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22. Februar 2010

Nach 18 Fehlgeburten endlich Mutter

Abgelegt unter: Allgemein, Schwangerschaft — Alexandra @ 15:13

In England ist eine Frau nach einer 13 Jahre dauernden Leidensgeschichte endlich Mutter ihres ersehnten Wunschkindes geworden. Die 33-Jährige und ihr Partner sind seit einem knappen Vierteljahr Eltern einer kleinen Tochter.

Vor der Geburt des Mädchens hatte Angie Baker 18 Fehlgeburten erlitten. Der BBC gegenüber sagte die glückliche Mutter nun laut web.de über ihre Tochter: “Sie ist mein kleines Wunder. Ich kann meine Gefühle nicht beschreiben. Sie ist in jeder Hinsicht perfekt”.

Schon bei ihrer ersten Schwangerschaft im Alter von 20 Jahren hatte Angie eine Fehlgeburt erlitten, und genauso erging es ihr mit den folgenden Schwangerschaften. Immer verlor sie nach fünf bis acht Wochen das Baby, das sie sich doch so sehr wünschte.

Auch für den Arzt, den sie deswegen aufsuchte, ist so eine lange Reihe von Fehlgeburten nicht normal. Bei Untersuchungen stellte sich heraus, das Angie besonders viele so genannte “natürliche Killerzellen” (NK) im Blut hatte. Er verordnete Angie Baker deswegen Steroide, die sie vor der Zeugung zwei Wochen lang einnahm.

Der genaue Zusammenhang zwischen einem erhöhten NK-Spiegel und Fehlgeburten ist noch unbekannt, aber im Allgemeinen wird davon ausgegangen, dass ein hoher NK-Wert das Risiko für eine Fehlgeburt steigert. Ein normaler NK-Wert liegt bei etwa drei Prozent, als riskant für die Schwangerschaft gilt ein Wert von etwa 15 Prozent.

Die natürlichen Killerzellen sind ein wichtiger Bestandteil des Immunsystems. Um sie zu unterdrücken, können verschiedene Medikamente verabreicht werden. So soll die Schwangerschaft geschützt und einer Fehlgeburt vorgebeugt werden. Viele Ärzte halten die Behandlung aber für mindestens zweifelhaft, weil ein hoher NK-Spiegel im Blut nicht unbedingt auch einen hohen NK-Spiegel in der Gebärmutter bedeutet und zudem der Zusammenhang zwischen Killerzellen und Fehlgeburten nicht wirklich bekannt ist.

4. November 2009

Problemkinder für Raucherinnen

Abgelegt unter: Schwangerschaft — Alexandra @ 16:00

Wenn Frauen während der Schwangerschaft rauchen, beschwören sie damit die Gefahr herauf, dass ihr Kind später Verhaltensprobleme hat. Auch das Risiko für ADHS, die Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung, ist bei Kindern von Raucherinnen höher.

Im Rahmen der Millenium Cohort Study britischer und us-amerikanischer Forscher wurden über 14.000 Mütter und ihre Kinder untersucht. Dabei stellte sich deutlich heraus, dass die Kinder (vor allem die Söhne) von starken Raucherinnen, die auch in der Schwangerschaft auf das Rauchen nicht verzichten wollten, ein um 80 Prozent erhöhtes Risiko für Verhaltensprobleme hatten.

Die Mütter wurden nach der Stärke ihres Zigarettenkonsums während der Schwangerschaft in leichte oder starke Raucherinnen eingeteilt. Sie sollten das Verhalten ihres dreijährigen Kindes anhand eines Fragebogens einordnen, der sich auf Verhaltensprobleme, Hyperaktivität und Aufmerksamkeitsstörungen konzentriert.

Die Wissenschaftler schlossen dann alle Faktoren aus, die das Ergebnis ebenfalls beeinflussen konnten, etwa das Alter der Mutter, ihr Bildungslevel und ihr sozialer und ökonomischer Status, oder die Stabilität der Familie.

Es zeigte sich, dass es bei leichten Raucherinnen im Vergleich zu Nichtraucherinnen 40% wahrscheinlicher war, einen Sohn mit Verhaltensproblemen zu bekommen. Bei starken Raucherinnen war die Wahrscheinlichkeit sogar um 80% erhöht.

