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Kinder und selbstverletzendes Verhalten
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Unter einem selbstverletzenden Verhalten oder auch autoaggressivem Verhalten versteht man eine Menge Verhaltensweisen. Betroffene Menschen fügen sich absichlich Verletzungen oder Wunden zu. Menschen, die eine Borderline-Persönlichkeitsstörung, Depressionen, Missbrauchserfahrungen, Deprivationen, Essstörungen und Traumatisierungen haben oder in der Pubertät Körperschema-Störungen, Kontrollverlust, Demütigungen, Zwangsstörungen psychotische und schizophrene Schübe, sowie seelische Störungen durchgemacht haben, sind oft davon betroffen.
Selbstverletzung bei Kindern und Jugendlichen durch Ritzen oder Ähnliches hat keinen selbstmörderischen Aspekt, sondern baut sogar im Gegenteil Spannungen und Wut ab und vermeidet so die Suizidgefährdung. Ursachen für das Selbstverletzung wie das Ritzen der Kinder können Depressionen, Dissoziationsphänomene, Nervenschwäche, Nervenerregungen, Suchtabhängigkeit, unerträgliche Spannungszustände und Persönlichkeitsstörungen sein. Es kann bis zur Todessehnsucht führen.
Es gibt noch mehr Arten der Selbstverletzung, als Ritzen und vor allem Jugendliche leiden darunter:
- In-die-Augen-Bohren
- Verätzung des Körpers durch Chemikalien
- Einnahme schädlicher Substanzen
- Stechen mit Nadeln
- Beißen in erreichbare Körperpartien, abbeißen von Fingerkuppen, Zerkauen der Innenseite von Wangen und Lippen
- wiederholtes Kopfschlagen
- Intravenöse, subkutane oder intramuskuläre Injektion chemischer Substanzen
- Verbrühungen und Verbrennungen
- Haare ausreißen
- Aufkratzen und Aufschneiden
Ob bei einer Verletzung eines eigenen Körpers Endorphine, also Glückshormone, ausgeschüttet werden, ist immer noch umstritten. Durch die Selbstverletzung wird der Betroffene in eine starke Form des Stresses versetzt. Um die gesuchte Befriedigung zu erreichen, müssen die Verletzungen immer extremer werden, damit man sich nicht an den Schmerz gewöhnt.
Selbst verletzendes Verhalten ist keine Seltenheit. Rund 600.000 bis 1,2 Millionen Menschen leiden darunter und vor allem weibliche Personen sind von Autoaggressionen betroffen.
Die Krankheit kommt meist im Alter von 12 – 15 Jahren, wobei das häufigste genannte Alter 13 ist. Meistens ist der Auslöser also in der Pubertät zu suchen. Ursachen werden aber meist bis in die Kindheit verfolgt.
In unserem Forum haben Sie dich Möglichkeiten bei anderen Betroffenen Hilfe und Ratschläge zu suchen mit Ihrer Situation umzugehen.
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