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Kinder mit Übergewicht
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In Deutschland ist nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung jedes fünfte Kind und jeder dritte Jugendliche übergewichtig und das ist nicht verwunderlich. Durch die Entwicklung der Technik in den letzten 20 Jahren sind Computer, Videospiele und Fernseher mittlerweile zu den besten Freunden der Kinder geworden.
Dabei sind die Eltern nicht ganz unschuldig. Die Gründe dafür sind meist die lange Arbeitszeit der Eltern, so dass es beim Essen schnell gehen muss und mal eben ein Fertiggericht in die Mikrowelle gestellt wird oder Lustlosigkeit durch Arbeitslosigkeit in der Familie. Sie zeigen wenig Anteilnahme, unternehmen wenig mit Ihren Kindern und die diese sind fast immer auf sich selbst gestellt. Bewegung ist für sie ein Fremdwort, weil Ihnen nie vorgeschlagen wurde, mal einem Fußballverein, Tanzverein oder einem anderen Sportverein beizutreten und woher sollen sie es besser wissen, wenn es Ihnen von ihren nicht anders vorgelebt wird? Bereits jedes zehnte Kind wird als fettleibig eingestuft.
Das Übergewicht der Kinder kann zu Gicht, Bluthochdruck und Diabetes führen. Diese Krankheiten kennt man normalerweise nur von alten Menschen, sind aber heutzutage auch in der Jugend oft vertreten. Sogar Achtjährige leiden in der heutigen Zeit unter dem Alterszucker, das man auch Diabetes Typ II nennt.
Übergewicht, in der Fachsprache Adipositas genannt, kann aber nicht nur zu gesundheitlichen Schäden führen, sondern auch zu psychischen. Dicke Kinder werden meist in der Schule oder auch auf der Straße gehänselt und leiden schwer unter diesen psychischen Unterdrückungen. Besonders beim Sport kommt es nicht selten vor, dass Kinder mit Übergewicht, "fette Sau" genannt werden und schon bald lassen Sie auch noch dieses bisschen Sport, dass Sie ein mal pro Woche machen, sein und fehlen ständig, nur um die Beschimpfungen der Mitschüler nicht ertragen zu müssen oder nicht immer die/der Letzte zu sein, wenn es um eine Mannschaftsbildung geht.
Doch wie kann man übergewichtige Kinder dazu bringen, weniger zu essen und sie zum Abnehmen bewegen?
Man sollte als erste Regel beachten, dass Verbote wenig nützen und keinen Sinn ergeben. Meist ist zum Beispiel das Verbot, Schokolade zu essen, sehr kontraproduktiv und kann, wenn das Kind einen Rückschlag erleidet, schnell Schuldgefühle auslösen und das Selbstbewusstsein des Kindes zerstören. Vielmehr sollte man seinem Kind ein gutes Vorbild sein und ihm vielleicht auch einmal ein paar gesunde Sachen, wie einen Vollkornriegel als Alternative anbieten. Ein Eis oder ein Stück Schokolade – wenn man Diät macht, dann hat man das trotzdem gern mal zwischendurch, weil man einfach ein großes Verlangen danach hat, das kennen wir Erwachsenen auch, und deswegen sollten Sie dies auch Ihrem Kind nicht verbieten. Allerdings sollte es bei einmal pro Tag ein Eis oder Ähnlichem bleiben und das Kind muss lernen, dass danach Schluss ist.
Schon wenn Ihr Kind die ersten Pfunde verliert und es merkt, dass der Speckgürtel langsam weniger wird, dann werden auch die Lasten auf der kindlichen Seele weniger und Ihr Kind bekommt wieder mehr Selbstvertrauen. Dadurch trauen Sie sich auch im sportlichen Bereich mehr zu und haben Freude an der Bewegung. Das Kind macht Erfahrung auf dem Gebiet, dass es alles erreichen kann, wenn es nur will.
Sie können erkennen, dass es aufwärts geht, wenn Ihr Kind beim Treppensteigen, nicht mehr so schnell die Puste verliert, wenn es auch ohne Süßigkeiten fröhlich sein kann und nicht gleich protestiert, wenn Sie ihm die kleinste Anstrengung abverlangen.
Tipps für mehr Bewegung in der Familie:
Lassen Sie das Auto öfter mal stehen und gehen lieber zu Fuß
Schränken Sie das Fernsehen und das Computerspielen ein
Treiben Sie selbst Sport, um Ihrem Kind ein gutes Vorbild zu sein
Loben Sie Ihr Kind öfter, auch wenn es keine große Sache ist
Geben Sie Ihrem Kind Aufgaben, die es im Haushalt zu verrichten hat
Kaufen Sie Ihrem Kind bewegungsfördernde Spielzeuge, wie ein Springseil, ein Einrad oder Inlineskates.
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