschritte in den letzten Jahren ist die Geburt eines Kindes immer noch mit großen Schmerzen verbunden, weshalb sich viele Frauen schon im Vornherein zu einem Kaiserschnitt entscheiden.
Was früher medizinisch und moralisch nicht vertretbar war, ist heutzutage immer mehr im kommen. Neben der Tatsache, dass die Geburt für eine Frau bei einem Kaiserschnitt wesentlich schmerzfreier verläuft stellt dieser nicht nur für die Mutter, sondern auch für das Kind die gesundheitlich bessere Variante dar. Kaiserschnittgeburten weisen wesentlich niedrigere Sterblichkeitsraten, ein geringeres Risiko für bleibende Geburtsschäden und weniger Risiko für eine Infektion des Kindes auf. Der Mutter bleiben Beckenbodenschäden, ein Dammschnitt und die daraufhin auftretende optische und funktionale Veränderung der Vagina erspart. Hierzulande sind Zahlen zu Wunschkaiserschnitten noch eher schwammig. Grund für die ungenauen Angaben ist, dass die Kosten für Kaiserschnitt auf Wunsch noch nicht von den Krankenkassen übernommen werden, weshalb diese als medizinisch notwendige Eingriffe deklariert werden. Befürworter des geplanten Kaiserschnittes sind aber nicht nur die schmerzfreien Entbindung wegen für den Wunschkaiserschnitt, sondern argumentieren mit der evolutionären Entwicklung des Menschen. Argumente, wie zum Beispiel, der stetig wachsende Kopfumfang und die Entwicklung des Geburtskanals im aufrechten Gang sprechen Ihrer Meinung nach für den Kaiserschnitt auf Wunsch.
Rein gesellschaftlich werden Wunschkaiserschnitte aber immer noch nicht gerne gesehen. Als Victoria Beckham, Ehefrau von David Beckham, damals Ihren Sohn mit Kaiserschnitt zur Welt brachte, verursacht diese Entscheidung einen großen Aufstand, der mit dem Satz: “Too Posh to push!”, was soviel heißt wie: “Zu vornehm zum pressen!” angeführt wurde. Wunschkaiserschnitt-Gegner argumentieren mit dem Verzicht auf das Geburtserlebnis, die Profitgier der Ärzte, weil Sie durch den Kaiserschnitt mehr verdienen und die unnatürliche Sicht des Kaiserschnittes als medizinisch, mechanischen Vorgang aus reiner Angst vor der Geburt. Der Kaiserschnitt hat also nicht nur Vorteile. Da ein Kaiserschnitt eine richtige Operation voraussetzt bleiben gehen die Spuren dieser OP natürlich nicht gerade schmerzfrei an der Frau vorbei. Der Schnitt bei dieser Entbindungsart wird heutzutage in der Regel unterhalb der Bikinigrenze durchgeführt. Diese Wunde verursacht nach der Geburt meist stärkere Schmerzen als nach einer natürlichen Geburt. Diese lassen sich zwar durch Schmerzmittel lindern, allerdings kann es sich über mehrere Wochen hinziehen, bis der Körper der Frau wieder voll belastbar ist.
Das Thema Kaiserschnitt auf Wunsch ist weltweit wirklich sehr umstritten und es wird wohl noch lange dauern, bis dieser vollständig bei den Krankenkassen und in unserer Gesellschaft als Alternative zur normalen Geburt anerkannt wird.
Ich persönlich bin der Meinung, dass ein Wunschkaiserschnitt von einer Frau, wenn Sie einfach zu große Angst vor der Geburt hat, völlig berechtigt ist. Natürlich ist es bestimmt schöner, eine Geburt auf natürliche Weise durchzuziehen und danach, total ausgelaugt, aber glücklich sein Kind in den Armen zu halten. Aber ob eine Frau auf diesen Augenblick und das Gefühl, etwas geleistet zu haben, verzichten möchte, ist jeder Frau selbst überlassen.
Es würde mich sehr interessieren, was Ihr als meine Leser an Erfahrungen bereits gesammelt habt oder wie Eure Meinung zu diesem Thema ist. Ich freue mich auf Eure Antworten!
Wenn man schwanger ist und erfährt, dass man nicht nur ein Baby im Bauch hat, sondern 2 oder vielleicht sogar drei oder vier, dann ist man als Mutter erst mal geschockt. Was kommt nun auf mich zu? Bekomm ich das alles geregelt?
Natürlich ist der Körper der Frau während einer Schwangerschaft mit Zwillingen oder Drillingen mehr belastet, als bei einer normalen Schwangerschaft, weswegen die werdenden Mütter ihren Körper so gut wie möglich unterstützen sollten. Man braucht viel Entspannung und Ruhe und sollte eher viele kleinere Mahlzeiten essen, als wenige große, denn die Gebärmutter kann bei einer Schwangerschaft mit Mehrlingen sehr schnell auf den Magen drücken.