Interessanterweise war bei den dreijährigen Mädchen das Rauchen der Mutter während der Schwangerschaft zwar ebenfalls mit Verhaltensproblemen verbunden, aber nicht mit Hyperaktivität und Aufmerksamkeitsstörungen.

Die Untersuchung wurde von Professor Kate Pickett geleitet, die aus den Ergebnissen den Schluss zieht, dass Rauchen in der Schwangerschaft einen direkten Einfluss auf die Hirnentwicklung des Fötus hat. Die unzähligen Gifte aus den Zigaretten beeinträchtigen direkt das Gehirn des ungeborenen Kindes.

War uns das Ganze etwa neu? Nein. Werden unbelehrbare Schwangere sich von diesen Erkenntnissen vom Rauchen abbringen lassen, um ihrem Kind wirklich den bestmöglichen gesunden Start ins Leben zu geben und spätere Probleme zu verhindern? Wohl auch nicht.

6. Oktober 2009

Vorsicht bei Lakritze in der Schwangerschaft

Abgelegt unter: Schwangerschaft, Gesundheit — Alexandra @ 16:30

Während der Schwangerschaft sollten Frauen nicht unbedingt allen Gelüsten tatsächlich hemmungslos nachgeben – dazu gehört auch die Lust auf eine ordentliche Portion Lakritze.

Schottische und finnische Wissenschaftler haben achtjährige Kinder aus Finnland untersucht, wo junge Frauen besonders viel Lakritze essen. Die Kinder von Frauen, die während ihrer Schwangerschaft viel Lakritze gegessen haben, schnitten bei Tests schlechter ab als andere Kinder.

Die Forscher verdächtigen den Bestandteil Glycyrrhizin, die Plazenta zu schädigen, so dass Stresshormone von der Mutter auf das Kind übertragen werden können. Es wird vermutet, dass große Mengen dieser Hormone die Entwicklung des Hirnes beim Fötus beeinträchtigen. Sie werden auch mit Verhaltensstörungen in Verbindung gebracht.

Anhand der Ergebnisse der Untersuchungen lässt sich erkennen, dass 500 mg Glycyrrrhizin pro Woche (das entspricht etwa 100 g Lakritze) während der Schwangerschaft die Wahrscheinlichkeit erhöht, ein Kind mit niedrigerer Intelligenz und mit auffälligem Verhalten zu bekommen. Die Kinder hatte kürzere Aufmerksamkeitsspannen und zeigten öfter auffälliges Verhalten.

Von früheren Studien wissen wir außerdem, dass Lakritze mit ein Grund für Frühgeburten sein kann. Alles in allem sollte man vielleicht während der Schwangerschaft die Finger komplett von Lakritze lassen!

3. September 2009

Polkörperdiagnostik: Mehr Schwangerschaften möglich?

Abgelegt unter: Schwangerschaft, Außergewöhnliches — Alexandra @ 15:35

Eine Britin hat nach 13 erfolglosen Versuchen jetzt endlich ihr Wunschkind bekommen. Die 41-jährige Frau, die auch schon drei Fehlgeburten erleiden musste, wurde in einer Fruchtbarkeitsklinik behandelt, in der ein neues Diagnoseverfahren angewendet wird.

Dabei werden die unbefruchteten Eizellen daraufhin untersucht, ob sie sich in einem frühen Stadium richtig geteilt haben und die richtige Anzahl an Chromosomen haben. Sind es zu viele oder zu wenige, sind die Chancen auf eine Schwangerschaft sehr viel geringer. Und auch wenn es zu einer Schwangerschaft kommt, ist das Risiko einer Fehlgeburt extrem erhöht.

Um zu bestimmen ob die Eizelle die richtige Anzahl an Chromosomen verfügt, sieht sich der Arzt das Polkörperchen an – daher auch der Name der Methode: Polkörperdiagnostik. Im Polkörperchen lagert die Eizelle sozusagen ihre unnötigen Chromosomen aus und macht so Platz für die Chromosomen des Mannes, die sie vom Spermium erhält. Das Polkörperchen und die Eizelle sollten eigentlich immer jeweils die Hälfte der Chromosomen haben. So ist es aber nicht immer. Manchmal haut es mit dem gerechten Teilen einfach nicht so richtig hin.

Laut dem englischen Fruchtbarkeitsexperten haben fast die Hälfte aller jungen Frauen solche Eizellen mit “chromosomalen Anomalien”; bei Frauen über 39 Jahren sind es sogar drei Viertel. Dies könnte mit einer der Gründe sein, warum manche Frauen nicht schwanger werden und bei ihnen auch die künstliche Befruchtung oft erfolglos bleibt.

