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Männer im Kreißsaal



Heutzutage ist es beinahe selbstverständlich geworden, dass die Papas mit in den Kreißsaal kommen.

Den großen Augenblick der Geburt gemeinsam zu erleben und die Stunden bis dahin als eine Einheit, ein Team durch zustehen, gibt ein ungeheures Gefühl der Zusammengehörigkeit für die Eltern. Die emotionale Nähe und ein ganz besonderes Verständnis für einander werden gefördert. Die Kliniken sind bestens auf die werdenden Väter eingestellt, sie sollen sich nicht nur als Beobachter des Geschehens fühlen, sondern sollen bei der Geburt aktiv dabei sein und ihrer Partnerin helfen. Trotz allem sollten sich die Paare nicht verpflichtet fühlen, "gemeinsam zu gebären". Ganz klar gilt: auch wer nicht bei der Geburt dabei war, kann später ein toller Papa werden!!
Verschieden Gründe können dafür verantwortlich sein, wenn der Mann nicht mit kommt. Zum Beispiel gibt es Männer, die einfach kein Blut sehen können, oder es psychisch nicht verkraften können, ihre Frau leiden zu sehen, ohne ihr helfen zu können.

Auch haben manche Paare Angst, ihr Sexualleben könne danach nie mehr so werden wie vorher.

Ganz gleich welche Gründe auf sie zu treffen, sprechen sie rechtzeitig miteinander, so ist im "Ernstfall" keiner enttäuscht. Sollte es so sein, dass sie als Frau sich überlegen, ob ihr Mann der richtige Begleiter ist, ob er den Anforderungen gewachsen ist, dann kann man nur raten: trauen sie ihm etwas zu!
Die Umstände während der Geburt lassen sich mit keinem anderen Ereignis zuvor vergleichen, er wird über sich hinaus wachsen.
Allerdings sollten sich die Männer, die ihre Partnerin begleiten möchten, auf eine extreme Situation einstellen.
Zum einen kann eine Geburt sehr lange dauern, zum anderen kann es sein, dass er seine Frau zum ersten Mal in einer Situation erlebt, die beide so noch nicht kennen. Von wüsten Beschimpfungen, lauten Schreien und hysterischen Angstanfällen waren schon manche Männer überrascht worden.