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Jedes Jahr werden in Deutschland um die 180.000 junge Frauen unter zwanzig Jahren schwanger, meist von einem ähnlich jungen Partner. Natürlich haben diese jungen Eltern viele Fragen rund um Schwangerschaft, und später um den Elternalltag. Um speziell solchen jungen oder sogar minderjährigen Eltern entgegenzukommen, gibt es von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) das Internetportal Schwanger unter 20.
Das Informationsangebot wurde jetzt aufgestockt, und zwar um die zwei Themenschwerpunkte “Erste Zeit mit Kind” und “Elternalltag“. Darin werden Themen angesprochen, die zwar alle Eltern interessieren, die sehr jungen Eltern aber besonders belasten und vielleicht überfordern können. Das reicht von Informationen über die Vorsorgeuntersuchungen und grundlegende Babypflege bis hin zu Fragen der finanziellen und anderweitigen Unterstützung, etwa durch das Jugendamt.
Erfahrungsberichte erzählen vom Elternalltag, also etwa davon, wie sich die Beziehung zu den eigenen Eltern gestalten kann – die oft noch das Erziehungsrecht über die jungen Eltern haben. Konflikte sind da vorprogrammiert.
Zudem sind minderjährige Eltern noch nicht voll geschäftsfähig, dürfen also nicht selbstständig Verträge abschließen. Deswegen erhalten minderjährige Mütter einen gesetzlichen Amtsvormund, der ihr bei allen Angelegenheiten, die sie selbst noch nicht entscheiden darf, zur Seite steht. “Vormund” heißt hier aber nicht, dass die Entscheidungen von ihm getroffen werden. Auch über diese Amtsvormundschaft und die möglichen Alternativen informiert die BZgA auf ihrer Internetseite.
Die Ratschläge erstrecken sich auch auf das Gebiet der Partnerschaft, denn gerade eine ganz junge Beziehung wird durch Schwangerschaft und Geburt oft sehr belastet. Auf der Seite der BZgA finden junge Eltern auch hierzu viele Tipps.
Die indischen 70-jährigen “Weltrekordmütter” schlägt sie damit nicht, aber ein kleiner Rekord ist es trotzdem: Eine 60-jährige Chinesin hat letzte Woche Zwillinge bekommen und ist damit die älteste frischgebackene Mutter des Landes.
Die Frau, die in den Medien unter dem Pseudonym Cheng Lin bekannt ist, wurde in der 34. Schwangerschaftswoche mit einem Kaiserschnitt von zwei Mädchen entbunden. Die Mädchen entstanden durch eine erfolgreiche künstliche Befruchtung per In-vitro-Fertilisation (IVF).
Cheng Lin entschloss sich zu diesem eher ungewöhnlichen Schritt, da sie nicht über den Tod ihrer Tochter Tingting hinwegkam, die zusammen mit ihrem Ehemann im vergangenen Jahr im Alter von 28 Jahren bei einem Giftgasunfall ums Leben kam.
Während ihr Ehemann anfangs dagegen war, wurde Cheng Lin von Freunden und Verwandten zu einer künstlichen Befruchtung ermutigt. Nachdem die Frau ihren Ehemann überzeugt hatte, reiste das Paar nach Beijing und sprach mit einer ganzen Reihe von Spezialisten für künstliche Befruchtung. Die meisten davon hielten die Erfolgschancen für äußerst gering, und hatten auch wegen des Alters der Frau Bedenken.
Schließlich fand Cheng Lin aber einen Arzt und unterzog sich einer Fruchtbarkeitsbehandlung. Im Oktober 2009 wurden ihr dann Embryonen eingesetzt und sie wurde mit Zwillingen schwanger. Nun ist sie also mit 60 Jahren noch einmal Mutter geworden.
Wie oft bei Mehrlingsschwangerschaften entschlossen sich auch Cheng Lins Ärzte zu einem Kaiserschnitt. Die zwei Mädchen sind nun auf der Intensivstation, in Brutkästen, und werden medizinisch überwacht. Ihr Zustand ist nach Angaben des Krankenhauses stabil.
Cheng Lin und ihr Mann sind zuversichtlich, dass sie trotz ihres Alters die Kinder aufziehen können. “Sie geben uns den Mut, weiterzuleben”, sagt Cheng Lin.