Der Arzt der Engländerin, Professor Simon Fishel aus Nottingham, geht davon aus dass mit der Methode vielen Frauen geholfen werden kann, die bisher nur schwer oder gar nicht schwanger werden können.

Bei der frischgebackenen Mutter wurden acht Eizellen entnommen und untersucht, nur zwei davon hatten die korrekte Anzahl an Chromosomen – aus einer davon wurde erst ein Embryo, und danach ihr gesunder Sohn, der Oliver heißt und wahrscheinlich nie verstehen wird, wie sehr sich seine Mama nach ihm gesehnt hat.

27. Februar 2009

Fruchtwasseruntersuchung, Triple Test & Co - was ist nötig?

Abgelegt unter: Schwangerschaft — Melanie @ 14:32

Um das Risiko genetisch bedingter Krankheiten, wie zum Beispiel das Down-Syndrom, bei Ungeborenen einschätzen zu können, wir eine sogenannte Fruchtwasseruntersuchung durchgeführt. Normalerweise wird diese Untersuchung ab der 13. Schwangerschaftswoche durchgeführt. Jedoch ist auch eine Frühamniozentese ab der 10. Woche möglich, die allerdings nur in den dringendsten Notfällen durchgeführt wird.

Eine Fruchtwasseruntersuchung ist sehr risikoreich und sas erhöhte Risiko für eine Fehlgeburt schreckt viele Frauen und auch die Frauenärzte ab. Um jedoch schon eine ungefähre Abschätzung für eine Chromosomstörung feststellen zu können, ohne das Ungeborene zu gefährden, sind Alternativen möglich.

Wie zum Beispiel der Nackentransparenz-Test. Dabei wird per Ultraschall die Dicke des Flüssigkeitspolster, das jeder Embryo im Anfangsstadium am Nacken hat, ausgemessen. Die alleinige Messung der Nackenfalte bringt jedoch nur sehr schwammige und ungenaue Ergebnisse, weshalb sich immer mehr das Erst-Semester-Screening durchgesetzt hat. Hier wird aus verschiedenen Messwerten eine Wahrscheinlichkeit errechnet, die die Höhe des Risikos für das Down-Syndrom oder andere Chromosomstörungen angibt.

Die Untersuchung wird zwischen der 11. und der 14. Schwangerschaftswoche durchgeführt und eignet sich besonders für werdende Mütter ab 35. Je älter die Frau, desto größer das Risiko. So liegt das Risiko bei einer 25-jährigen Frau bei etwa 1:1350 und bei einer Frau die bereits die 40 erreicht hat, bei 1:100.

19. Dezember 2008

Beschwerden in der Schwangerschaft

Abgelegt unter: Schwangerschaft — Melanie @ 15:51

Da viele meiner Freundinnen bereits schon schwanger waren oder es gerade sind, bekomme ich immer mal wieder etwas von deren Beschwerden zu hören.

Die einen haben starke Rückenschmerzen, die anderen eher Kopfschmerzen, manche leiden unter Sodbrennen in der Schwangerschaft oder haben sich schon im Badezimmer einquartiert, weil sie sich im Laufe der ersten Schwangerschaftswochen ständig übergeben müssen.

Die Beschwerden in der Schwangerschaft wirken sich bei jeder Frau unterschiedlich stark aus. Doch nicht nur gesundheitliche Beschwerden gehen mit der Schwangerschaft einher. Die Strapazen, die eine Schwangere Frau auf sich nehmen muss, hinterlassen auch oft auf dem Körper Ihre Spuren.

Wenn eine Frau ein schwaches Bindegewebe hat, dann kann es ganz schnell passieren, dass die Haut reißt. Es bilden sich Schwangerschaftsstreifen, die sich nur schwer wieder entfernen lassen. Brust, Oberschenkel, Bauch und Hüften sind dabei mit rötlichen Streifen übersäht, die später aufhellen. Man kann diese nur mit Hilfe einer Lasertherapie bekämpfen oder auch spezielle, kostspielige Cremes darauf anwenden und hoffen, dass die unschönen Spuren vom Körper verschwinden.

Auch mit Krampfadern hat so manch eine Frau in der Schwangerschaft zu kämpfen. Diese können nur operativ wieder entfernt werden.

