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15. Februar 2008

Kindererziehung

Abgelegt unter: Erziehung — Melanie @ 11:29

Kindererziehung ist vor allem heutzutage ein sehr umstrittenes Thema. Viele Eltern kommen mit der Erziehung Ihres Sprösslings überhaupt nicht klar und im Endeffekt haben die Kinder darunter zu leiden. Doch wann beginnt man mit der Kindererziehung? Schließlich kann man ein kleines Wesen, das gerade das Licht der Welt erblickt hat noch nicht erziehen, oder doch?

 

Gerade am Anfang, wenn der erste Schreck der Geburt überstanden ist, wird das kleine Wesen, das stets so ruhig und entspannt geschlafen hat, zumindest die meiste Zeit, zum 24-Stunden-Baby.

Es kann sich in der ersten Phase seines Lebens nicht anders ausdrücken, als mit schreien und so hart es für Eltern, und besonders für Mütter auch sein mag, nachts aufzustehen und das nicht nur einmal, Babys sollte man auf keinen Fall einfach schreien lassen - zumindest nicht im ersten halben Jahr!

 

Hat das Baby dann ein bestimmtes Alter erreicht, etwa dann, wenn es anfängt zu laufen, wird es natürlich neugierig und möchte die Welt erkunden. Man kann einem Kind aber auch nicht alles verbieten. Natürlich sollte man den DVD-Player, das Handy und andere technischen, sowie zerbrechliche Gegenstände aus der Reichweite des Kindes entfernen und das nicht nur, weil die Dinge schneller kaputt sind, als man gerne hätte, sondern natürlich auch zur Sicherheit des Kindes. Die Ausdauer eines kleinen Kindes ist oft sehr groß und es wird wahrscheinlich nötig sein, dass sie mehr als einmal nein sagen und Verbote aussprechen, denn Kinder lassen sich durch ein einmaliges “nein” nicht davon abbringen, die Treppen alleine hochzusteigen oder den Backofen aufzumachen, gerade dann, wenn Mama einmal nicht hinschaut. Grenzen austesten wird spätestens im Laufalter zum beliebtesten Hobby von Kleinkindern und man muss als Eltern viele Kompromisse beim Baby eingehen, trotzdem sollte man auf eine strenge Erziehung verzichten.

Sie sehen, man muss einfach in das Elternsein und die Aufgabe der Erziehung des Kindes hineinwachsen. Jedes Kind ist anders und auch die Eltern unterscheiden sich voneinander.

 

Kindererziehung ist einfach” - ja - das sagt man so leicht. Jugendämter oder auch Pädagogen sollen Eltern bei der Kindererziehung unterstützen, versuchen aber oft auch, Ihre eigenen Methoden durchzusetzen. Sie versuchen, Eltern gewisse Erziehungsmethoden aufzuzwingen. Anstatt Ihnen einfach nur ein bisschen unter die Arme zu greifen, wird Ihnen erzählt, welche schlimmen Konsequenzen es haben wird, wenn sie sich nicht an die Regeln des Erziehungsberaters halten. Dabei werden eigene Wertvorstellungen, Weltanschauungen und Prinzipien der Eltern völlig in den Schatten gestellt. Nicht jeder kommt mit der Erziehung seines Kindes 100% zurecht, aber müssen nicht zumindest die persönlichen Einflüsse der Eltern das Kind mitprägen? Wie würde unsere Welt aussehen, wenn jeder Vater und jede Mutter nur nach Regeln erziehen würde?

Die Grenzen, wann man mit der Kindererziehung beginnen sollte, sind daher sehr verschwommen. Doch zum Thema Babyerziehung gibt es noch mehr zu sagen.

 

Vor 2 Tagen hatte ich die Ehre, bei Radio Teddy Berlin im Themenabend zum Thema Kindererziehung ein kleines Interview über Babyerziehung zu geben. Radio Teddy ist ein Radiosender, dessen Sitz sich im Filmpark Babelsberg befindet. Zielgruppe dieses Senders sind Familien, Eltern aber auch Kinder, die täglich mit spannenden Themen aus dem Alltag unterhalten werden.

 

 
icon for podpress  Interview bei Radio Teddy Berlin: Play Now | Play in Popup

2 Kommentare »

  1. Zuerst einmal finde ich Ihren Beitrag zum Thema Kindererziehung gut. Ich habe mir auch das Interview, welches Sie mit Radio Teddy Berlin zum Thema Babyerziehung geführt haben, angehört und kann diesem nur zustimmen.

    Allerdings finde ich, dass Kindererziehung keineswegs einfach ist. Für vieles im Leben gibt es Ausbildungen, Fortbildungen oder Kurse, um sich weiterzuqualifizieren. Oft besitzt man erst nach einer langen Bildungsphase entsprechende Fähigkeiten oder bestimmtes Wissen, um bestimmte Tätigkeiten auszuüben oder Funktionen auszufüllen. Aber sind Eltern auch ausgebildet, Kinder zu erziehen? Sind sie darauf vorbereitet? Wissen sie, was gut für ihre Kinder ist? Ich denke, dass Eltern nie alles wissen können und bereits mit Beginn der Schwangerschaft erheblichen Informationsbedarf besitzen. Warum werden in Baby-Foren so viele Fragen gestellt? Warum versuchen Eltern, sich Rat in Büchern zu holen, die sich mit Kindererziehung beschäftigen? Warum kommen so viele Eltern nicht mit ihren Kindern klar, haben Erziehungsprobleme und suchen Hilfe?

    Die Entwicklung eines Kindes ist stark von den Eltern geprägt. Ja, ich halte es darum für falsch, wenn sich Eltern nicht mit dem Thema Kindererziehung beschäftigen, da sie dann auch vieles falsch machen können.

    Nein, Eltern müssen nicht zu 100% mit der Erziehung Ihres Kindes zurechtkommen. Auch perfekte Eltern verlangt niemand. Eltern müssen sich darum auch nicht überfordert fühlen, wenn sie sich mit den Anforderungen der Kindererziehung konfrontiert sehen.

    Bedenklich finde ich es aber, wenn Eltern der Meinung sind, in Fragen der Erziehung schon alles zu wissen und beratungsresistent gegen Pädagogen und Sozialarbeiter schimpfen, die angeblich nur versuchen, eigene Wertvorstellungen und Erziehungsmethoden durchzusetzen.

    Kommentar von Hendrik — 28. August 2008 @ 15:53

  2. ja genauso sehe ich ich das auch. “Nein, Eltern müssen nicht zu 100% mit der Erziehung Ihres Kindes zurechtkommen. Auch perfekte Eltern verlangt niemand. Eltern müssen sich darum auch nicht überfordert fühlen, wenn sie sich mit den Anforderungen der Kindererziehung konfrontiert sehen.”
    Vorallem finde ich zwei Sachen wichtig. Interesse am Leben der Kinder teilhaben zu können und entsprechende werte die in der Erziehung des kindes vermittelt werden sollen auch vorzuleben!!!
    und das ist auch auch meiner persönlichen Erfahrung nicht immer einfach.

    Kommentar von frani — 23. April 2010 @ 07:57

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