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Geschichten und Gedichte für Kinder



Für die Entwicklung der Kinder gibt es viele Faktoren, mit denen Eltern arbeiten können. Besonders Kindergedichte und Kindergeschichten tragen dazu bei, dass Kinder in Ihrer sprachlichen und geistigen Entwicklung gefördert werden. Im Kindergarten und in der Schule bekommen Kinder viele Kinder Gedichte vermittelt. Besonders zu verschiedenen Anlässen wie Winteranfang, Herbstanfang, Frühlingsanfang, Sommeranfang, Weihnachten, Ostern oder Sankt Martin werden Gedichte und Geschichten in pädagogischen Einrichtungen vorgelesen und gelernt, um Kindern die Veränderung der Jahreszeit oder den Übergang in eine bestimmte Zeit zu vermitteln. Im Folgenden haben wir für Sie einige Gedichte und Geschichten für Kinder zusammengetragen, die Sie vielleicht auch zu Hause mit Ihren Kindern zusammen genießen können:



Wie es geht in der verkehrten Welt?

Wie es geht in der verkehrten Welt?
Das wird der Tisch auf den Teller gestellt.
Der Gockel legt die Eier und das Huhn das kräht,
der Garten wird in die Blumen gesät.
Da wäscht die Hose das Mädchen rein,
an den Katzen wärmt sich der Sonnenschein,
das Nest wird auf die Vögel gesetzt,
und das Schaf wird auf den Wolf gehetzt.

Hey, hey ich bin da! Ich bin es, die Sonne!
Weg ist das Dunkel und überstanden die Nacht,
nun hab ich dir einen neuen Tag mitgebracht!
Komm, steh auf, lauf hinaus in den Garten,
dort wird dich viel Schönes und Tolles erwarten!

Die Bäume werden immer bunter,
das Laub fällt von ihnen herunter.
Birnen und Äpfel gibt es in Massen,
und man kann den Drachen steigen lassen.
Nun gibt es für jedermann was,
denn der Herbst bringt ganz viel Spaß!

Wie die Weihnachtskerze leuchtet,
genauso möchte ich selber sein.
Ich möchte Licht verbreiten,
und für alle leuchtend sein.
Wie die Weihnachtskerze warm macht,
genauso möchte ich selber sein.
Ich möchte Wärme schenken,
und mein Herz soll voll Liebe sein.
Wie die Weihnachtskerze aufstrahlt,
genauso möchte ich selber sein.
Ich möchte Freude schenken,
und für immer fröhlich sein.


Ein verregneter Tag

An einem verregneten Tag im Sommer saß Finn auf der Fensterbank und schaute den Regetropfen zu, die an die Scheibe prasselten. Er schauderte und ärgerte sich über das blöde Wetter: "Mistwetter!", fluchte er. Die Freunde, mit denen er sich sonst immer zum spielen verabredete, hatte heute alle keine Zeit und Finn war ganz schön langweilig. Irgendwie musste er den Nachmittag bei so einem Regen herumkriegen. Finn gähnte und hauchte dabei an die Scheibe. Er begann gelangweilt ein Gesicht auf die Scheibe zu malen. Sein Blick fiel dabei auf einen besonders dicken und fetten Tropfen Regen, der außen an der Scheibe hing. Im nächsten Moment musste er sich erst einmal die Augen reiben, um sicher zu gehen, dass er auch wirklich sicher sein konnte, was er gerade sah. In dem Tropfen befand sich ein winzig kleines Männchen eingeschlossen. Es hatte Arme und Beine wie ein Mensch und es hatte eine grüne Kapuze auf. Außerdem trug es einen Umhang und winkte Finn zu. Vorsichtig ging Finn mit seinem Gesicht ganz nah an die Scheibe, woraufhin er sah, dass dieses kleine Männchen in seiner Tropfenwelt lachend Purzelbäume schlug. Finn fand das so lustig, dass er auch lachen musste. Auch beim nächsten Akrobatikversuch in Form von einem Handstand war Finn begeistert und applaudierte dem kleinen Männchen. Gerade wollte das Männchen das nächste Kunststück vorführen, als von oben ein anderer großer Tropfen kam. Das Regenmännchen sah den Wassersturz kommen und winkte Finn noch ein letztes Mal zu bis es mit dem anderen Tropfen verschmolz und abwärts befördert wurde. Auch mit Finn ging es abwärts. Er viel von der Fensterbank auf den Teppich. Er fragte sich nun, ob er das mit dem Regenmännchen nun geträumt hatte und deswegen vielleicht von der Fensterbank gefallen war oder nicht. Jedenfalls war die Langeweile nun verschwunden und Finn hatte jetzt eine Beschäftigung. Er betrachtete nun den ganzen Nachmittag lang, die Regentropfen, die an der Fensterscheibe entlangliefen.