Gerade vor ein paar Monaten wurden in Spanien völlig identische Drillinge geboren. Sie haben die gleiche Blutgruppe, die gleiche DNA und die gleichen Fingerabdrücke. Wie will man die kleinen Würmchen denn jetzt noch auseinanderhalten, wo sich Babys doch eh schon immer so ähnlich sehen? Die Eltern haben dieses Problem mit Bändchen gelöst, die lediglich zum Baden abgenommen werden. Nur ein bisschen blöd, wenn man die Kleinen während des Badens vertauscht und sich mit den Farben der Bändchen vertut - da ist Konzentration angesagt!
Auch im Sommer diesen Jahres brachte eine Mutter aus Argentinien, die bereits neun Kinder hatte, nochmals Vierlinge zur Welt. Die 36-Jährige (!!!!! man bedenke, dass Sie somit, wenn sie mit ca. 27 Jahren angefangen hat, jedes Jahr ein Kind zur Welt gebracht hätte) ging während der Schwangerschaft nie zu einer Vorsorgeuntersuchung, weshalb die Vierfach-Geburt umso überraschender war.
Die Mehrlingsgeburten sind in den letzten Jahren immer häufiger geworden. Dadurch steigt allerdings auch die Zahl der Frühgeburten, die seit 1992 von 7,2% auf 9,4% gestiegen sind.
Gleich mehrere Babys auf einmal versorgen zu müssen, ist für Eltern erst einmal sehr stressig. Wenn das eine Baby gerade gefüttert wurde, hat das andere Hunger, ist das eine Baby eingeschlafen,wacht das nächste auf und wenn sie dann noch gleich alle zwei, drei, vier oder fünf lautstark protestieren, weil sie Bauchweh, Hunger, Langeweile oder Ihren Schnuller verloren haben, dann sind starke Nerven, viel Geduld und vorallem Ruhe bewahren angesagt. Respekt für diese Eltern!
Wir Frauen haben es nicht immer leicht. In Hinsicht auf die Schwangerschaft und die anschließende Geburt haben wir wirklich nicht viel zu lachen.
Neuen anstrengende Monate mit Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen. Müdigkeit in der Schwangerschaft und andere Beschwerden in der Schwangerschaft liegen hinter uns und es wird nun langsam Zeit, dass uns der Braten aus dem Ofen gezogen wird, bevor das Gefühl, man sei das dickste Wesen auf diesem Planeten, zu einem Ich-bin-so-frustiert-Depressionsanfall mutiert. Die Angst ist in diesem Moment eher zweitrangig, Hauptsache man fühlt sich wieder wie ein normaler Mensch. Wenn es dann langsam auf den Geburtstermin zugeht, wartet man jeden Tag auf den Moment, wenn man plötzlich ein heftiges Ziehen im Bauch verspürt, das sich seinen Weg über jeden Nerv bis zum Rücken zieht. Aua – naja, vielleicht doch noch ein bisschen länger schwanger sein?! Aber man hat in diesem Moment keine Chance mehr- da muss man einfach durch, ob man nun will oder nicht. Gott sei Dank gibt es ja da noch den Partner, der einem hoffentlich bei den größten Schmerzen, die eine Frau haben kann zur Seite steht und das Wunder der Geburt ebenfalls nicht verpassen möchte.
Doch nicht nur wir Frauen leiden unter den Schmerzen und den Erlebnissen der Geburt. Für Männer ist dies ein ganz besonders tragisches und dramatisches Ereignis. Man sagt ja, Männer denken immer nur an das Eine, aber ich glaube, ich bekomme viel Zuspruch, wenn ich sage: Das einzige, was Männer auf dem Weg ins Krankenhaus denken ist “Jetzt bekomme ich Angst” und der Wunsch nach einem Schild vor dem Ort des Geschehens mit der Aufschrift: Männer raus aus dem Kreissaal , wird immer klarer. Liegt die Frau dann auch dem Bett, auf dem es zur Sache geht, ist die Aufregung nicht mehr zu halten. Mit ansehen zu müssen, wie Sie da liegt, die untere Hälfte Ihres Körpers total entblöst vor mehreren wildfremden Menschen und die Schmerzen, die Sie dabei noch hat, sind zu viel für das männliche Nervensystem. Und das Schlimme ist, man kann überhaupt nichts tun. Durch das viele Blut und die Schmerzensschreie der Frau, kommt es nicht selten vor, dass Männer während der Geburt mehrere Schwächeanfälle bekommen, oder sogar in Ohnmacht fallen. Naja – wir wissen ja, Männer sind nun mal wehleidig! Aber bisher, hat noch jeder Mann die Geburt überstanden und heutzutage ist es auch so, dass 3 von 4 Männern im Kreissaal dabei sind. 3 von 4 Männern im Kreissaal dabei sind.