|
|
|
Einschlafhilfen
Kleinkindern
Einschlafprobleme findet man verstärkt im 3.- 4. Lebensjahr. In diesem Zeitraum wird dem Kind zunehmend bewußter, daß es eine ganz individuelle Persönlichkeit darstellt (von Mutter und Vater getrennt, mit denen es sich vorher noch sehr vereint gefühlt hat). Dieses Gefühl des Getrenntseins von den Eltern löst Ängste aus. Vor allem Einzelkinder fühlen sich abends abgeschoben, wenn sie ins Bett sollen. Vielleicht ist Ihr auch noch gar nicht müde, dann sollten Sie überlegen, den Mittagsschlaf zu streichen.
Hilfreiche Methoden, die um Einschlafen beitragen:
Oft ist es hilfreich das Licht im Flur brennen zu lassen, die Tür offen stehen lassen, Stofftiere im Kinderbett zu trappieren oder dafür sorgen, dass das Kind das leise Reden der Eltern im Nebenzimmer mitbekommt. Dies vermittelt dem Kind Vertrautheit und es fühlt sich nicht allein. Bei etwas älteren Kindern, so ab dem 4. Lebensjahr, hilft auch meist eine Taschenlampe neben dem Bett oder ein eigenes Nachtlicht, weil die meisten Kinder in der Dunkelheit Angst bekommen. Mit dem Kind über das reden, was tagsüber passiert ist und mit ihm Kuscheln ist auch ein Aspekt der beim Einschlafen hilft. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass die Temperatur im Raum nicht über 16° C liegt und für genügend Luftfeuchtigkeit gesorgt ist. Die Mahlzeit vor dem Schlafengehen sollte nicht zu reichlich ausfallen und Kohlsäure in den Getränken sollte auch vermieden werden, weil diese Blähungen verursachen.
Achten Sie darauf, dass Ihr Kind tagsüber mindestens 1-2 Stunden an der frischen Luft war, denn frische Luft macht müde!
Auch regelmäßige Bettgehzeiten sind wichtig, wobei Ausnahmen zu besonderen Anlässen gestattet sind (Geburtstage, Geburt des Geschwisterchens, Ferien, Silvester…).
Abendliche Bettgehrituale sind ebenfalls sehr gut Einschlafhilfen. Es beinhaltet, dass jeden Abend die gleichen Dinge in der gleichen Reihenfolge erledigt werden sollen. Zuerst Schlafanzug anziehen, dann Zähneputzen und Gesicht waschen, danach eine Geschichte vorlesen, zum Schluss kuscheln o. ä.
Außerdem sollte das Zubettgehen nicht mit einer Strafe in Verbindung gebracht werden (Wenn du das und das nicht machst, dann musst du ins Bett!). Kinder verbinden so mit dem Zubettgehen etwas Negatives und verlieren die positive Einstellung zum Schlafen gehen. Auch können sie sich auch nicht unter Zeitdruck entspannen und einschlafen (Schlaf jetzt, es ist schon spät!), weil es nicht in der Lage ist, sich bewusst zu entspannen!
Babys
40% der Kinder unter 3 Jahren leiden unter Schlafschwierigkeiten und 55% haben mit Durchschlafschwierigkeiten zu kämpfen.
Das Kind lässt sich am besten durch gleichmäßige, rhythmische Berührungen beruhigen wie etwas streicheln, wiegen, saugen (An Brust oder Flasche), schaukeln im Betttuch. Allerdings sollte man darauf achten, dass da Kind nicht beim Stillen einschläft, weil es sonst nicht lernen kann, selbst ein zu schlafen. Aber auch die Einflüsse von Licht, Ton und Wärme sind sehr wichtig bei der Beruhigung des Kindes. Besonders die Herztöne der Mutter haben eine unglaubliche Wirkung und kombiniert man dies mit anderen Methoden der Beruhigung wie oben genannt, lässt sich eine besonders gute Wirkung beobachten.
|
|
|