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Baby-Zeit Blog

5. Juli 2010

Nie mehr “Engelchen flieg”?

Abgelegt unter: Gesundheit — Alexandra @ 10:54

Vermutlich kennen wir alle das Spiel “Engelchen flieg”. Dabei wird ein Kind an den Händen gefasst und vom Erwachsenen im Kreis herumgewirbelt. Das ist für den Wirbler je nach Größe es Kindes anstrengend, für die Kinder aber ist es meistens ein wildes Vergnügen, von dem man nie genug haben kann.

Da Vergnügen ist jetzt allerdings getrübt. Nimmt man nämlich ein Kind an den Händen hoch, wie man es ja bei “Engelchen flieg” auch macht, kann sich das Ellenbogengelenk des Kindes lockern. Bei Kindern bis zu vier Jahren passiert das noch sehr leicht.

Wird das Gelenk auseinandergezogen, rutscht das umgebende Gewebe sozusagen in den entstehenden Spalt hinein und wird dann eingeklemmt, wenn das Gelenk wieder an Ort und Stelle ist. Das ist natürlich sehr schmerzhaft, die Kinder können den Arm zudem kaum bewegen. Wenn das passiert ist, nehmen die Kleinen oft eine Schonhaltung ein, bei der sie den Arm vor den Körper an den Bauch legen, sagt Monika Lierhaus vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte.

Wenn das Kind Lähmungserscheinungen zeigt, muss das unbedingt vom Arzt abgeklärt werden. Er kann das Gelenk schnell wieder in die richtige Lage bringen, danach lassen die Schmerzen innerhalb weniger Minuten nach.

Übrigens kann nicht nur “Engelchen flieg” für so eine Verletzung sorgen. Sie kommt auch oft vor, wenn ein Kind stolpert und hinfällt, während es an der Hand der Eltern geht. Die Eltern halten die Hand des Kindes reflexartig fest, so dass es beim Fall mit ganzem Gewicht am Ellenbogen zieht.

2 Kommentare »

  1. Wir fassen unsere Tochter dabei immer mit der äußeren Hand an ihre Hand und mit der inneren in die Achselhöhle. So kann dabei nichts passieren und das Kind hat trotzdem seinen Spaß. Anstrengend ist es allerdings immer noch… ;)

    Kommentar von Geschwisterchen — 20. Juli 2010 @ 08:44

  2. Bind grade über Google auf den Artikel gestoßen und muss sagen, dass das natürlich passieren kann, aber selbstverständlich nicht immer! Trotzdem kann man einfach vorsorgen, wie “Geschwisterchen” schon geschrieben hat.
    Grüße,
    Britta

    Kommentar von Spielzeug Blog — 18. Oktober 2010 @ 16:33

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