Natürlich ist der Wunsch verständlich, über die Trauer um die verlorene Tochter hinwegzukommen. Aber ist es der richtige Weg – unabhängig vom Alter -, einfach neue Kinder zu bekommen, quasi als Ersatz?
In England ist eine Frau nach einer 13 Jahre dauernden Leidensgeschichte endlich Mutter ihres ersehnten Wunschkindes geworden. Die 33-Jährige und ihr Partner sind seit einem knappen Vierteljahr Eltern einer kleinen Tochter.
Vor der Geburt des Mädchens hatte Angie Baker 18 Fehlgeburten erlitten. Der BBC gegenüber sagte die glückliche Mutter nun laut web.de über ihre Tochter: “Sie ist mein kleines Wunder. Ich kann meine Gefühle nicht beschreiben. Sie ist in jeder Hinsicht perfekt”.
Schon bei ihrer ersten Schwangerschaft im Alter von 20 Jahren hatte Angie eine Fehlgeburt erlitten, und genauso erging es ihr mit den folgenden Schwangerschaften. Immer verlor sie nach fünf bis acht Wochen das Baby, das sie sich doch so sehr wünschte.
Auch für den Arzt, den sie deswegen aufsuchte, ist so eine lange Reihe von Fehlgeburten nicht normal. Bei Untersuchungen stellte sich heraus, das Angie besonders viele so genannte “natürliche Killerzellen” (NK) im Blut hatte. Er verordnete Angie Baker deswegen Steroide, die sie vor der Zeugung zwei Wochen lang einnahm.
Der genaue Zusammenhang zwischen einem erhöhten NK-Spiegel und Fehlgeburten ist noch unbekannt, aber im Allgemeinen wird davon ausgegangen, dass ein hoher NK-Wert das Risiko für eine Fehlgeburt steigert. Ein normaler NK-Wert liegt bei etwa drei Prozent, als riskant für die Schwangerschaft gilt ein Wert von etwa 15 Prozent.
Die natürlichen Killerzellen sind ein wichtiger Bestandteil des Immunsystems. Um sie zu unterdrücken, können verschiedene Medikamente verabreicht werden. So soll die Schwangerschaft geschützt und einer Fehlgeburt vorgebeugt werden. Viele Ärzte halten die Behandlung aber für mindestens zweifelhaft, weil ein hoher NK-Spiegel im Blut nicht unbedingt auch einen hohen NK-Spiegel in der Gebärmutter bedeutet und zudem der Zusammenhang zwischen Killerzellen und Fehlgeburten nicht wirklich bekannt ist.
Wenn Frauen während der Schwangerschaft rauchen, beschwören sie damit die Gefahr herauf, dass ihr Kind später Verhaltensprobleme hat. Auch das Risiko für ADHS, die Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung, ist bei Kindern von Raucherinnen höher.
Im Rahmen der Millenium Cohort Study britischer und us-amerikanischer Forscher wurden über 14.000 Mütter und ihre Kinder untersucht. Dabei stellte sich deutlich heraus, dass die Kinder (vor allem die Söhne) von starken Raucherinnen, die auch in der Schwangerschaft auf das Rauchen nicht verzichten wollten, ein um 80 Prozent erhöhtes Risiko für Verhaltensprobleme hatten.
Die Mütter wurden nach der Stärke ihres Zigarettenkonsums während der Schwangerschaft in leichte oder starke Raucherinnen eingeteilt. Sie sollten das Verhalten ihres dreijährigen Kindes anhand eines Fragebogens einordnen, der sich auf Verhaltensprobleme, Hyperaktivität und Aufmerksamkeitsstörungen konzentriert.
Die Wissenschaftler schlossen dann alle Faktoren aus, die das Ergebnis ebenfalls beeinflussen konnten, etwa das Alter der Mutter, ihr Bildungslevel und ihr sozialer und ökonomischer Status, oder die Stabilität der Familie.
Es zeigte sich, dass es bei leichten Raucherinnen im Vergleich zu Nichtraucherinnen 40% wahrscheinlicher war, einen Sohn mit Verhaltensproblemen zu bekommen. Bei starken Raucherinnen war die Wahrscheinlichkeit sogar um 80% erhöht.
Interessanterweise war bei den dreijährigen Mädchen das Rauchen der Mutter während der Schwangerschaft zwar ebenfalls mit Verhaltensproblemen verbunden, aber nicht mit Hyperaktivität und Aufmerksamkeitsstörungen.