Doch keine Angst! Nicht jede Frau hat mit derartigen Problemen zu kämpfen. Es gibt auch Frauen, die überhaupt keine Beschwerden haben und Ihre Schwangerschaft in vollen Zügen genießen können.

21. November 2008

Weinen : Schutzfunktion für unseren Organismus

Abgelegt unter: Schwangerschaft — Melanie @ 14:03

“Tränen reinigen das Herz.”

Für uns Menschen ist das Weinen ein emotionaler Ausdruck, durch den wir Wut, Trauer, Schmerz und Ärger besser verarbeiten können. Laut Wissenschaftlern sind wir Menschen die einzigen Lebewesen auf der Erde, die durch Emotionen weinen müssen und das Weinen als eine Art Schutzmechanismus für den Organismus benutzen.

Weinende Kinder im Mutterleib

Weinende Kinder im Mutterleib - wie hat man das festgestellt, möchten Sie gerne wissen? Dank der Ultraschalltechnik hat man herausgefunden, dass bereits 28-Wochen alte Föten, wenn Sie durch kurze, tiefe Töne gereizt werden, ähnliche Bewegungen des Weinens aufzeigen, wie es Neugeborene tun.

Werden die Föten entsprechend gereizt, öffnen Sie den Mund und senkten ihre Zunge herab. Danach folgten drei Atemzug ähnliche Bewegungen, bevor wieder Ruhe im Mutterleib einkehrt. Forscher schließen aus diesen Untersuchungen, dass die Föten einen Reiz wahrnehmen, diesen als negativ einstufen und dann die entsprechende Reaktion darauf folgt. Um so darauf reagieren zu können, müssen bereits bestimmte Hirnregionen, aber auch die Sinnesorgane entwickelt sein.
Diese Entwicklung und auch andere typische Eigenschaften, die zum Weinen dazugehören, wie zum Beispiel das zitternde Kinn oder das Schlucken, kann das Kind bereits mit 20 Wochen zu seinen Fähigkeiten zählen. Bei Frühgeburten wie dies besonders deutlich. Hier hat man beobachtet, dass 24 Monate alte Babys bereits aus Regungen in Ihrer Umwelt reagieren und Weingeräusche erzeugen können. Faszinierend was mit Hilfe der Wissenschaft alles zum Vorschein kommt, findet ihr nicht auch?

10. September 2008

Alkohol in der Schwangerschaft : Ein absolutes No-Go!

Abgelegt unter: Schwangerschaft — Melanie @ 16:42

Dass es immernoch Frauen gibt, die nicht wissen, was Sie Ihrem Kind antun, wenn Sie sich während der Schwangerschaft dem Alkoholgenuss nicht entziehen können, ist wirklich traurig. Zum Thema Alkohol in der Schwangerschaft habe ich etwas im Internet gestöbert, und bin auch gleich auf ein paar erschreckende Fakten gestoßen. 

 

Am meisten schockiert hat mich die Tatsache, dass jede zweite Schwangere Alkohol trinkt. Dabei ist es nicht gerade unbekannt, dass Alkohol in der Schwangerschaft ein absolutes No-Go ist und die Kinder davon wirklich schlimme Schäden von sich tragen können. Folgende Zahlen sagen eigentlich genug: von etwa 10.000 Kindern, die jährlich mit Alkoholschäden geboren werden, tragen rund 4.000 Kinder die Last einer Behinderung….. Kurze Pause um den Schock zu verdauen…. Und das nur, weil Mami nicht mal 9 Monate ohne Alk auskommt…?

 

Ein Kind, das eine Fehlbildung der Organe, Kleinköpfigkeit, Untergewicht, Gesichtsveränderungen oder gar geistige Entwicklungsstörungen davonträgt, weil seine Mutter nicht mal auf Havanna, Bier, Wein & Co. verzichten konnte, trägt diese Behinderungen ein ganzes Leben mit sich herum und muss eventuell nicht nur die seelischen Probleme ertragen, die eine solche Situation mit sich bringt, sondern auch die körperlichen Qualen über sich ergehen lassen, wenn Operationen und schmerzhafte Untersuchungen von Nöten sind.

 

Sprüche wie: “Ach mir wird das schon nicht passieren” oder “so ein bisschen Alkohol ist doch nicht die Welt” sind Ausreden. Ausreden für jemanden, der einfach keine Selbstkontrolle hat und sich bis Dato nicht zu den Menschen zählt, die “ein Päckchen im Leben zu tragen haben”.

