|
|
|
Aufklärung in der Schule
|
Trotz, dass in der Schule ab der 7. Klasse Sexualkunde unterrichtet wird, und die Jugendlichen im Freundeskreis immer eine große Klappe haben, fehlt vielen ein grundlegendes Wissen zum Thema Sexualität und Verhütung. 20% der über 500 befragten Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 16 Jahren, waren der Meinung, dass Tampons als Verhütungsmittel geeignet wären. Es ist erstaunlich und erschreckend, dass es in der heutigen Zeit, in der offenbar ein offener Umgang mit Sexualität herrscht, so viele Jugendliche mangelhaft aufgeklärt sind. Der Sexualkundeunterricht in der Schule wird meist nur auf biologische Aspekte reduziert. Durch die gemischtgeschlechtliche Klassenöffentlichkeit und das fehlende Vertrauen zu Lehrern und Mitschülern, haben die Kinder und Jugendlichen zu viel Schamgefühl, um sich Ihre Fragen zum Thema Aufklärung beantworten zu lassen.
Gerade in Hauptschulen und Förderklassen herrschen meist chaotische Zustände. Sexistische Anmachen werden durch die Klasse geschrieen, Jungs versteigern Ihre Klassenkameradinnen und den Lehrerinnen wird das Motel um die Ecke als Nebenjob angepriesen. Kein Druckmittel zieht und mangelhafte Noten werden belächelt. Die Lehrer sind meist heilfroh, wenn das Thema Sexualkunde über den Tisch ist.
Aber irgendwo müssen die Kids das Wissen ja her bekommen und weil sie sich vor Ihren Eltern genieren und sich im Alter immer weniger an Sie wenden wollen, greifen Sie zu diversen Jugendzeitschriften wie der Bravo. Junge Menschen können sich dort anonym an das Dr.-Sommer-Team wenden, das Ihnen Frage und Antwort steht. Vorwiegend holen sich die Jugendlichen Ratschläge, wenn sie Schwierigkeiten mit den Eltern oder in Ihrer Partnerschaft haben und stellen Fragen zur eigenen Körperlichkeit.
Der schulische Sexualkundeunterricht reicht also nicht aus, um Ihr Kind wirklich genügend aufzuklären und Sie ausreichend über Verhütung und Geschlechtskrankheiten zu informieren. Es ist besser, wenn Sie selbst die Rolle des Aufklärers übernehmen, auch wenn es vielleicht etwas Überwindung kostet, mit Ihrem Kind darüber zu sprechen. Jedes Kind erreicht seine Reife mit einem unterschiedlichen Alter, aber fangen Sie lieber zu früh damit an, als zu spät.
|
|
|