Die Untersuchung wurde von Professor Kate Pickett geleitet, die aus den Ergebnissen den Schluss zieht, dass Rauchen in der Schwangerschaft einen direkten Einfluss auf die Hirnentwicklung des Fötus hat. Die unzähligen Gifte aus den Zigaretten beeinträchtigen direkt das Gehirn des ungeborenen Kindes.
War uns das Ganze etwa neu? Nein. Werden unbelehrbare Schwangere sich von diesen Erkenntnissen vom Rauchen abbringen lassen, um ihrem Kind wirklich den bestmöglichen gesunden Start ins Leben zu geben und spätere Probleme zu verhindern? Wohl auch nicht.
Während der Schwangerschaft sollten Frauen nicht unbedingt allen Gelüsten tatsächlich hemmungslos nachgeben – dazu gehört auch die Lust auf eine ordentliche Portion Lakritze.
Schottische und finnische Wissenschaftler haben achtjährige Kinder aus Finnland untersucht, wo junge Frauen besonders viel Lakritze essen. Die Kinder von Frauen, die während ihrer Schwangerschaft viel Lakritze gegessen haben, schnitten bei Tests schlechter ab als andere Kinder.
Die Forscher verdächtigen den Bestandteil Glycyrrhizin, die Plazenta zu schädigen, so dass Stresshormone von der Mutter auf das Kind übertragen werden können. Es wird vermutet, dass große Mengen dieser Hormone die Entwicklung des Hirnes beim Fötus beeinträchtigen. Sie werden auch mit Verhaltensstörungen in Verbindung gebracht.
Anhand der Ergebnisse der Untersuchungen lässt sich erkennen, dass 500 mg Glycyrrrhizin pro Woche (das entspricht etwa 100 g Lakritze) während der Schwangerschaft die Wahrscheinlichkeit erhöht, ein Kind mit niedrigerer Intelligenz und mit auffälligem Verhalten zu bekommen. Die Kinder hatte kürzere Aufmerksamkeitsspannen und zeigten öfter auffälliges Verhalten.
Von früheren Studien wissen wir außerdem, dass Lakritze mit ein Grund für Frühgeburten sein kann. Alles in allem sollte man vielleicht während der Schwangerschaft die Finger komplett von Lakritze lassen!
Eine Britin hat nach 13 erfolglosen Versuchen jetzt endlich ihr Wunschkind bekommen. Die 41-jährige Frau, die auch schon drei Fehlgeburten erleiden musste, wurde in einer Fruchtbarkeitsklinik behandelt, in der ein neues Diagnoseverfahren angewendet wird.
Dabei werden die unbefruchteten Eizellen daraufhin untersucht, ob sie sich in einem frühen Stadium richtig geteilt haben und die richtige Anzahl an Chromosomen haben. Sind es zu viele oder zu wenige, sind die Chancen auf eine Schwangerschaft sehr viel geringer. Und auch wenn es zu einer Schwangerschaft kommt, ist das Risiko einer Fehlgeburt extrem erhöht.
Um zu bestimmen ob die Eizelle die richtige Anzahl an Chromosomen verfügt, sieht sich der Arzt das Polkörperchen an – daher auch der Name der Methode: Polkörperdiagnostik. Im Polkörperchen lagert die Eizelle sozusagen ihre unnötigen Chromosomen aus und macht so Platz für die Chromosomen des Mannes, die sie vom Spermium erhält. Das Polkörperchen und die Eizelle sollten eigentlich immer jeweils die Hälfte der Chromosomen haben. So ist es aber nicht immer. Manchmal haut es mit dem gerechten Teilen einfach nicht so richtig hin.
Laut dem englischen Fruchtbarkeitsexperten haben fast die Hälfte aller jungen Frauen solche Eizellen mit “chromosomalen Anomalien”; bei Frauen über 39 Jahren sind es sogar drei Viertel. Dies könnte mit einer der Gründe sein, warum manche Frauen nicht schwanger werden und bei ihnen auch die künstliche Befruchtung oft erfolglos bleibt.
Der Arzt der Engländerin, Professor Simon Fishel aus Nottingham, geht davon aus dass mit der Methode vielen Frauen geholfen werden kann, die bisher nur schwer oder gar nicht schwanger werden können.
