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Plötzlicher Kindstod
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Das unerwartete und nicht erklärliche Versterben eines Babys nennt man plötzlicher Kindstod oder auch plötzlicher Säuglingstod. Plötzlicher Kindstod oder SIDS (Sudden Infant Death Syndrome), wie es im englischen heißt, stellt für die kinderpathologische Forschung und die Präventmedizin in der Kinderheilkunde eine große Herausforderung dar.
Plötzlicher Kindstod Statistik
Allein Deutschland starben im Jahr 2005 323 Babys am plötzlichen Kindstod, wobei das Risiko dafür somit 0,04% beträgt.
Plötzlicher Kindstod Definition
Definiert wird ein plötzlicher Kindstod durch die Abschlussdiagnose eines Pathologen. Er muss alle denkbaren Todesursachen in Erwägung ziehen und Infektionen, Stoffwechselkrankheiten, Blutungen, Fehlbildungen und Unfälle ausschließen können, sowie die klinische Vorgeschichte des Babys dabei berücksichtigen.
Plötzlicher Kindstod Ursachen
Die Ursache für einen plötzlichen Kindstod ist immer noch nicht erforscht. Dennoch haben Forscher schon Theorien aufgestellt, die ein multifaktorielles Geschehen mit einen Zusammentreffen von äußeren und inneren Faktoren dafür verantwortlich machen.
Toxische Gase
Man vertritt die Auffassung, dass der plötzliche Kindstod durch den Haushaltspilz Microascus brevicaulis in der Matratze, die Weichmacher und Flammschutzmittel enthält, eine Ursache für den plötzlichen Kindstod darstellen könnte, weil dieser giftige Gase abgibt. Allerdings wurden niemals derartige Nachweise in den Matratzen am plötzlichen Kindstod verstorbener Kinder gefunden.
Botulismustheorie
Hier ist man der Auffassung, dass der Krankheitserreger Clostridium botulinum, wie er zum Beispiel in nicht ganz reinem Honig vorkommt, die Ursache für den plötzlichen Kindstod sei. Diese bildet ein lähmendes Gift, welches Botulinumtoxin genannt wird und Botulismus hervorruft. Die Dosis, die davon im Honig vorhanden ist, ist für Erwachsene völlig harmlos, jedoch für die noch nicht ausgereifte Darmflora des Säuglings schädlich. Es bietet dem Bakterium eine gute Umgebung für Vermehrung und Toxinbildung, welches in den Blutkreislauf gelangt und zur Atemlähmung führt. Bei 4,3% wurde in einer Serie von 211 Kindstod-Autopsiefällen tatsächlich eine Spur dieses Bakteriums nachgewiesen werden.
Störung beim Blutfluss zum Hirnstamm
Gesunde Kinder wurden 2001 in einer Studie per Ultraschall untersucht, um festzustellen, ob die Verminderung der Blutversorgung des Hirnstammes eine Ursache für den plötzlichen Kindstod darstellt. Bereits durch ein seitliches Drehen in Bauchlage kann es bei manchen Kindern zu einer Minderversorgung kommen. Die Theorie wurde nie bestätigt.
Impfungen
Im Herbst 2000 wurde in Europa die Sechsfachimpfung eingeführt, bei der innerhalb von 5 Stunden fünf Kinder plötzlich und ungeklärt gestorben sind. Bis dahin wurde aber schon bei 3 Millionen Kindern diese Impfung durchgeführt. Die Vorfälle wurden von
Wissenschaftlern untersucht und es ließ sich kein Zusammenhang belegen. Andere Studien beweisen sogar, dass durch die Impfungen das Risiko eines plötzlichen Kindstodes reduziert wird.
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