 

 

Es ist einfach erschütterlich, wie viele Frauen die Sache mit dem Alkohol auf die leichte Schulter nehmen und für ein Glas Promillesaft das Leben Ihres Kindes aufs Spiel setzen. Mit dem Tag es alkoholgeschädigten Kindes, der für den 09.09.2008 festgelegt wurde, will Frau Sabine Bätzing von der SPD darauf hinweisen, dass es keinesfalls “in Ordnung” ist, wenn man während der Schwangerschaft weiterhin alkoholische Getränke zu sich nimmt.

 

 

Frauen, die schwanger sind, sollten sich besser mal vorher überlegen, ob es ihnen Wert ist, auf einige Dinge während der Schwangerschaftswochen zu verzichten, die dem Kind schaden könnten. Denn erst dann, wenn der Frauenarzt nach dem 3D Ultraschall das Wort “Behinderung” in den Mund nimmt, wird vielen Frauen bewusst, wie leichtsinnig sie mit dem Leben ihres Kindes umgegangen sind. Und wenn diese Zeitpunkt erreicht ist, dann kommt die Erkenntnis leider zu spät.

18. Juli 2008

Die künstliche Befruchtung und der Kampf mit den Krankenkassen

Abgelegt unter: Schwangerschaft — Melanie @ 11:31

Viele Paaren hegen einen großen Kinderwunsch und leiden sehr darunter, dass es einfach nicht klappen will. Die Medizin ermöglicht es uns heutzutage, mit Hilfe der künstlichen Befruchtung, trotz Unfruchtbarkeit schwanger zu werden. Bis 2004 wurden die Kosten für diese Behandlung noch voll von den Krankenkassen übernommen. Doch in der heutigen Zeit wird viel eingespart und am meisten haben die normalen Bürger darunter zu leiden.

 

So übernimmt die Krankenkasse jetzt nur noch 50% der Kosten für die künstliche Befruchtung. Allerdings auch nur für 3 Versuche und unter bestimmten Vorraussetzungen. Zum einen muss die Mutter zwischen 35 und 40 und der Vater nicht älter als 50 Jahre sein. Ebenfalls ist Pflicht, dass beide miteinander verheiratet sind und man muss bereits seit über einem Jahr versucht haben ein Kind auf natürlichem Weg zu bekommen. Also sieht es für Paare jetzt immer schlechter aus sich diesen Kinderwunsch zu erfüllen.

 

Werden die Vorraussetzungen nicht erfüllt oder hat es nach dem 3. Versuch nicht geklappt (was wahrscheinlich ist, denn es braucht in der Regel drei Versuche, bis die künstliche Befruchtung zu einem Wunschkind führt) dann muss man entweder den Behandlungspreis von ca. 3500 Euro zahlen oder auf Kinder verzichten - Pech! So einfach ist das! Die Behandlungen nach dem 3. Versuch sind natürlich voll zu zahlen, was bedeutet, dass jedes Paar mit 5000-6000 Euro rechnen muss. Dabei bleibt die Frage offen, ob es bis zu dieser Investitionsgrenze dann überhaupt zum Wunschkind kommt oder ob man noch mehr Geld investieren muss, um ein selbstverständliches und natürliches Bedürfnis zu stillen bzw. sich für eine andere Option für den Kinderwunsch zu entscheiden.

 

Wie oft hört man von allen Seiten das Gemaule, die Geburtenrate in Deutschland wäre so sehr zurückgegangen, man müsse unbedingt etwas dagegen tun, bla bla bla - Nicht schlimm genug, dass sich immer weniger Paare aus finanziellen Gründen gegen ein Kind entscheiden müssen, nun werden auch noch diejenigen in Ihren Möglichkeiten gebremst, die sich sehnlichst ein Kind wünschen, aber keins bekommen können.

 

Was ist das für eine Welt, in der jederzeit die Kosten für eine Abtreibung übernommen werden, jedoch wenn es um Ermöglichung von Leben geht, der Hahn zugedreht wird?  Wie unser saarländische Ministerpräsident Müller schon so schön formulierte: “Es kann nicht sein, dass uns der Tod mehr wert ist als das Leben.”

 

11. Juni 2008

Späte Schwangerschaft…

Abgelegt unter: Schwangerschaft — Melanie @ 15:41

…was sind die Risiken und ist eine späte Schwangerschaft moralisch vertretbar? 