Bei der frischgebackenen Mutter wurden acht Eizellen entnommen und untersucht, nur zwei davon hatten die korrekte Anzahl an Chromosomen – aus einer davon wurde erst ein Embryo, und danach ihr gesunder Sohn, der Oliver heißt und wahrscheinlich nie verstehen wird, wie sehr sich seine Mama nach ihm gesehnt hat.
Um das Risiko genetisch bedingter Krankheiten, wie zum Beispiel das Down-Syndrom, bei Ungeborenen einschätzen zu können, wir eine sogenannte Fruchtwasseruntersuchung durchgeführt. Normalerweise wird diese Untersuchung ab der 13. Schwangerschaftswoche durchgeführt. Jedoch ist auch eine Frühamniozentese ab der 10. Woche möglich, die allerdings nur in den dringendsten Notfällen durchgeführt wird.
Eine Fruchtwasseruntersuchung ist sehr risikoreich und sas erhöhte Risiko für eine Fehlgeburt schreckt viele Frauen und auch die Frauenärzte ab. Um jedoch schon eine ungefähre Abschätzung für eine Chromosomstörung feststellen zu können, ohne das Ungeborene zu gefährden, sind Alternativen möglich.
Wie zum Beispiel der Nackentransparenz-Test. Dabei wird per Ultraschall die Dicke des Flüssigkeitspolster, das jeder Embryo im Anfangsstadium am Nacken hat, ausgemessen. Die alleinige Messung der Nackenfalte bringt jedoch nur sehr schwammige und ungenaue Ergebnisse, weshalb sich immer mehr das Erst-Semester-Screening durchgesetzt hat. Hier wird aus verschiedenen Messwerten eine Wahrscheinlichkeit errechnet, die die Höhe des Risikos für das Down-Syndrom oder andere Chromosomstörungen angibt.
Die Untersuchung wird zwischen der 11. und der 14. Schwangerschaftswoche durchgeführt und eignet sich besonders für werdende Mütter ab 35. Je älter die Frau, desto größer das Risiko. So liegt das Risiko bei einer 25-jährigen Frau bei etwa 1:1350 und bei einer Frau die bereits die 40 erreicht hat, bei 1:100.
Da viele meiner Freundinnen bereits schon schwanger waren oder es gerade sind, bekomme ich immer mal wieder etwas von deren Beschwerden zu hören.
Die einen haben starke Rückenschmerzen, die anderen eher Kopfschmerzen, manche leiden unter Sodbrennen in der Schwangerschaft oder haben sich schon im Badezimmer einquartiert, weil sie sich im Laufe der ersten Schwangerschaftswochen ständig übergeben müssen.
Die Beschwerden in der Schwangerschaft wirken sich bei jeder Frau unterschiedlich stark aus. Doch nicht nur gesundheitliche Beschwerden gehen mit der Schwangerschaft einher. Die Strapazen, die eine Schwangere Frau auf sich nehmen muss, hinterlassen auch oft auf dem Körper Ihre Spuren.
Wenn eine Frau ein schwaches Bindegewebe hat, dann kann es ganz schnell passieren, dass die Haut reißt. Es bilden sich Schwangerschaftsstreifen, die sich nur schwer wieder entfernen lassen. Brust, Oberschenkel, Bauch und Hüften sind dabei mit rötlichen Streifen übersäht, die später aufhellen. Man kann diese nur mit Hilfe einer Lasertherapie bekämpfen oder auch spezielle, kostspielige Cremes darauf anwenden und hoffen, dass die unschönen Spuren vom Körper verschwinden.
Auch mit Krampfadern hat so manch eine Frau in der Schwangerschaft zu kämpfen. Diese können nur operativ wieder entfernt werden.
Doch keine Angst! Nicht jede Frau hat mit derartigen Problemen zu kämpfen. Es gibt auch Frauen, die überhaupt keine Beschwerden haben und Ihre Schwangerschaft in vollen Zügen genießen können.
“Tränen reinigen das Herz.”
Für uns Menschen ist das Weinen ein emotionaler Ausdruck, durch den wir Wut, Trauer, Schmerz und Ärger besser verarbeiten können. Laut Wissenschaftlern sind wir Menschen die einzigen Lebewesen auf der Erde, die durch Emotionen weinen müssen und das Weinen als eine Art Schutzmechanismus für den Organismus benutzen.

Weinende Kinder im Mutterleib - wie hat man das festgestellt, möchten Sie gerne wissen? Dank der Ultraschalltechnik hat man herausgefunden, dass bereits 28-Wochen alte Föten, wenn Sie durch kurze, tiefe Töne gereizt werden, ähnliche Bewegungen des Weinens aufzeigen, wie es Neugeborene tun.
