|
|
|
Integration im Kindergarten
|
Die Chancenungleichheit wird in unserem Bildungssystem sehr begünstigt. Ein Kind, das anspruchsvolle Bildungsgänge besuchen möchte, wenn es mal größer ist, ist stark mit der sozialen und ethnischen Herkunft der Kinder verbunden. Ganz besonders Kinder von Einwanderern haben hier große Nachteile. Ihnen gelingt die gleichberechtigte Teilhabe an Kultur und Bildung nur sehr schwer. Und auch im Berufsleben können sie nur schwer Fuß fassen. Die Menschen müssen auch die Stärken und die Bereicherung dieser Kinder erkennen und diese in die Gesellschaft mit einfließen lassen.
Vor allem die Eltern und auch der Kindergarten sind dazu verpflichtet, Kindern im Elementarbereich eine gute Basis für Ihren Bildungsweg zu gewähren. Aus diesem Grund, sollte der Kindergarten ein Ort sein, an dem alle Kinder gleich behandelt werden. Welche Hautfarbe das Kind hat, welcher Religion es angehört, welche Sprache es spricht oder welche Familienkultur sie bevorzugen, soll dahin gestellt sein. Man sollte auch selbst seinen Kindern vermitteln, ausländischen Kindern die Integration im Kindergarten nicht zu erschweren, sondern sie eher noch zu vereinfachen. Der Kindergarten sieht hier die Eltern als Partner, um die Einwanderergesellschaft miteinander zu erleben und diese auch aktiv mit zu gestalten.
Integrative Kindergärten
Aber nicht nur ausländische Kinder sind hier betroffen. In ganz Deutschland verteilt gibt es so genannte integrative oder heilpädagogische Kindergärten, deren Konzept es ist, behinderte und nicht behinderte zusammen zu bringen. Die Kinder spielen, lernen und leben gemeinsam. Dadurch wird den Kindern schon frühzeitig Verständnis füreinander beigebracht, damit Vorurteile erst gar nicht entstehen können. Die Kinder werden so in Ihrer Persönlichkeit und Ihren sozialen Verhaltensweisen gefördert. In der Regel können in einem integrativen Kindergarten Kinder ab drei Jahre aufgenommen werden und bis zum Schuleintritt dort bleiben. In manchen Kindergärten ist es auch üblich, dass sogar Kinder im Alter von 2 Jahren aufgenommen werden können.
|
|
|