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Baby-Zeit Blog

12. Mai 2011

Schwangerschaftsdiabetes

Abgelegt unter: Gesundheit — admin @ 11:37

Bei der Schwangerschaft verändert sich der Körper auf unterschiedliche Arten. Eine Veränderung betrifft immer den Stoffwechsel einer schwangeren Frau die ein Baby erwartet. Während der Schwangerschaft kann sich zudem der Zuckerstoffwechsel verändern und damit steigt der Insulinbedarf. Insulin ist ein Hormon und es steuert im Wesentlichen den Zuckerstoffwechsel. Es wird von der Bauchspeicheldrüse gebildet und ins Blut abgegeben, wo es dann dafür sorgt, dass die Zuckerkonzentration im Blut nicht übermäßig ansteigt. Die bei der Nahrung aufgenommenen Kohlenhydrate beeinflussen, wie viel Insulin tatsächlich gebraucht wird. Kohlenhydrate werden vom Körper in ihre kleinsten Einheiten, die Zucker, gespalten.
Da während der Schwangerschaft die Veränderungen den Zuckerstoffwechsel beeinträchtigen steigt der Insulinbedarf an. Vor allem im letzten Schwangerschaftsdrittel kann der Bedarf oft nicht mehr gedeckt werden. Die Folge ist allgemein als Schwangerschaftsdiabetes bekannt.
Jedoch ist diese Form von Diabetes bei jungen, schlanken Frauen, die sich ausgewogen und gesund ernähren nicht so oft zu beobachten. Übergewicht vor der Schwangerschaft hingegen ist oft ein Risiko für genau diese Form von Diabetes und wird tatsächlich häufiger bei dieser Gruppe von Schwangeren beobachtet. Außerdem sind vor allem die Frauen anfällig, deren Eltern oder Geschwister bereits Diabetiker sind, diejenigen, die bereits ein Kind von mehr als 4 500 Gramm geboren haben, über 35 Jahre alt sind oder mehr als 100 Kilogramm wiegen.
Sollte Schwangerschaftsdiabetes festgestellt werden, so müssen Schwangere in diesen Fällen ihre Ernährung der Situation anpassen. Wie bei Diabetes üblich, gilt es nun zuckerhaltige Produkte zu vermeiden. Hingegen Vollkornprodukte und eine gemischte Kost mit Obst und Gemüse ist sehr zu empfehlen, auch außerhalb der Schwangerschaft und jeglicher Form von Diabetes.

24. Januar 2011

Kinderlähmung nicht zu stoppen

Abgelegt unter: Gesundheit, Außergewöhnliches — Alexandra @ 09:50

Bei dem Stichwort “Kinderkrankheiten” denken die allermeisten Menschen zuerst und vor allem an Windpocken, Masern, Mumps, vielleicht auch noch an die Röteln. Natürlich gibt es noch viele andere Krankheiten, die die Gesundheit und das Leben von Kindern bedrohen, wie etwa Keuchhusten oder Infektionen mit Meningokokken oder dem Rota-Virus.

Es gibt aber auch einige Krankheiten, die fast in Vergessenheit gelangt sind, die man, wenn überhaupt, nur aus Romanen oder alten Filmen. Dazu gehören beispielsweise Scharlach und Diphtherie, und auch die Kinderlähmung, auch als Polio bekannt. Was diese Krankheiten auch heute noch so gefährlich macht: Die Vorstellung, dass die moderne Medizin sie besiegt hat. Viele Krankheiten können heute mit Medikamenten gut behandelt werden, anderen kann man mit Impfungen problemlos vorbeugen.

In Sicherheit wiegen darf man sich deswegen aber nicht: Wie die Zeit berichtet, wütet gerade eine Polio-Epidemie in der Republik Kongo und in der Demokratischen Republik Kongo, Hunderte Menschen sind schon gestorben. In dem Artikel wird das auf unkonsequent durchgesetzte Impfprogramme und Geldmangel zurückgeführt.

Perfide an der Polio ist vor allem auch, dass nicht jeder Infizierte auch erkennbar krank ist. Solche Personen können dann zahllose andere ungeimpfte Menschen anstecken, so dass die Krankheit sich schnell verbreiten kann.

