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Baby-Zeit Blog

23. Juni 2009

Ein Nachmittag mit Babygymnastik

Abgelegt unter: Urlaub & Reisen — Alexandra @ 13:23

Viele Eltern treffen sich regelmäßig mit anderen, die ebenfalls Kinder im gleichen Alter haben. Oft haben sich die Paare auf den Entbindungsstationen oder in der Vorbereitung auf die Geburt kennengelernt und kommen regelmäßig zusammen, um sich auszutauschen oder etwas miteinander zu unternehmen. Es kommt also bestimmt nicht selten vor, dass sich in Gärten, in denen Gasgrills aus Titan oder Edelstahl stehen, und ein Pool vorhanden ist, die jungen Eltern zur gemeinsamen Zeit treffen.
 

Wie gesund es für Babys ist, sich im Wasser zu bewegen, ist weithin bekannt. Sie sind es durch die Zeit der Schwangerschaft gewöhnt, sich im nassen Element aufzuhalten. Natürlich darf das Wasser nicht zu kalt sein, und es sollte auch dafür Sorge getragen werden, dass nichts passieren kann. Weder am Gasgrill noch im Wasser darf hier leichtsinnig gehandelt werden. Vielleicht schafft man es ja, eine versierte Fachkraft ins Boot zu holen, mit deren Hilfe die Babygymnastik im eigenen Pool für alle Beteiligten zum reinen Vergnügen wird.
 

Während die Mamis mit den Babys plantschen, können sich die Väter an den Gasgrills die durchwachten Nächte und die manchmal überforderten Mütter von der Seele reden. Dabei wird gegrillt, was das Zeug hält. Zum Abschluss des Tages, wenn alle Babys versorgt sind und sich bei einem Schläfchen von der Bewegung im Wasser erholen, wird dann gemeinsam gegessen, gelacht und getratscht. Probleme mit den ersten Zähnchen kommen hier sicher ebenso auf den Tisch, wie die neuesten Anekdoten, Fotos und Erlebnisse. Solche Tage, gemeinsam am Grill verbracht, zeigen, dass man nicht alleine Freude, Sorgen, Stress und lustige Momente mit seinem Baby verlebt.

28. August 2008

Großes Abenteuer Zeltlager

Abgelegt unter: Urlaub & Reisen — Melanie @ 08:49

Da ich selbst einmal Betreuerin im Zeltlager war, kann ich ein Feriencamp für Kinder nur empfehlen. Im Zeitalter von Computer, Handy & Co. wird es immer wichtiger, dass Kinder auch die Abenteuer der Natur kennenlernen und für zumindest einige Zeit “auf eigenen Beinen” stehen.

 

Im Zeltlager steht natürlich vor allem der Spaß für die Kinder im Vordergrund. Durch die Hintertür schleichen sich aber spielerisch auch Selbstständigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Selbstbewusstsein ein, was die Kinder in Ihrer geistigen, sozialen und emotionalen Entwicklung stärkt.

 

In Ihrer Zeit auf dem Platz haben Sie gewisse Aufgaben zu erledigen und natürlich auch Regeln zu beachten. Eines der wichtigsten Aufgaben ist das Bewachen der Flaggen. Zu Beginn des Zeltlagers wird ein großer Mast aufgestellt, an dem zwei Flaggen gehisst werden. Eine rosafarbene für die Mädels und eine blaue für die Jungs. Alle Gruppen im Zeltlager werden zur Nachtwache eingeteilt, in der es gilt. 2-3 Stunden in der Nacht am Feuer zu sitzen, die Flaggen zu bewachen und ab und zu den Rundgang am Waldrand zu machen, damit ein “Überfall” vermieden werden kann, in dem man die “Diebe” schon im Vorfeld entdeckt. Natürlich sind die “Diebe” keine Bösewichte, sondern meist liebenswerte Freunde und Bekannte der Betreuer des Zeltlagers, die sich mit dem Ergattern einer Flagge einen Unterschlupf, wie auch eine Kiste Bier oder Cola verdienen wollen und Ihren Spaß daran haben, nachts durchs Dickicht zu streifen und den richtigen Moment abzuwarten, wenn gerade mal wieder Schichtwechsel ist oder eines der Kinder mal nicht aufpasst. Denn hat der Dieb erst einmal die Flagge für sich gewonnen, müssen die Betreuer des Zeltlagers tief in Ihr Portemonaie greifen.

 

Aber die Nachtwache ist selbstverständlich nicht das einzige Abenteuer das man als ein Zeltlagerkind erlebt. Die Betreuer (damals auch meine Wenigkeit) denken sich für jedes Zeltlager, das Jahr für Jahr stattfindet, schon im Vorfeld ein Thema aus, auf das dann aufgebaut wird. Passend zum Thema, werden den Kindern in den Mittagsstunden einzelne Stationen geboten, in denen Sie die unterschiedlichsten Dinge basteln und die skurielsten Aufgaben erledigen müssen. Ganz besonders in Erinnerung geblieben ist mir da das Thema Mittelalter. Jede Gruppe durfte sich selbst ein Thema im Bereich Mittelalter aussuchen. Da gab es die Hofnarren, die Kreuzritter, die Prinzessinnen, die Hexen und die Drachen. Dementsprechend gab es auch passende Kostüme, die man zu bestimmten Spielen oder zeltlagerischen Ritualen stets getragen hat.

