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Baby-Zeit Blog

28. Juli 2010

Frühe Hilfe für Risikofamilien

Abgelegt unter: Gesundheit — Alexandra @ 07:23

Ärzte der Universität Leipzig beobachten das Hausbesuchsprogramm “Pro Kind”, das seit einigen Jahren läuft, und haben erkannt, dass frühe Hilfen für Risikofamilien das Risiko von Vernachlässigung und Misshandlung von Kindern effektiv senken können.

Im Rahmen dieses Programmes werden Frauen in Problemsituationen schon während der Schwangerschaft von Hebammen und/oder Sozialarbeitern begleitet, die ihnen bei Problemen schon frühzeitig helfen können. So kann vermieden werden, dass an sich kleinere Probleme eskalieren und die Eltern aus Verzweiflung oder Ratlosigkeit ihre Kinder vernachlässigen oder sie gar misshandeln. Das Programm “Pro Kind” gibt es nicht nur in Sachsen, sondern auch in Niedersachsen und Bremen.

Im Rahmen dieser Programm werden die Schwangeren beispielsweise über Unterstützungsmöglichkeiten informiert und ihnen werden die Fahrtkosten zu den Vorsorgeuntersuchungen bezahlt. Ausgewählte Teilnehmerinnen werden außerdem von Familienbegleiterinnen  betreut, und zwar von der Schwangerschaft bis zum zweiten Lebensjahr des Kindes.

Dass dieses Programm auch seelische Probleme von Kleinkindern verhindern oder aufdecken kann, betonte Professor Kaí von Kitzing von der Uni Leipzig jetzt beim “Weltkongress für seelische Gesundheit im frühen Kindesalter”. Dieses Problem ist nicht zu unterschätzen, immerhin leiden drei bis sechs Kinder unter Depressionen. Deshalb sei es wichtig, dass die Mitarbeiter in Pflege und Betreuung Kenntnisse in Entwicklungspsychologie und im Bereiche der frühen Hilfen haben.

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