Genau das ist auch einer der Punkte, der Impfexperten bei uns Sorgen macht: Da viele Krankheiten als “ausgerottet” angesehen werden, sinkt die Angst, sich damit anzustecken, die Impfungen werden als überflüssig betrachtet. Wird jemand tatsächlich mit der Krankheit infiziert, kann er auch andere anstecken, und während er selbst das vielleicht überlebt oder von der Krankheit vielleicht gar nichts erst merkt, können andere, vielleicht immunschwache Menschen, daran sterben.

17. Januar 2011

Antibiotika können bei Mittelohrentzündung helfen

Abgelegt unter: Kleinkinder, Gesundheit — Alexandra @ 09:35

Wenn das Kind übellaunig und weinerlich ist, sich immer wieder ans Ohr fasst und auch vorzugsweise bei Schlafen auf einer Seite liegt, dann wissen Eltern meist schon, was los ist: eine Mittelohrentzündung, die starke Ohrenschmerzen verursacht.

Die Mittelohrentzündung ist die häufigste bakterielle Infektion bei Kindern, noch vor Durchfall- und Atemwegserkrankungen. Häufig werden auch Antibiotika verordnet, um diese bakterielle Infektion unter Kontrolle zu bekommen. In den letzten Jahren ist der Antibiotikaeinsatz jedoch in die Kritik gekommen, da das “leichtfertige” Verschreiben von Antibiotika zunehmend zu Resistenzen führt, also dazu, dass sich die Krankheitserreger an die Medikamente “gewöhnen und diese ihre Wirkung verlieren.

Stattdessen wurde das “watchful waiting”  propagiert, bei dem die Kinder mit abschwellenden Nasentropfen oder Nasensprays und Schmerzmitteln behandelt wurden; nur bei schwereren Verläufen, bzw. wenn es nach wenigen Tagen nicht zu einer Besserung kam, wurde ein Antibiotikum verordnet.

Mediziner der Universität Turku (Finnland) führten nun eine Studie durch, mit der sie herausfinden wollten, wie hilfreich Antibiotika bei einer Mittelohrentzündung wirklich sind. Dafür behandelten sie Kinder im Alter von sechs bis 35 Monate sofort mit Antibiotika, wenn bestimmte, vorher festgesetzte Kriterien erfüllt waren, etwa ein vorgewölbtes Trommelfell oder Flüssigkeit hinter dem Trommelfell. Die Behandlung mit Antibiotika war bei dieser Studie mehr als doppelt so oft effektiv wie eine Placebo-Behandlung, und zwar schon nach drei Tagen.

Trotzdem fordern die Forscher, die Antibiotika noch besser zu untersuchen und sie noch gezielter einzusetzen. Denn auch die Nebenwirkungen der antibiotischen Mittel waren beträchtlich: Fast 50 Prozent der Kinder bekamen wegen der Medikamente Durchfall, über acht Prozent der Kinder entwickelten ein Ekzem.

22. Dezember 2010

Impfung bei Schwangeren schützt sogar Säugling

Abgelegt unter: Gesundheit — Alexandra @ 14:29

Nach der Geburt sind Kinder noch in einem gewissen Umfang gegen Krankheiten geschützt, weil die Mutter ihnen sozusagen die Antikörper mit auf den Weg gibt. Das gilt offenbar auch für Antikörper, die die Mutter durch eine Impfung hat.

Das zumindest hat eine Studie von Forschern der Universität Yale im US-Bundesstaat Connecticut ergeben. Die Wissenschafter sahen sich an, wie viele der Mütter von insgesamt 91 Säuglingen unter sechs Monaten gegen Grippe geimpft waren. Diese Kinder waren wegen einer schweren Influenza im Krankenhaus. Es stellte sich heraus, dass nur 2,2 Prozent der Mütter gegen Grippe geimpft waren.

Zum Vergleich zogen die Mediziner eine Gruppe von Kindern im gleichen Alter heran, die wegen anderer Krankheiten im Krankenhaus waren. Bei diesen Kindern lag die Impfquote bei den Eltern bei 20 Prozent.

Die Studienleiterin Marietta Vazquez geht davon aus, dass eine Grippe-Impfung der Mutter während der Schwangerschaft die Kinder in den ersten zwei bis drei Lebensmonaten schützen kann. Somit kann Kindern auch in den ersten sechs Lebensmonaten, für die noch kein Impfstoff zugelassen ist, zumindest ein bisschen mehr Schutz vor einer gefährlichen Erkrankung geboten werden.