 

Auch ein Rollenspiel wurde durchgeführt, in dem mehrere Betreuer verschiedene Stationen im Wald hatten. Die Kinder hatten die Aufgabe, die Prinzessin vom Drachen zu befreien. Dabei mussten Sie im Wald vom Koch erfahren, wo der Schatzsmeister zu finden ist, von dem Sie den Schlüssel für den Käfig brauchten. Der Koch wollte das den Kindern aber erst sagen, wenn sie ihm die Kräuter für seine Suppe beschafften. Diese brauchten Sie von der Magd an der Lichtung, der man aber erstmal helfen sollte, ihre Schleife zu finden. Letzendlich nach langem Erfüllen der Aufgaben und beantworten der Fragen, waren die Kinder an Ihrem Ziel angekommen und mussten den Drachen besiegen und die Prinzessin befreien. Ein super aufregendes Spiel für alle Beteiligten.

 

Aber nicht nur Spiele werden im Zeltlager gemacht, sondern auch für muskalische Unterhaltung ist gesorgt. Unter den vielen Sozialpädagogen ist meist einer dabei, der Gitarre spielen kann. Nach dem gemeinsamen Essen und dem abendlichen Feuerkreis, in der alle Kinder und Betreuer zusammen um ein großes Feuer herum sitzen, werden Kinderlieder, wie “Kasper Hauser” “Streets of London” oder andere Lieder zusammen gesungen, bevor es für die kleinen heißt: “Alle in die Federn” oder “Auf zur Nachtwache”.

 

Alles in allem kann man sagen, dass 10 Tage Zeltlager für Kinder das größte Abenteuer ist, was man Ihnen bieten kann und keinem Kind sollte die Möglichkeit verwehrt bleiben.

29. Juli 2008

Kindersicherheit im Flugzeug

Abgelegt unter: Urlaub & Reisen — Melanie @ 10:18

“Sicherheit geht vor!” Zumindest sollte man im Bezug auf seine Kinder nach diesem Motto handeln. Wenn Eltern mit Ihrem Kleinkind in Urlaub fliegen, dann war es bisher immer so geregelt, dass man in den meisten Fällen keinen eigenen Sitz hatte, sondern mit den Beinen von Mutter oder Vater Vorlieb nehmen musste. Weil dies aber, durch eventuelle Turbulenzen wirklich gefährlich werden kann, da ein Erwachsener in solch einer Situation, gar nicht in der Lage wäre, sein Kind festzuhalten, musste man sich etwas überlegen…

 

Seit dem 16.07.2008 steht fest - Kinder, die im Flugzeug bei Mama und Papa auf dem Schoß sitzen, müssen mit einem so genannten Loop Belt gesichtert werden. Der Schlaufengürtel wird an dem Gurt des Erwachsenen befestigt und soll das Kind schützen, wenn es zu Turbulenzen kommt. Das alles hört sich zwar vernünftig an, stellt aber nach Meinung von Experten nach der Durchführung von Crash Tests für Kinder im Flugzeug, ein großes Sicherheitsrisiko für das Kind dar. Zwar hält der Gurt das Kind auf dem Schoß des Erwachsenen, aber es wirken auch enorme Kräfte auf die Passagiere ein, was dazu führt, dass das Kind unter dem Körper des Erwachsenen regelrecht zerquetscht wird. Zudem liegt der Gurt beim Kind genau im Weichteilbereich an, was den Loop Belt noch gefährlicher macht.

 

Es ist also auf jeden Fall sicherer, seinem Kind, einen eigenen Sitzplatz zu reservieren und darauf einen Kindersitz zu befestigen. Doch auch hier werden den Eltern wieder Steine in den Weg gelegt. Nicht nur, dass man bei einem separatem Platz für das Kind mit 2/3 des Normalpreises rechnen muss, der Oberhammer ist, dass die Kindersitze, die für Flugzeuge geeignet sind, zu Zeit nicht hergestellt werden. Es haben sich zwei Kindersitze für die Anwendung im Flugzeug qualifiziert: der Luftkid DUO und der Römer Kind quickfix. Ersterer ist erst wieder Anfang nächstes Jahr erhältlich, letzterer wird zu Zeit gar nicht mehr produziert. Zudem bieten auch die Fluggesellschaften im Moment keine Kindersitze an. Grund dafür sind die zu hohen Kosten und der Platzmangel an Bord.

 

Tja, wer also nicht das Glück hat, einen dieser beiden Modelle von Kindersitzen bereits zu besitzen. Der hat eben Pech gehabt - ist ja auch nicht so schlimm! Zerquetschen wir eben unser Kind unter uns - hautpsache Lufthansa, Condor & Co. haben Geld gespart und im Flugzeug ist noch Platz für das ganze Essen, dass man für die Fluggäste im Flugzeug verstauen muss, damit die bei 2 Stunden Flug auch nicht verhungern!

 

Was haltet Ihr davon? Ist das nicht eine Frechtheit? Mal wieder typisch. Man könnte grad meinen, das einzige, was die Damen und Herren von ganz oben machen ist, Kaffee trinken, Zigarren rauchen und sich an ihrem vielen Geld erfreuen. Und damit man nicht meint, man würde gar nichts tun, haut man eben manchmal einfach ein paar unüberlegte Bestimmungen und Rechte raus, um sich wichtig zu machen….