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Alkoholsucht bei Jugendlichen
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In unserer westlichen Kultur hat der Alkohol eine lange Tradition und eine weite Verbreitung. Man darf dabei aber nicht übersehen, dass Alkohol aber ein Zellgift und Suchtmittel ist und bei regelmäßigem und häufigem Konsum zur Gesundheitsgefährdung und Sucht führen kann. Dabei ist der Grenzwert zur Abhängigkeit vom Körpergewicht abhängig. Für Männer und Frauen, sowie für Jugendliche ist die Wirkung also unterschiedlich.
Der Alkohol beeinflusst wie alle Suchtmittel das Nervensystem im Gehirn und insbesondere Botenstoffe, die für den Austausch mit den Nervenzellen zuständig sind. Die Wechselwirkungen der Nervenzellen und insbesondere die verstärkte Ausschüttung des Botenstoffes "Dopamin" verursachen einen angenehmen Rauschzustand, der das psychische Wohlbefinden auslöst. Ist der Alkoholkonsum chronisch, kann es zu einer Überaktivität des Nervensystems kommen, die ein Ungleichgewicht in den Prozessen auslöst. Dies kann zu Hirnabbau und Schlaganfall führen. Der Alkohol wird durch den Blutkreislauf im Körper angelagert und führt langfristig zur körperlichen Abhängigkeit und Organschäden. Die wohl bekannteste Organschädigung verursacht durch Alkohol ist die Leberzirrhose.
Macht man einen Entzug, dann gerät das Nervensystem in einen instabilen Zustand. Entzugserscheinungen wie Schweißausbrüche, epileptische Anfälle Reizbarkeit und/oder Zittern sind die Folge. Nach dem Entzug sollte die Abstinenz aufrechterhalten werden, weil die Abhängigkeit weiterhin besteht.
Alkoholabhängig kann jeder Mensch werden und vor allem Jugendliche werden schon früh durch Gruppenzwang dazu verleitet. Typische Anzeichen dafür sind der Zwang zu trinken und die stetige Dosissteigerung. Es gibt den so genannte Spielertrinker, der seinen Alkoholpegel ständig aufrechterhalten muss und den Quartalstrinker, der nach einer längeren Abstinenz die Alkoholmengen wieder aufholen muss, die er "verpasst" hat. Der Weg in die Abhängigkeit wird durch das Verdrängen von Frustrationen, unbewältigten Problemen und unangenehmen Gefühlen begünstigt. Sie wird erst nach einer längeren Zeit offenkundig und medizinisch feststellbar und bleibt somit eine lange Zeit lang unerkannt. Die Alkohol Sucht gilt als Krankheit und kann nur durch eine therapeutische Behandlung aufgehalten werden. Die Kosten dafür werden von der Sozialversicherung übernommen. Man vermutet, dass etwa 15% der Bevölkerung einen schädlichen Alkoholkonsum pflegen.
Alkoholsucht Jugendliche
Weil Alkohol in großen Mengen sehr schädlich für den Körper ist, wird die Alkoholabgabe an Jugendliche vom Jugendschutz geregelt. Das Jugendschutzgesetz regelt, dass Alkohol nicht an Jugendliche unter 18 Jahren ausgegeben oder verkauft werden darf. Ausnahmen sind Bier, Sekt und Wein. Die Händler und Wirte müssen dafür sorgen, dass diese Regeln eingehalten werden, ansonsten droht ihnen ein Bußgeld.
Doch immer mehr Jugendliche konsumieren regelmäßig Alkohol. Bei Jungs steigt die Menge an Alkohol und bei Mädchen die Prozente im Alkohol, denn trotz Altergrenze kommen sie an den harten Alkohol über ältere Freunde heran. Auch die Alkoholindustrie sorgt durch die Produktion neuer Mixgetränke der gezielten Werbung zielgruppenspezifisch auf Jugendliche gerichtet dafür, dass die Jugendlichen das Interesse an Alkohol nicht verlieren. Mixgetränke mit Wodka, Rum und anderem hartem Alkohol sind besonders beliebt. Dennoch ist der Konsum unter 18 Jahren verboten und auch die Werbung für Alkohol ist vor 18 Uhr verboten.
Alkoholsucht bei Jugendlichen ist ein sehr ernst zu nehmendes Thema. Ein normaler Umgang mit Alkohol zu bestimmten Anlässen und Geselligkeiten ist normal und gehört zu den Entwicklungsaufgaben, die sie zum Erwachsenwerden erlernen müssen. Ein wirksamer Schutz gegen eine Suchtgefährdung ist ein Vorhandensein von Hobbys, Aktivitäten und Sport. Auch Interessen und Freundschaften gehören dazu.
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