Wie viel Förderung für Babys ist zu viel?
Um sein Kind, oder besser gesagt seine Fähigkeiten und seine geistige wie auch körperliche Entwicklung zu fördern, gibt es viele verschiedene Angebote, von der PEKiP-Gruppe über das Babyschwimmen und die Babymassage bis hin zu Babyyoga, Sprachkursen, Montessori-Krabbelgruppen und so weiter.
Um ihrem Kind auch ja keine Chance zu verbauen, melden manche Eltern sich und ihren Nachwuchs gleich bei mehreren Kursen an. Schließlich gilt auch bei der Frühförderung “Viel hilft viel”, oder nicht? Viele Experten bezweifeln aber die Wirkung dieser Angebote, ganz abgesehen davon, dass Babys auch schnell überfordert werden können. Schließlich sind ja sogar die Erwachsenen erschöpft und gebeutelt, wenn sie jeden Tag einen anderen Kurs besuchen müssen, womöglich noch mit stressiger Anfahrt, egal ob im Auto oder in den öffentlichen Verkehrsmitteln.
Natürlich steht nichts dagegen, mit eurem Kind viele unterschiedliche Gruppen bzw. Kurse zur Frühförderung zu besuchen. Allerdings solltet ihr euch dabei genau anschauen, was dem Baby auch wirklich Spaß macht – der Ernst des Lebens kommt noch früh genug, meint ihr nicht auch?
Zudem ist auch wichtig, was euch gefällt. Wenn ihr die Lehrmethoden oder die Gruppenleiter eigenartig findet oder mit den anderen Eltern nicht warm werdet, dann lasst es einfach! Wenn ihr euch zweimal in der Woche zur PEKiP-Gruppe zwingen müsst, seid ihr schlecht gelaunt, und das merkt euer Baby natürlich auch. Es hat bestimmt mehr davon, wenn ihr die paar Stunden einfach zusammen verbringt.
Natürlich ist es auch ganz grundlegend wichtig, wie der jeweilige Kurs oder das Krabbeltreffen in euren Wochenablauf passen. Steht ihr dabei nämlich ständig unter Stress und Zeitdruck, macht das weder euch noch eurem Baby Spaß. Auch hier ist es besser, einfach mal zuhause, im Park oder sonst wo miteinander Zeit zu verbringen und euch ganz auf das Baby zu konzentrieren. Denn ihr wisst ja: Zuwendung und Aufmerksamkeit sind immer noch die beste Förderung – da kommt auch der beste Babysprachkurs nicht mit!

Hallo,
das ist mal ein interessanter Beitrag. Gerade die frühkindliche Förderung ist enorm wichtig und wird noch oft unterschätzt.
Grüße
Kommentar von Lacuna — 11. August 2010 @ 11:55
Hey,
solche Kurse sind lustig und machen Spass, und vor allem bekommen die Familien untereinander Kontakt, was heutzutage anders nur schwer zu machen ist. Und tatsächlich finde ich Kurse wie den für die Babyzeichensprache sehr spannend, weil er neue Wege der Kommunikation öffnet - aber ob Förderprogramme wirklich fördern, bzw Babys ohne Förderprogramme schlechter dastehen? Babys lernen ganz von alleine Krabbeln und Laufen, komplett ohne jemandem, der ihnen das beibringt. Auch später lernen Kinder unentwegt, man kann es gar nicht abstellen. Wichtig ist, dass man ihnen die Möglichkeit gibt, sich frei zu entfalten - und wenn sie einen Förderkurs besuchen, ist das allemal besser, als vor der Glotze zumzuhängen, wo der Lernfaktor gleich null ist…
Liebe Grüße,
Hannah
Kommentar von Hannah — 29. August 2010 @ 13:06
Schöner Beitrag. Nicht zu viel aber auch nicht zu wenig Frühförderung. Kenne Mütter die hetzen druch die Woche und wundern sich dann darüber, dass sie fertig sind.
Grüße
Frank
Kommentar von frank — 17. September 2010 @ 07:17