6. Dezember 2010

Prinzipiell kein Koffein für Kleinkinder

Abgelegt unter: Ernährung, Gesundheit — Alexandra @ 10:41

Koffein ist für Babys und Kleinkinder tabu – das weiß eigentlich jeder. Ist ja auch kein Problem, welches Kind will schon Kaffee trinken? Sogar vielen Erwachsenen ist das dunkle Gebräu zu bitter, also sollte es nicht allzu schwierig sein, die Kleinen davon abzuhalten. Das ist es auch tatsächlich nicht: Ein Schluck Kaffee, und ein Kind ist auf Jahre hinaus von der Neugier darauf geheilt.

Aber natürlich ist Koffein nicht nur in Kaffee enthalten, sondern auch in schwarzem Tee (in der Form von Tein) und, hier wird es schon interessanter, in Cola-Getränken. Die wiederum sind bei Kindern sehr beliebt, denn sie sind sehr süß. Wie sollen Eltern also handeln? Diese Frage behandelt das Gesundheitsportal NetDoktor.de in einem aktuellen Artikel.

Zitiert wird dabei Holger Handel vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte: “Vor dem Grundschulalter sollten Kinder prinzipiell keine Cola bekommen, ebenso wenig Kaffee oder schwarzen Tee”, so Handel. Kinder reagieren sehr empfindlich auf Koffein, bzw. Tein, und zwar umso mehr, je jünger sie sind. Koffein und Tein können bei Kindern zu Nervosität, Schlafstörungen und Bluthochdruck führen.

Das gilt natürlich auch für Cola, das schon wegen des extrem hohen Zuckergehalts nicht als regelmäßiges Getränk geeignet ist. Ein gelegentliches Glas Cola als etwas Besonderes ist ab dem Grundschulalter in Ordnung, aber als “Getränk” an sich, also zur Deckung des Flüssigkeitsbedarfs, ist es vollkommen ungeeignet.

29. November 2010

Weihnachtsverderber: Schadstoffe in Spielzeug

Abgelegt unter: Allgemein, Gesundheit — Alexandra @ 13:13

Weihnachtszeit, Shoppingzeit. In der Vorweihnachtszeit blüht für den gesamten Einzelhandel das Geschäft, und dabei vor allem auch für die Spielzeugläden. Die Freude der Kunden an Puppen, Plüschtieren, Spielwaren und Kinderbekleidung dürfte jedoch wieder einmal gedämpft sein.

Die Zeitschrift Öko-Test hat, schon fast traditionell, rechtzeitig vor Weihnachten getestet, wie genau sich Spielzeughersteller an die Vorschriften halten, die Grenzwerte für die Schadstoffbelastung ihrer Produkte festlegen. Und auch dieses Jahr war das Ergebnis ernüchternd: Viele der Spielzeuge “gehören schlichtweg in die Tonne und nicht in Kinderhände”, so Öko-Test.

Nur wenige der gestesten Spielzeuge sind absolut ohne bedenkliche Schadstoffe, die teilweise nachgewiesenermaßen Krebs erregen, im Verdacht stehen das Erbgut zu gefährden oder wie Hormone auf den Körper wirken.

Zwar fiel im Vergleich zu den Vorjahren die Schadstoffbelastung oft geringer aus, aber ganz ohne die beunruhigenden Zutaten wollen wohl nur wenige Hersteller produzieren. Die Einzelfälle, bei denen Öko-Test nichts zu beanstanden hatten, beweisen aber, dass es wirklich ohne Phtalate, PKA (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) und Co. geht.

Weitere Kritikpunkte waren auch dieses Jahr wieder, dass sich bei manchen Spielzeugen verschluckbare Kleinteile lösten, dass auch bei Produkten aus chinesischer Produktion durch Etiketten wie “Designed in Germany” und “Gütesiegel” ohne Aussagekraft Qualität und Produktsicherheit vorgetäuscht werden.

Auch dieses Jahr gilt also wieder: Augen auf beim Spielzeugkauf. Das bedeutet natürlich auch, dass man wahrscheinlich tiefer in die Tasche greifen muss, um Spielwaren zu erstehen, die in Deutschland oder zumindest Europa hergestellt werden und den aktuellen Vorschriften genügen.

