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Pubertät



Teil der Adoleszenz (Übergangsstadium von Kindheit zu Erwachsensein), in dem ein Kind geschlechtsreif wird und seine Fortpflanzungsfähigkeit erlangt. Wenn die Gehirnanhangdrüse ein hormonelles Signal an den Körper sendet und ihm damit sagt, dass in bestimmten Organen mehr Geschlechtshormone hergestellt werden sollen und diese ins Blut ausgeschüttet werden sollen, ist der Beginn der Pubertät erreicht. Bei Mädchen ist es das Östrogen, das die Pubertät verursacht, wobei bei Jungs das Testosteron für die Geschlechtsreife zuständig ist. Hierzulande beginnt die Pubertät bei Mädchen ca. zwischen dem 10. und 18. Lebensjahr und bei Jungs zwischen dem 12. und 20. Lebensjahr.

Dabei kommt es zu vollständigen Ausprägung der Geschlechtsmerkmale der bei den Geschlechtern. Die Menstruation und auch die Bildung von befruchtungsfähigen Eizellen in den Eierstöcken kommen bei Mädchen auf, wobei bei den Jungs die Spermienproduktion in den Hoden beginnt. Beide Geschlechter bekommen geschlechtsspezifische Körperbehaarung. Wie die Pubertät verläuft ist nach neusten Erkenntnissen vor allem genetisch festgelegt. Das Pubertätsgen GPR 54 bekommt hier eine besondere Bedeutung. Früher nahm man an, dass sich die Sexualität eines Menschen erst mit der Pubertät entwickelt, doch nach den Erkenntnissen, die Sigmund Freud brachte, ist nun bewiesen, dass man schon als Kind sexuelle Regungen verspürt.

Schon vor der Pubertät produziert der Körper, allerdings in geringen Mengen, Hormone, die zur Geschlechtsreifung beitragen. Bei Jungen und Mädchen passiert dies jedoch in verschiedenen Mengenanteilen.

Pubertät bei Jungen



Pubertät Jungen
Das die Gonadotropinkonzentration im Blut bei Jungs deutlich ansteigt, beginnt bei ihnen schon vor der eigentlichen Pubertät die Produktion von Testosteron in den Leydig-Zellen der Hoden. Allein durch dieses Geschlechtshormon werden die Geschlechtsmerkmale geprägt. Auch das Körper- und Muskelwachstum und die Körperbehaarung wird dadurch gefördert. Durch das Gonadotropin wird die Scham- und Achselbehaarung gesteuert und auch die Ausprägung von Barthaar, Körperhaar und Brusthaar wird dadurch im späteren Verlauf der Pubertät reguliert. Kurz vor der Pubertät steigt der Testosteronspiegel um das 2-3fache. Dabei wird das Wachstum von Penis, Hoden, Hodensack, Nebenhoden, Samenblase, Prostata, Samenleiter, Bulbourethral- und Präputialdrüsen stimuliert. Es kann deshalb auch möglich sein, dass bei Jungs schon vor der Pubertät bei einem Orgasmus etwas Postratasekret ausgeschieden wird. Dieser Vorgang wird oft auch als Ejakulation im Sinne von "samenloser Erguss" bezeichnet. Die Voraussetzung dafür ist die starke Ausprägung der Geschlechtsorgane, ein starkes sexuelles Interesse und eine leichte sexuelle Erregbarkeit und eine häufige Masturbation.

Pubertät Mädchen

Pubertät bei Mädchen



Schon vor der Pubertät fangen die Eierstöcke bei Mädchen an, Östrogene herzustellen. Dabei werden auch der Beginn der Brustentwicklung und die Entwicklung der Gebärmutter und der Scheide eingeleitet.

Die Östrogene bewirken das allgemeine Wachstum der Milchdrüsen. Dies wiederum lässt die Brust auch wachsen. Sie lassen die Brustwarzen und die Brustwarzenhöfe wachsen und fördern Ihre Erigierbarkeit. Auch die Schambehaarung bei Mädchen wird durch die Östrogene eingeleitet.

Die erste Menstruation beginnt mit dem Höhepunkt des Körperwachstums. Erst wenn der Körper groß genug ist, um ein Kind austragen zu können, bekommt ein Mädchen seine erste Regel. Natürlich geht Ihr kein Eisprung voraus, weshalb man die ersten paar Menstruationen auch als Abbruchblutung bezeichnet. Erst mit der Zeit kommt es dann zu einem Eisprung.