Muttermilch schützt den Babydarm
Britische Forscher haben einen bisher noch unbekannten Vorteil der Wunderwaffe Muttermilch entdeckt: Sie schütz den noch sehr empfindlichen Darm von Neugeborenen vor schädlichen Einflüssen.
Schon lange steht fest, dass Stillen das Beste für das Kind und auch gut für die Mutter ist. Das ist eigentlich eine echte Binsenweisheit, denn wenn es etwas Besseres gäbe, hätte die Evolution schon längst echte Alternativen gebracht, oder?
Neben den bekannten Vorteilen des Stillens wie der Stärkung der Abwehrkräfte des Kindes, der perfekten Zusammenstellung der Nährstoffe für die Bedürfnisse des Kindes, der Förderung der Rückbildung bei der Mutter, der engen Bindung zwischen Mutter und Kind, die das Stillen fördert, und so weiter.
Jetzt hat Tania Marchbank von der Londoner Queen-Mary-Universität zusammen mit Kollegen herausgefunden, dass die Muttermilch auch eine spezielle Substanz enthält, die vor allem in den ersten Tagen nach der Geburt den empfindlichen Darm von Neugeborenen schützt, der ja schließlich noch nie mit irgendwelcher Nahrung in Berührung gekommen ist.
Vor allem im Kolostrum, der allerersten Milch, fanden sich hohe Konzentrationen dieses Stoffes, bis zu sieben Mal mehr als in anderen Muttermilchproben. Die Substanz bildet eine Art Schutzschicht auf den verletzlichen Darmzellen, bevor diese mit den unterschiedlichsten Stoffen aus der Nahrung in Kontakt kommen.
Besonders das Stillen in den ersten Tagen nach der Geburt ist deshalb besonders wichtig, um den Darm der Neugeborenen gesund zu halten.
