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12. Juli 2010

Stillen ohne Verzicht

Abgelegt unter: Stillen — Alexandra @ 11:45

Stillende Mütter müssen nur auf die Lebensmittel verzichten, die ihnen nicht bekommen, oder die, deren Geschmack in der Muttermilch das Kind nicht mag. Bekannte Allergieauslöser müssen sie dagegen nicht meiden, meint das Netzwerk “Gesund ins Leben”.

Manche Mütter verzichten während der Stillzeit auf Lebensmittel wie Milchprodukte oder Eier, um das Allergierisiko für ihr Kind zu senken. Nach neuen Erkenntnissen kann so ein Verzicht aber nicht vor Allergien schützen, sondern vielmehr dazu beitragen, dass der Mutter und damit auch dem Kind wichtige Nährstoffe fehlen.

Zudem ist der vorsichtige Kontakt des Kindes mit kleinsten Mengen potenziell allergieauslösender Stoffe über die Muttermilch eine gute Möglichkeit für das Immunsystem, sich allmählich an die fremden Substanzen zu gewöhnen. Was das Risiko für Allergien jedoch zu erhöhen scheint, ist das Einführen von Beikost vor dem 5. Monat. Stillen beugt der Entstehung von Allergien vor, und zwar unabhängig davon, ob das Kind familiär vorbelastet ist oder nicht.

Das Einführen von Beikost bei gleichzeitigem Stillen kann also das Allergierisiko sinken, während das Kind gleichzeitig von der zusätzlichen Nährstoffzufuhr profitiert. Besonders wichtig ist dabei die Eisenzufuhr, die den Eisenspeicher wieder füllen kann, der bei Neugeborenen nur für etwa vier Monate reicht.

Das Netzwerk “Gesund ins Leben” wurde vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) gegründet.

10. Juli 2009

Muttermilch schützt den Babydarm

Abgelegt unter: Stillen — Alexandra @ 10:23

Britische Forscher haben einen bisher noch unbekannten Vorteil der Wunderwaffe Muttermilch entdeckt: Sie schütz den noch sehr empfindlichen Darm von Neugeborenen vor schädlichen Einflüssen.

Schon lange steht fest, dass Stillen das Beste für das Kind und auch gut für die Mutter ist. Das ist eigentlich eine echte Binsenweisheit, denn wenn es etwas Besseres gäbe, hätte die Evolution schon längst echte Alternativen gebracht, oder?

Neben den bekannten Vorteilen des Stillens wie der Stärkung der Abwehrkräfte des Kindes, der perfekten Zusammenstellung der Nährstoffe für die Bedürfnisse des Kindes, der Förderung der Rückbildung bei der Mutter, der engen Bindung zwischen Mutter und Kind, die das Stillen fördert, und so weiter.

Jetzt hat Tania Marchbank von der Londoner Queen-Mary-Universität zusammen mit Kollegen herausgefunden, dass die Muttermilch auch eine spezielle Substanz enthält, die vor allem in den ersten Tagen nach der Geburt den empfindlichen Darm von Neugeborenen schützt, der ja schließlich noch nie mit irgendwelcher Nahrung in Berührung gekommen ist.

Vor allem im Kolostrum, der allerersten Milch, fanden sich hohe Konzentrationen dieses Stoffes, bis zu sieben Mal mehr als in anderen Muttermilchproben. Die Substanz bildet eine Art Schutzschicht auf den verletzlichen Darmzellen, bevor diese mit den unterschiedlichsten Stoffen aus der Nahrung in Kontakt kommen.

Besonders das Stillen in den ersten Tagen nach der Geburt ist deshalb besonders wichtig, um den Darm der Neugeborenen gesund zu halten.

9. Februar 2009

Verhütung in der Stillzeit

Abgelegt unter: Stillen — Melanie @ 13:49

Endlich geschafft! Die letzen anstrengenden Tage der Kugelzeit sind vorbei und auch die Geburt haben Mutter und Kind gut überstanden. Die Schonzeit ist nun vorüber und auch die Lust auf Sex kommt langsam wieder zurück. Doch keinesfalls sollte man sich darauf verlassen, dass Stillen die beste Verhütungsmethode ist. Denn das ist wieder eines der Ammenmärchen, die sich hin und wieder gerne mal herumsprechen!