22. November 2010

Kann schlimm enden: Verschluckte Knopfbatterien

Abgelegt unter: Gesundheit — Alexandra @ 11:15

Kinder stecken sich gerne Sachen in den Mund. Das kann völlig harmlos sein, hygienisch zweifelhaft oder im schlimmsten Fall natürlich gefährlich. Nicht umsonst wird immer wieder daran erinnert, Tabletten außerhalb der Reichweite von Kindern aufzubewahren, damit diese sie nicht in die Finger bekommen und dann mit den lustigen bunten Bonbons “Erwachsene” spielen.

Weniger schlimm ist es, wenn Kinder etwa Münzen verschlucken. Sie machen meist keine Probleme und gelangen in der Regel auf ganz natürliche Weise wieder ans Sonnenlicht. Beim flüchtigen Blick mit Münzen zu verwechseln sind Knopfbatterien – und falls eure Kinder die verschlucken, kann es richtig gefährlich werden.

Eine US-amerikanische Studie hat nun Daten aus den vergangenen 25 Jahren analysiert und sich dabei besonders die Gefährlichkeit der verschluckten Batterien angesehen. Bei der Untersuchung zeigte sich, dass die Unfälle (insgesamt waren es über 65.000) seit dem Jahr 1985 deutlich zugenommen haben. Zudem kommt es auch zunehmend zu schweren Komplikationen und leider auch zu Todesfolgen.

Zum Tod kam es meistens dann, wenn das Verschlucken nicht bemerkt wurde. Nach dem Verschlucken kam es zu Symptomen wie Erbrechen, Fieber und Husten, die von den Ärzten entweder nicht ernst genommen oder falsch interpretiert wurden. Blutungen in der Speiseröhre führten dann in den meisten Fällen zum Tod.

In den letzten Jahren waren die Todesfälle ausschließlich auf die großen Batterien zurück, die einen Durchmesser von etwa zwei Zentimetern haben. Wegen der Größe bleiben die Zellen oft in der Speiseröhre stecken, außerdem haben sie eine höhere Spannung als die kleinen Knopfzellen. Der Strom sorgt für Schäden an der Schleimhaut der Speiseröhre; eventuell austretende Säure ist weniger schlimm als der Strom, der schon nach zwei Stunden für schwere Beschädigungen sorgt.

Wenn ein Kind also eine Knopfzelle verschluckt, ist das immer ein Notfall, der eine sofortige Behandlung erfordert, vor allem wenn die Batterie in der Speiseröhre feststeckt.

8. November 2010

Das Paukenröhrchen – ein Muss?

Abgelegt unter: Gesundheit — Alexandra @ 10:26

Bei Mittelohrentzündungen haben ein Drittel der Kinder einen Paukenerguss, das heißt, dass sich hinter dem Trommelfell Flüssigkeit ansammelt. Der Paukenerguss verursacht Druckgefühl und Schmerzen, und auch das Hörvermögen leidet darunter. Damit die Flüssigkeit ablaufen kann, wird Kindern dann oft ein Paukenröhrchen eingesetzt, das eine Öffnung im Trommelfell offen hält. Druck und Schmerz verschwinden, das Kind hört auch wieder besser.

Das ist ein Standardverfahren, das seit Jahren so praktiziert wird. Jetzt geht aber aus einer Studie hervor, dass das Einsetzen eines solchen Röhrchens nur in den ersten sechs Monaten für besseres Hören sorgt, danach entspricht das Hörvermögen dem von Kindern, denen kein Paukenröhrchen eingesetzt wurde. Demgegenüber stehen die Risiken einer Operation, zum Paukenröhrchen bei Kindern meist unter Vollnarkose eingesetzt werden.

Sollten sich Eltern gegen eine Operation beim Kind entscheiden, könne durch einen Trommelfellschnitt die Flüssigkeit abgeleitet werden, wenn sie nicht von selbst abfließt. Das Institut für Qualität und Wirtschaflichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) rät unbedingt dazu, vor jedem Eingriff Risiko und Nutzen sorgfältig abzuwägen.

1. November 2010

Magen-Darm-Infektionen bei den Kleinen vermeiden

Abgelegt unter: Kleinkinder, Gesundheit — Alexandra @ 10:36

Jedes Jahr im Herbst und Winter passiert das Gleiche: Viele Kinder, vor allem kleine, leiden nicht nur an Erkältungskrankheiten aller Art, sondern auch an Durchfallerkrankungen. Bei gesunden Erwachsenen und bei größeren Kindern ist das zwar auch unangenehm, meist aber harmlos. Säuglinge und Kleinkinder können durch den Flüssigkeitsverlust schnell in Lebensgefahr geraten.