Mit über 40 das erste Mal Mama werden? Nicht nur bei der Prominenz schein das voll im Trend zu liegen. Immer mehr Frauen entscheiden sich für eine späte Schwangerschaft und möchten erstmal Ihr Leben genießen oder der Karriere den vortritt lassen. Mehr als ein Viertel der deutschen Frauen zählen zu den Spatgebärenden und bekommen erst ab ca. 35 Jahren Ihr erstes Kind, das Durchschnittsalter liegt allerdings bei 23 Jahren. Woran liegt es, dass Frauen heutzutage Kinder und Familiegründen erst einmal zurückstellen?

 

Die meisten Frauen bekommen deswegen später erst Kinder, weil Sie noch studieren gehen, erst mit Ende 20 mit dem Studium fertig sind und dann erstmal Berufserfahrung bzw. für die Zukunft sparen möchten. Andere entscheiden sich einfach so, weil Sie noch Spaß haben und Ihre Unabhängigkeit genießen möchten. Was zum größten Teil daran zu sehen ist, dass Frauen, die in der Stadt leben, später Kinder bekommen, als die Frauen auf dem Land.

 

Doch was weiß man bisher über die gesundheitlichen Faktoren einer späten Schwangerschaft?

Die Lebenserwartung einer Frau ist zwar in den letzten 100 Jahren um etwas 30 Jahre gestiegen, allerdings bekommen Sie weiterhin Ihre Wechseljahre im Alter zwischen 47 und 52 Jahren. Und auch in den Jahren davor verändert sich der Körper enorm. Die Fruchtbarkeit lässt nach, die monatlichen Regelblutungen werden geringer, was dazu führt, dass auch der Eisprung viel unregelmäßiger kommt. Diese Veränderungen im Körper schließen eine Schwangerschaft natürlich nicht komplett aus, macht Sie aber eher unwahrscheinlich.

 

Geht man mal nur von der Natur aus, hat diese für uns Frauen ein Gebäralter von etwa 20-25 Jahren festgelegt. Dieser Zeitraum ist laut Natur der beste, weil wir in dieser Zeit die optimalste Körperfitness aufweisen um die Anstrengungen einer Schwangerschaft geschweigedenn einer Geburt zu überstehen. Lange Ausbildungszeiten und Männer, die noch immer nicht die Reife fürs Leben gefunden haben, hat sie aber wohl nicht vorgesehen.

 

 Mal abegesehen von der rein biologischen Machbarkeit, muss man auch den gesundheitlichen Aspekt für das Kind bedenken. Zwar verlaufen die meisten Schwangerschaften und Entbindung jenseits des 25. Geburtstages genauso glimpflos wie bei jüngeren Frauen, allerdings ist das Risiko für so manch schwerwiegende Erkrankungen, zum Beispiel Chromosomstörungen beim Kind, viel größer. Und auch das Risiko für eine Fehlgeburt steigt enorm. Nicht nur die Frau wird älter, sondern auch Ihre Eizellen, was zur Folge hat, dass diese nicht mehr so einwandfrei funktionieren, wie bei jüngeren Frauen.

 

 Um den gesundheitlichen Aspekt zum Thema Risiko - späte Schwangerschaft beiseite zu schieben, sollte man auch die Auswirkung auf das spätere Leben des Kindes betrachten. Je nach Alter der Mutter, kann es später auch einmal vorkommen, dass man mit seinem Kind auf den Spielplatz, in den Park, zum Einkaufen oder ins Kino geht und für die Oma gehalten wird. Kinder können sehr grausam sein und Ihr Kind wird es bestimmt nicht einfach haben, wenn es im Kindergarten oder in der Schule von anderen Kindern gehänselt wird, weil Ihre Mama so alt aussieht.

 

Bei diesem Thema gehen die Meinungen einfach sehr auseinander. Muss man sich in der heutigen Zeit, in der die Ausbildung, der Beruf und der finanzielle Aspekt immer wichtiger werden, um sich eine sichere Zukunft aufzubauen, schon in jungen Jahren entscheiden, was einem wichtiger ist : Karriere oder Kind? Oder lässt sich das alles auch anders regeln? Gehörst du selbst zu der Gruppe “spätgebärende Mütter” oder gehst du den traditionellen Weg in der die Familie im Vordergrund steht…?  

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