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Sexuelle Übergriffe



Wenn Eltern Ihre Kinder bei Aktivitäten erwischen, die in irgendeiner Weise sexuell wirken, dann sind sie meist sehr besorgt und peinlich berührt. Sie schämen sich und sind entsetzt darüber, dass das Kind schon im Kleinkindalter an solche Dinge denkt. Doch das gehört zu seiner Persönlichkeitsentwicklung. Sie kann schon ab der Geburt beginnen, ist aber von Alter zu Alter verschieden. Sie unterscheidet sich auch sehr von der Sexualität der Erwachsenen und erst ab der Pubertät kommt Sie an die der "Großen" heran. Erst dann entstehen Schamgrenzen.

Kinder erkunden völlig offen das Geschlecht von anderen Kindern und sind sehr neugierig. Wenn das Kind dann in die Grundschule kommt, hat es schon einige Grenzen im Bereich der Sexualität begriffen. Es weiß, dass man sich in der Öffentlichkeit nicht an die Genitalien fasst. Kinder betrachten und berühren sich gerne.

Sollte es jedoch zu sexuellen Aktivitäten kommen, beim dem ein Kind gezwungen wird, mitzumachen, dann handelt es sich um einen sexuellen Übergriff unter Kindern. Wird ein Kind in die Hoden oder in die Brustwarzen gekniffen, wird es zu einem Kuss gezwungen, gezwungen seine Geschlechtsteile zu zeigen oder wird ihm gezielt an den Po oder zwischen die Beine gegriffen, dann handelt es sich definitiv um einen sexuellen Übergriff. Es gibt auch Kinder, die nicht gleich lauthals schreien, wenn es sexuell zu etwas gezwungen wird. Manchmal machen Kinder auch unfreiwillig mit und trauen sich nicht, dem anderen Kind zu widersprechen. Dabei ist es wichtig, Augen und Ohren stets offen zu halten. Im Kindergarten und in der Schule ist dies die Aufgabe der Erzieherinnen und Lehrer.

Kinder müssen deshalb schon früh lernen, dass man die Grenzen anderer akzeptieren muss und nicht immer alles bekommt, was man sich wünscht. Dies ist ein wichtiger Punkt in der Erziehung.

Da sexuelle Übergriffe leicht zu seelischen und körperlichen Verletzungen führen können, ist es wichtig, dass Sie Ihrem Kind zuhören, wenn es von einem solchen erzählt. Zeigen Sie Verständnis und schenken Sie Ihrem Kind Aufmerksamkeit und Zuwendung. Besprechen Sie mit Ihm, wie sie dagegen vorgehen wollen.