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Erziehung im Bezug auf Fremde



Wenn Kinder ein gewisses Alter erreicht haben, spätestens dann, wenn sie in die Schule kommen, dann können Sie nachmittags mit Freunden alleine auf den Spielplatz oder den Sportplatz gehen. Für Ihr Kind beginnt ein neuer Lebensabschnitt, der zwar viele Freiheiten, aber gleichzeitig auch viele Gefahren birgt. Tagtäglich hört man in den Nachrichten von missbrauchten, entführten und tot aufgefundenen Kindern und man hofft selbst immer intensiv, dass dem eigenen Kind so etwas Schreckliches nie widerfährt. Kinder können sich aber auch verlaufen oder bei einem Ausflug in den Park oder beim Einkaufen "verloren" gehen.

Kinder und Fremde



Die Erziehung Ihres Kindes im Bezug auf Fremde ist eine sehr wichtige Sache. Ihr Kind muss die Gefahren kennen und angemessen darauf reagieren. Allerdings sollten Sie das Kind mit den Einzelheiten verschonen, die Ihnen im Kopf herumspuken. Kinder verstehen Begriffe wie "Fremde" oder "Gefahr" anders als Erwachsene. So kann ein Satz wie "Gehe nie mit einem Fremden mit" oder "Sprich nicht mit Fremden" von Kindern ganz falsch interpretiert werden. Kinder haben wahrscheinlich mehr Vertrauen zum Nachbar, als zu einem Polizisten. Immerhin kennen Sie den Nachbarn – den Polizisten nicht. Erklären Sie dem Kind, dass Fremde, Menschen sind, die das Kind nicht über Mama oder Papa kennen gelernt hat. Erklären Sie ihm, dass Menschen, die eine Uniform tragen, wie Polizisten, Leute vom Wachdienst, Kellner und Verkäufer einem weiterhelfen können, wenn das Kind sie verloren hat. Erklären Sie Ihrem Kind, dass es nicht mit Fremden mitgehen soll, wenn es direkt dazu aufgefordert wird. Es sei denn, einer Betreuungsperson, wie zum Beispiel die Kindergärtnerin erlaubt es ausdrücklich. Erklären Sie ihm auch, dass es sich mit nichts locken oder überreden lassen darf, auch nicht dann, wenn es nach Hause gebracht wird oder fremde Menschen behaupten, es sei etwas schlimmes mit einem Elternteil passiert.

Treffen Sie mit Ihrem Kind eine Vereinbarung. Sagen Sie ihm, dass Sie stets wissen möchten, wo es sich gerade befindet. Spielt es zum Beispiel auf dem Spielplatz und möchte dann noch zu einem Freund gehen, soll es Ihnen vorher Bescheid sagen. Auch mit den Eltern der Freunde des Kindes sollten Sie dies besprechen. Auch in harmloseren Situationen sollten Sie darauf bestehen, wie zum Beispiel, wenn Ihr Kind beim Einkaufen in die Spiele-Abteilung gehen möchte, während Sie Ihr Fleisch an der Theke holen.