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Kinder und Konzerte



Schon im Grundschulalter sind vor allem Mädchen bereits irgendeiner Band oder einem Sänger verfallen. Dieser bekommt schon beim kleinsten Fernsehausschnitt die größte Aufmerksamkeit der kleinen und lässt alles andere vergessen. Zeitschriften, in denen die Idole abgebildet sind, müssen unbedingt gekauft werden und jeder nur ach so kleine Schnipsel erhält einen Ehrenplatz in einem großen Sammelordner voll Tokio Hotel, LaFee, Die Killerpilze und andere Stars aus der Popszene.

Natürlich kommt irgendwann der Zeitpunkt, an dem der Sprössling gerne auch mal seine Vorbilder life sehen möchte und hautnah die Atmosphäre beim einem Konzert machen möchte. Spätestens dann, wenn sie zu Teens geworden sind. Da aber die Popkonzerte nicht immer harmlos von statten gehen und die Teens in der ersten Reihe, kreischend an das Absperrgitter gequetscht werden, wo sie sich die Seele nach ihrem Schwarm aus dem Leib schreien, haben Eltern verständlicherweise kein gutes Gefühl dabei, Ihre heranwachsenden Kinder alleine auf solch ein Konzert zu lassen.

Oft müssen die Kinder bei den meisten Eltern hohe Überredungskünste anwenden, um diese davon zu überzeugen, dass sie unbedingt zu diesem Konzert müssen. Da fliegen den Eltern sämtliche Versprechungen um die Ohren. Wie zum Beispiel: "Ich putze auch ein halbes Jahr lang jede Woche das Bad, wenn du mich lässt!" oder "Dafür würde ich alles tun – such dir was aus!" Und irgendwann können die Eltern dann auch nicht mehr "nein" sagen. Schließlich waren Sie selbst auch mal jung und haben für Bands wie ABBA, die BEATLES oder auch New Kids on the Block geschwärmt.

Doch damit Eltern Ihre Kinder beruhigt auf ein Konzert lassen können, sollten sie vielleicht einfach mitgehen. Doch nicht für alle Eltern ist es ein reines Vergnügen sich zwischen pubertierenden kreischenden Tokio-Hotel-Fans herumzudrücken. Deswegen gibt es auf manchen Konzerten eine so genannte Elternbetreuung. Dort werden für die Erwachsenen Hüpfburgen, Kicker, und Rennsimulatoren aufgestellt, dass diese ihren kindlichen Trieb ausleben können, bis das Konzert zu Ende ist.

Wächst das Kind dann zum Jugendlichen heran, sollte man dem Kind aber doch mehr Freiheit schenken. Um selbst ein besseres Gefühl dabei zu haben, sollte man natürlich Uhrzeiten mit dem Kind ausmachen, wann es daheim zu sein hat und dass es sich melden soll, sollte das Konzert länger dauern als geplant. Findet das Konzert weiter weg statt, dann kann man mit dem Kind auch den Kompromiss eingehen, dass Sie es hinbringen und auch wieder abholen.