Doch wenn nicht das Stillen gegen eine direkte zweite Schwangerschaft wirkt, was dann?

Am besten geeignet ist hier die Verhütung mit Kondom. Auch wenn es für einige Paare zuerst etwas ungewohnt ist, für das Kind ist es am besten. Denn macht man mit der Verhütung während des Stillens genauso weiter, wie vor dem Kinderwunsch - meistens mit der Pille, können die Hormone die Muttermilch qualitativ verschlechtern.

Und auch eine natürliche Verhütung, wie zum Beispiel das Temperaturmessen, ist während der Stillzeit eher ungünstig. Denn durch den verschobenen Schlafrhythmus ist die Glaubwürdigkeit der morgendlichen Temperatur beim Aufwachen eher mit Vorsicht zu betrachten.

Aber eine Frage bleibt für mich hier an dieser Stelle noch offen: 3-Monats-Spritzen, eingepflanzte Stäbchen und der Verhütungsring sind Verhütungsmethoden, die auf dem Konzept der Hormonabgabe basieren. Allerdings gibt es ja auch die sogenannte Verhütungskette und die Spirale, die es auch als Verhütungsmethode ohne Hormonabgabe gibt. Was ist mit diesen Mitteln zur Empfängnisverhütung? Kann man diese direkt nach der Geburt in die Gebärmutter einsetzen?

3. April 2008

Thema Stillen heiß umstritten

Abgelegt unter: Stillen — Melanie @ 15:50

Stillen: Ein umstrittenes Thema, über das zu Reden wohl niemals ein Ende in Sicht ist. Also will auch ich meinen Senf dazu geben. Viele Mütter stellen sich die Frage schon lange bevor sie überhaupt Kinder bekommen: Soll man Stillen und worauf muss man achten?

 

Die Meinungen spalten sich. Es gibt verschiedene Studien, die belegen, dass das Stillen bzw. das Ernähren mit Muttermilch das Kind mit wichtigen und äußerst gesunden Nährstoffen versorgt, die seiner Entwicklung dienen. Auch die Beziehung zwischen Mutter und Kind soll in der ruhigen Zeit des Brustnuckelns gefestigt werden.

 

Viele Frauen haben jedoch bedenken, ob Sie sich mit Ihrem Körper, der sich in dieser Zeit sehr verändern KANN, noch attraktiv fühlen können. Die Veränderung des Körpers in der Stillzeit ist von Frau zu Frau verschieden. Je nach dem wie stark das Gewebe der Frau ist, übersteht vor allem die Brust die Stillzeit unterschiedlich. Manche Frauen müssen sich danach mit hängenden Quarktaschen zufrieden geben, andere Wiederum sind froh, wenn die Brust nach dem Stillen auf einmal viel größer ist und sich der Spitzname Flachbrust innerhalb von 9 Monaten in Luft aufgelöst hat. Aber nicht nur die genetische Veranlagung spielt dabei eine Rolle, sondern auch, wie man die Brust während der Schwangerschaft und dem Stillen pflegt. Man sollte also nicht alle Irrtümer über Busen und Stillen, die so im Umlauf sind, glauben.

 

Neben der ausserordentlich guten Versorgung Ihres Kindes, birgt das Stillen aber auch andere Vorteile. Stillen schützt vor Adipositas beim Kind. Sie fragen sich jetzt bestimmt alle: Was zum Teufel ist Adipositas? Adipositas ist der überaus schlau klingende fachliche Ausdruck für Übergewicht. Vor allem die männlichen Sprösslinge können sich diesen Vorteil zu Nutzen machen. Natürlich? Wer auch sonst? Warum sollte man den Frauen auch das “Oh Gott, ich bin so dick” oder das “Nein, ich kann den Kuchen nicht essen, ich bin auf Diät” in Ihrem Leben ersparen? Naja, wenigsten haben wir das Privileg in der Schwangerschaft essen zu dürfen bis wir das Gefühl haben, zu platzen und uns unseren Gelüsten auf Nutella mit Gewürzgurken oder Pommes mit Vanilleshake voll und ganz hinzugeben. Zumindest so lange bis uns die Schwanger Übelkeit wieder alles verdirbt.

