Keine Heparinsalbe bei blauen Flecken
Es ist eine alte Tatsache: Kinder haben oft blaue Flecken. Sie sind quirlig und wollen überall hin, haben aber noch keine eigenes Gespür für Sicherheit und Gefahren. Sie verletzen sich beim Spielen, kleinere Kinder fallen beim Laufenlernen mal hin, oder sie holen sich auf tausend andere Arten Blutergüsse. Oft tut das nicht mal sehr weh, aber es kann furchtbar aussehen.
Zu einem Bluterguss kommt es, wenn ein Stoß die Haut zwar unverletzt lässt, die Blutgefäße aber beschädigt werden. Das Blut tritt aus und sickert in das umgebende Gewebe, wo es erst gerinnt und dann langsam vom Körper abgebaut wird.Manche Eltern greifen dann gerne zu einer Salbe mit Heparin, die die blauen Flecken schneller verschwinden lassen soll. Heparin ist ein Stoff, der die Blutgerinnung hemmt, das aus den Adern in das Gewebe ausgetretene Blut also praktisch auflösen soll. Kein Blut, kein blauer Fleck.
Ärzte raten aber davon ab, solche Salben oder Gele bei Kindern zu verwenden. Die Produkte können die empfindliche Haut der Kinder reizen oder sogar richtige Allergien auslösen. Ein Bluterguss löst sich normalerweise innerhalb von 14 Tagen komplett von selbst aus. Dabei wechselt er die Farbe je nach Abbaustadium von rot über lila, bräunlich-schwarz, dunkelgrün bis hin zu gelb und verschwindet dann.
Wenn ein Bluterguss sehr groß ist, schmerzt oder sich heiß anfühlt, sollte man mit dem Kind zum Arzt gehen. ie beste Sofortmaßnahme beim Entstehen eines blauen Flecken ist übrigens, die Stelle zu kühlen und hochzulagern. So wird der Fleck nicht so groß und dramatisch wie ohne Behandlung.
