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Aufklärung



Zwischen dem dritten und vierten Lebensjahr wird ihr Kind langsam Fragen über die Sexualität stellen. Es wird Fragen stellen wie "Wie kommen die Babys in den Bauch?" oder "Warum sieht Mama anders aus als Mama?" Die Kinder interessieren sich noch nicht für die genauen Abläufe von Zeugung, Schwangerschaft oder die Geburt. Dabei reicht es, wenn Sie Ihrem Kind kurze Antworten geben und nicht alles ausführlich Beschreiben, denn das würden sie erstens sowieso noch nicht verstehen und zweitens wäre das noch zu früh.

Wenn Ihr Kind nicht schon die Aufklärung im Kindergarten genießen konnte, dann fängt es spätestens im Schulalter an, sich für die genauen Unterschiede zwischen den Geschlechtern zu interessieren und möchte mehr über das Wunder Leben erfahren. Dieses Interesse ist aber eher sachlicher Natur, auf dessen Fragen sie ruhig auch sachliche Antworten geben können. Drucksen Sie nicht rum, denn dies wird Ihr Kind nur verwirren. Auch ausführliche Erklärungen sind in diesem Alter noch zu früh.

Jugendliche trauen sich nicht so richtig über dieses Thema mit Ihren Eltern zu reden. Sie informieren sich lieber bei Gleichaltrigen oder in Zeitschriften über das Thema Sexualität. Aber Sie werden nicht drum herum kommen, mit Ihrem Kind über Verhütung, Homosexualität, Aids und Geschlechtskrankheiten zu reden, denn darüber sollten Jugendliche unbedingt Bescheid wissen. Denn die Jugendlichen heutzutage fangen mit dem Thema Sexualität früher an, als es den Eltern lieb ist und besser sie haben geschützten Sex und leben ihn voll aus, als dass sie ungeschützten Sex haben und mit 13 schwanger werden.

Noch vor dem Schulereintritt sollte das Kind die Unterschiede zwischen Mann und Frau wissen und sie sollten auch benannt werden. Meist verwendet man Verniedlichungen, wie "Muschi" oder "Schniedelwutz", aber es sollte auch die richtigen Begriffe kennen. Es sollte auch wissen, woher die Babys kommen und wie sie gezeugt werden, da zwischen den Kindern meist die wildesten Theorien entwickelt werden. Ein Kind, das nicht aufgeklärt ist, wird meist wird ausgelacht und verunsichert. Wenn Ihr Kind nicht von selbst darauf kommt, nachzufragen, dann traut es sich wahrscheinlich nicht, das Thema anzusprechen. Gehen Sie einen Schritt auf Ihr Kind zu und geben Sie ihm einen kleinen Anstoß. Zur Hilfe gibt es verschiedene Seiten im Internet, wie zum Beispiel Hans & Peggy e. V. Ihnen bei der Aufklärung Ihres Kindes helfen sollen.
Auch wenn die Aufklärung für viele Eltern ein Thema ist, dass sie am liebsten Verdrängen würden, ein Kind findet das Thema erst dann "komisch", wenn es von den Eltern dazu gemacht wird. Folgendes sollten Sie bei der Aufklärung beachten:

  • Werten Sie die Fragen Ihres Kindes nicht ab
  • Achten Sie darauf, dass Sie dem Kind keine banalen oder falschen Antworten geben, denn früher oder später wird es darauf kommen, dass es nicht stimmt, was sie ihm gesagt haben und es verliert das Vertrauen in Sie
  • Weichen Sie dem Thema Sexualität nicht aus
  • Wenn Sie etwas selbst nicht wissen, was Ihr Kind Sie fragt, dann schauen Sie mit dem Kind zusammen in ein Lexikon
  • Verbieten Sie das Thema Sexualität nicht, denn sonst kann Ihr Kind die Sexualität nie als etwas Positives sehen


Nur allein durch die Bravo und die spätere Sexualkunde für Kinder in der Schule sollte Ihr Kind nicht lernen. Sie als Eltern sind dafür verantwortlich, welchen Bezug das Kind später zur Sexualität hat.