 

Wie schon gesagt, die Meinungen spalten sich. Wie bei so manchen Entscheidungen im Leben, gibt Vorteile und Nachteile, die man bei seiner Wahl hinzuziehen sollte. Die meisten Frauen sind der Meinung: Stillen ist wundervoll!” wohingegen sich manche einfach nicht vorstellen können, was daran so wundervoll sein soll. Ich sag nur: Jeder soll das machen, was er für richtig hält….! Ich kenne niemanden, der nicht gestillt wurde und heute unterentwickelt ist, zu Übergewicht neigt oder an irgendwelchen Allergien leidet. Das Milchpulver aus der Tüte kann die Muttermilch heutzutage denk ich ganz gut ersetzen…

 

29. Januar 2008

Stillen schützt nicht vor Allergien

Abgelegt unter: Stillen — Melanie @ 11:16

Es gab bis vor kurzem das Gerücht, dass das Stillen eines Babys sein späteres Risiko auf Allergien verringern soll. Doch eine große kanadische Studie hat bewiesen, dass dem nicht so ist. Von fast 14.000 Kindern, die gestillt wurden, wurden im Alter von ca. 6 Jahren keinerlei gesundheitliche Unterschiede im Bereich der Allergien zu den nichtgestillten Kindern festgestellt. Die Ursachen für Asthma und Allergien müssen also einen anderen Ursprung haben. Stillen bietet keinen Schutz vor Allergien und Asthma. Dies wurde hiermit bestätigt! Stattdessen soll der Verzehr von Fisch und diversem Gemüse, das Risiko auf Asthma und Allergien verringern. Zu diesen Gemüsesorten zählen unter anderem: grüne Bohnen, Zucchini, Tomaten, Gurken und Auberginen. Bereits ab einer Menge von 40g dieses Gemüses und 60 g Fisch jeden Tag hat sich durch eine Studie ergeben, dass die Anfälligkeit für solche Krankheiten verringert wird.

 

Asthma bronchiale ist eine chronische Krankheit, bei der die Atemwege dauerhaft überempfindlich sind. Bei manchen Personen führt dies auch zu einer Luftnot, die meist einen Anfall mit sich bringt. Dies passiert durch die Verengung der Luftwege, die durch eine vermehrte Schleimbildung oder auch durch eine Verkrampfung der Muskulatur in den Bronchien verursacht wird.

 

Aber auch andere Allergien plagen die kleinen manchmal. Viele Babys leiden, man kann es kaum glauben, auch unter Milchunverträglichkeit. Für sie gibt es dann spezielle Babymilch in Pulverform, die die fast die gleich Nährstoffe enthält, wie die Muttermilch oder auch die normale Ersatz-Muttermilch.

 

Sehr oft kommt es auch einfach vor, dass das Baby nach dem Stillen oder zumindest meistens zur gleichen Tageszeit unter Blähungen leidet. Man erkennt dies natürlich am wehleidigen Schreien, aber auch daran, dass das Baby die Beine erst verkrampft und anzieht und sie dann heftig wieder von sich wegstößt. Man sollte sich beim ersten Mal mit dem Kinderarzt unterhalten und checken lassen, ob die Schmerzen nicht andere Ursachen haben.

 

Doch: Was kann ich gegen Blähung tun? Sehr hilfreich kann es sein, wenn man sein Kind in den “Fliegergriff” nimmt. Der Kopf des Kleinen liegt dann in der Ellenbogenbeuge oder auch auf der Hand. Man kann das Kind aber auch bäuchlings über die Knie legen. Durch das Aufliegen, erzielt man beim Baby einen beruhigend und schmerzstillenden Massageeffekt.

 

Fakt ist: Das Stillen hat nichts damit zu tun, ob ihr Kind später einmal auf manche Gegebenheiten, die Allergien oder Asthma auslösen können, empfindlich reagiert. Jedes Kind hat eine unterschiedliche Verdauung und wird mal weniger und mal mehr krank. Hauptsache ist, dass Ihr Kind eine gute Ernährung genießt und seine Immunsystem für das Leben, das es noch vor sich hat, Tag für Tag stärkt.