Werden die Föten entsprechend gereizt, öffnen Sie den Mund und senkten ihre Zunge herab. Danach folgten drei Atemzug ähnliche Bewegungen, bevor wieder Ruhe im Mutterleib einkehrt. Forscher schließen aus diesen Untersuchungen, dass die Föten einen Reiz wahrnehmen, diesen als negativ einstufen und dann die entsprechende Reaktion darauf folgt. Um so darauf reagieren zu können, müssen bereits bestimmte Hirnregionen, aber auch die Sinnesorgane entwickelt sein.
Diese Entwicklung und auch andere typische Eigenschaften, die zum Weinen dazugehören, wie zum Beispiel das zitternde Kinn oder das Schlucken, kann das Kind bereits mit 20 Wochen zu seinen Fähigkeiten zählen. Bei Frühgeburten wie dies besonders deutlich. Hier hat man beobachtet, dass 24 Monate alte Babys bereits aus Regungen in Ihrer Umwelt reagieren und Weingeräusche erzeugen können. Faszinierend was mit Hilfe der Wissenschaft alles zum Vorschein kommt, findet ihr nicht auch?
Dass es immernoch Frauen gibt, die nicht wissen, was Sie Ihrem Kind antun, wenn Sie sich während der Schwangerschaft dem Alkoholgenuss nicht entziehen können, ist wirklich traurig. Zum Thema Alkohol in der Schwangerschaft habe ich etwas im Internet gestöbert, und bin auch gleich auf ein paar erschreckende Fakten gestoßen.
Am meisten schockiert hat mich die Tatsache, dass jede zweite Schwangere Alkohol trinkt. Dabei ist es nicht gerade unbekannt, dass Alkohol in der Schwangerschaft ein absolutes No-Go ist und die Kinder davon wirklich schlimme Schäden von sich tragen können. Folgende Zahlen sagen eigentlich genug: von etwa 10.000 Kindern, die jährlich mit Alkoholschäden geboren werden, tragen rund 4.000 Kinder die Last einer Behinderung….. Kurze Pause um den Schock zu verdauen…. Und das nur, weil Mami nicht mal 9 Monate ohne Alk auskommt…?
Ein Kind, das eine Fehlbildung der Organe, Kleinköpfigkeit, Untergewicht, Gesichtsveränderungen oder gar geistige Entwicklungsstörungen davonträgt, weil seine Mutter nicht mal auf Havanna, Bier, Wein & Co. verzichten konnte, trägt diese Behinderungen ein ganzes Leben mit sich herum und muss eventuell nicht nur die seelischen Probleme ertragen, die eine solche Situation mit sich bringt, sondern auch die körperlichen Qualen über sich ergehen lassen, wenn Operationen und schmerzhafte Untersuchungen von Nöten sind.
Sprüche wie: “Ach mir wird das schon nicht passieren” oder “so ein bisschen Alkohol ist doch nicht die Welt” sind Ausreden. Ausreden für jemanden, der einfach keine Selbstkontrolle hat und sich bis Dato nicht zu den Menschen zählt, die “ein Päckchen im Leben zu tragen haben”.
Es ist einfach erschütterlich, wie viele Frauen die Sache mit dem Alkohol auf die leichte Schulter nehmen und für ein Glas Promillesaft das Leben Ihres Kindes aufs Spiel setzen. Mit dem Tag es alkoholgeschädigten Kindes, der für den 09.09.2008 festgelegt wurde, will Frau Sabine Bätzing von der SPD darauf hinweisen, dass es keinesfalls “in Ordnung” ist, wenn man während der Schwangerschaft weiterhin alkoholische Getränke zu sich nimmt.
Frauen, die schwanger sind, sollten sich besser mal vorher überlegen, ob es ihnen Wert ist, auf einige Dinge während der Schwangerschaftswochen zu verzichten, die dem Kind schaden könnten. Denn erst dann, wenn der Frauenarzt nach dem 3D Ultraschall das Wort “Behinderung” in den Mund nimmt, wird vielen Frauen bewusst, wie leichtsinnig sie mit dem Leben ihres Kindes umgegangen sind. Und wenn diese Zeitpunkt erreicht ist, dann kommt die Erkenntnis leider zu spät.
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