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Hyperaktivität bei Kindern
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Die Hyperaktivität auch als ADHS oder hyperkinetische Störung bekannt, ist eine Aufmerksamkeitsstörung, die bereits im Kindesalter beginnen kann. Sie äußert sich dadurch, dass Kinder leicht abgelenkt werden können und ein geringes Durchhaltevermögen an den Tag legen. ADHS Kinder sind leicht aufbrausend und neigen oft dazu zu handeln, ohne vorher darüber nachzudenken. Etwa 3-10% aller Kinder sind hyperaktiv, wobei die entsprechenden Symptome
deutlich mehr bei Jungs vorkommen, als bei Ihren weiblichen kleinen Freunden. Bis ins Erwachsenenalter kann die Hyperaktivität mehr oder weniger bestehen bleiben. Die Hyperaktivität hängt von verschiedenen Faktoren ab und ist stark vererbbar. Betroffene, die nicht behandelt werden, aber auch deren Angehörige leiden oft stark unter diesem Störungsbild und versagen oft in Schule und Beruf. Dadurch entwickeln sie meist noch andere psychische Störungen. In den letzten 3 Jahrzehnten wurden Gründe, wie Erziehungsfehler, Vernachlässigung, frühkindliche Traumata und Elternproblematik für die Hyperaktivität aufgestellt. Doch bis heute konnte diese Ansichten durch neuere Untersuchungen ausgeschlossen werden.
Ursachen für die Aufmerksamkeitsstörung
Beim Aufmerksamkeitsdefizit kann man heute von einer multifaktoriellen Ursache ausgehen. Dabei wurden bei 50% der Betroffenen genetisch bedingte Anomalien festgestellt, die im Bereich der neuronalen Signalverarbeitung im Gehirn auftauchen. Der Bereich, in dem Emotion, Kognition, Bewegungsverhalten und Motivation zusammentreffen ist dabei am meisten betroffen. Das Frontalhirn und das Striatum spielen dabei eine große Rolle, weshalb man auch von einer Striatofrontalen Dysfunktion spricht.
Zum Teil kann diese vererbt sein, aber auch pränatal (während der Schwangerschaft)erworben sein. Im Laufe seines Lebens kann es zu verschiedenen Folgeerscheinungen kommen. Dadurch, dass die Selbstregulation und Impulskontrolle gestört sind, kann es zu Konflikten mit Gleichaltrigen, Eltern oder Lehrern kommen. Leistungsdefizide, emotionale Störungen und aggressives Verhalten sind Folgen dieses Teufelkreises. ADHS wird medizinisch und psychologisch behandelt, aber bei der neusten Behandlung von Hyperaktivität strebt man auch eine positive Gestaltung des Umfeldes an, weil dies für den Entwicklungsprozess im Krankheitsverlauf wahrscheinlich mitverantwortlich ist.
Woran Sie merken, dass Ihr Kind ein Zappelphilipp ist und an einer Abnormität von Aufmerksamkeit und Aktivität leidet
- Probleme beim Sitzenbleiben, wenn es verlangt wird
- Häufiges Wechseln zwischen verschiedenen Aktivitäten
- zu wenig Ausdauer beim Spielen
- von Erwachsene gestellte Aufgaben werden mit wenig Ausdauer ausgeführt
- starkes Zappeln und Bewegungsunruhe während spontaner Aktivitäten
- Andauernde motorische Unruhe (Füße wippen, hüpfen, rennen usw.)
- leichte Ablenkbarkeit während der Hausaufgaben
- geringe Dauer spontaner Aktivitäten
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