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Schreibabys



Babys die überdurchschnittlich lange und oft schreien, werden als Schreibabys oder Schreikinder bezeichnet. Sie sind ansonsten kerngesund, schreien aber, was das Zeug hält und lassen sich auch kaum beruhigen. Dieses Phänomen verschwindet, zur Entlastung der Eltern, in Regel nach den ersten drei Monaten wieder, weshalb meist kolikartige Bauchweh als Ursache dafür angegeben werden. Das heißt, es wird auf die Dreimonatskolik, Trimenkolik oder Säuglingskolik zurückgeführt, was aber keinen bewiesenen Tatsachen unterliegt. Das ständige Schreien belastet die Familie sehr und lässt sich nur durch eine gute Strukturierung des Tagesablaufes und einer Entlastung der Eltern aushalten.

Dass Babys schreien ist ganz normal, weil es die einzige Art ist, wie Sie sich ausdrücken können, wenn ihnen kalt oder warm ist, sie Hunger haben oder unter Schmerzen leiden. Insgesamt 1 Stunde pro Tag schreien am Tag ist für Babys normal, wobei es in den ersten 6 Wochen mehr wird und ab dem dritten Monat wieder weniger. Ein Kind, das in einem Zeitraum von 3 Wochen mindestens dreimal pro Woche mehr als 3 Stunden schreit und sich nicht beruhigen lässt, wird als Schreibaby eingestuft. Ungefähr 18% aller gesunden Säuglinge sind vom Schreiproblem betroffen, verlieren diese Schreiphase aber nach dem dritten Monat. Bei 4% bleibt sie bestehen und kann zu weiteren Verhaltensauffälligkeiten führen.

Warum schreit mein Baby? - Ursache für Schreibabys
Für das Phänomen Schreibabys wurde bisher keine klare Ursache belegt. Man nimmt an, dass verschiedene Faktoren dabei eine Rolle spielen, aber vor allem geht man davon aus, dass eine Anpassungsstörung des Säuglings an das Leben außerhalb des Mutterleibs eine Ursache darstellen könnte. Auch der Entwicklungsschub nach dem Abklingen der Schreibphase unterstützt diese Aussage. Des Weiteren sollen lebensverändernde Phasen der Mutter während der Schwangerschaft eine Rolle dabei spielen. Auszuschließen ist, dass die Art der elterlichen Zuwendung dies beeinflusst. Trotzdem haben Eltern oft Schuldgefühle, weil Sie ihr Kind nicht beruhigen können.

Symptome bei Schreibbabys
Wie schon erwähnt hält das unstillbare Schreien für mehr als drei Stunden pro Tag an und kommt mindestens dreimal die Woche vor. Dabei läuft das Gesicht des Babys rot an, der Rumpf streckt sich nach hinten und Arme sowie Beine werden krampfartig angewinkelt. Die Schreiphasen kommen meist abends vor und rufen Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme und eine kürzere Schlafdauer hervor.

Es ist bestimmt nicht immer leicht ein Schreibaby zu haben, und die Nerven werden da oft sehr strapaziert. Beratung und Hilfe können Sie sich in unseren Forum oder auch bei Ihrem Kinderarzt holen.