Besonders gefürchtet sind die Rotaviren, die schwere Magen-Darm-Infektionen auslösen können. Vor allem in der kalten Jahreszeit sind sie eine häufige Ursache für Brechdurchfall. Kleinkinder sind besonders gefährdet, da ihr Immunsystem noch im Aufbau begriffen ist.

Um schweren Brechdurchfällen und damit einer gefährlichen Austrocknung vorzubeugen, ist Hygiene sehr wichtig. Die Rotaviren werde durch Schmierinfektion übertragen, also durch das Anfassen von Gegenständen, auf deren Oberfläche sich die Viren befinden. Stecken sich die Kinder die Hände oder auch die Gegenstände in den Mund, laden sie die Rotaviren sozusagen in ihren Körper ein. Bei Durchfallerkrankungen sollte man also auf Hygiene achten, vor allem regelmäßiges und gründliches Händewaschen ist wichtig, besonders nachdem man auf der Toilette war.

Es gibt auch Schluckimpfungen gegen die Ansteckung mit den Rotaviren. Die in zwei oder drei Dosen verabreichte Impfung kann ab der sechsten Lebenswoche gegeben werden. Da die Schutzimpfung nicht ausdrücklich von der Ständigen Impfkommission empfohlen wird, kommen die gesetzlichen Krankenkassen auch nicht dafür auf.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung weist aber darauf hin, dass je nach den Umständen die Impfung trotzdem angeraten sein kann, etwa wenn das Kind in einer Tagesstätte betreut wird und so in Kontakt mit möglicherweise erkrankten anderen Kindern kommt.

18. Oktober 2010

Rötelnschutz prüfen – vor der Schwangerschaft

Abgelegt unter: Schwangerschaft, Gesundheit — Alexandra @ 09:50

Die Röteln sind eine typische Kinderkrankheit. Sie werden von Viren übertragen, treten vor allem bei Kindern auf, wer die Erkrankung durchmacht, ist danach lebenslang immun gegen die Krankheit. In vielen Fällen verläuft die Infektion, die rötliche Flecken am ganzen Körper verursacht, sehr schwach, so dass die Krankheit an sich direkt harmlos ist. Warum also sich überhaupt gegen Röteln impfen lassen, zumal die Krankheit heute sehr selten geworden ist und es deswegen nicht mehr oft zur Ansteckung kommt? Dieser Frage hat auch das Gesundheitsportal NetDoktor.de unlängst wieder einige Zeilen gewidmet.

Natürlich sind die Röteln deswegen selten geworden, weil es dagegen eine Impfung gibt. Die Impfung wird gegen Ende des ersten und dann noch einmal im zweiten Lebensjahr vorgenommen. Heute ist die kombinierte Impfung gegen Röteln, Mumps und Masern üblich, oft ist auch die Impfung gegen Windpocken noch dabei.

Je mehr Kinder gegen Röteln geimpft sind, desto weniger können daran erkranken, die Krankheit “hält” sich einfach nicht so in der Bevölkerung. Aber warum ist das so wichtig, wenn die Krankheit ja meist nicht so schlimm ist?

Wirklich gefährlich sind die Röteln für die allerkleinsten Kinder – für die Ungeborenen. Steckt sich eine Frau während der Schwangerschaft an, kann es zu Fehlbildungen beim Kind oder sogar zu Fehlgeburten kommen. Das gilt vor allem, aber nicht nur, für Infektionen im ersten Schwangerschaftsdrittel.

Ärzte raten deshalb, falls Mädchen nicht schon als Kleinkind geimpft wurden, sie vor der Pubertät noch impfen zu lassen. Die Impfung ist allerdings auch später möglich, was natürlich besonders vor einer geplanten Schwangerschaft bedacht werden sollte. Wenn ihr ein Kind plant, solltet ihr also auch schon früh prüfen, ob ihr einen ausreichenden Rötelnschutz habt, entweder durch eine Röteln-Schutzimpfung, oder weil ihr eine Ansteckung mit Krankheit durchgemacht habt.

Wer sich oder seine Kinder impfen lässt, schützt also nicht nur sich selber und evtl. das eigene ungeboren Kind vor Ansteckung und Schäden, sondern kann auch keine anderen Menschen anstecken – und dabei könnte auch eine Schwangere sein. Deswegen raten Ärzte einstimmig zur Rötelnimpfung.

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