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Noch nie war die Zahl der allergisch vorbelasteten und an Allergien
erkrankten Kinder so gross wie heute. Schon im Säuglingsalter zeigen
sich häufig Krankheitsbilder, die früher völlig unbekannt waren.
Die Erscheinungen reichen von leicht geröteter trockener Haut
über Ekzeme, Atembeschwerden bis hin zu schwerer Neurodermitis und
Asthma.
Allergien sind eine Erscheinung der neueren Zeit. Eine Fehlfunktion
des Immunsystems lässt einst harmlose Stoffe gefährlich werden.
Die Meinungen über die Ursachen für diese Fehlsteuerung gehen
auch hier bei den Ärzten weit auseinander. Als Faktoren, die Allergien
fördern werden immer wieder folgende genannt:
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- das Alter der Haut
(junge Haut ist dünner und somit empfindlicher)
- erbliche Vorbelastung durch die Eltern
- geschwächtes Abwehrsystem
- übertriebene Hygiene
- eigener Stress und Stress im Umfeld
- Schadstoffe aus der Umwelt
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Eine Allergie ist eine Überempfindlichkeitsreaktion des Körpers auf bestimmte Umweltstoffe. Sie wird nicht wie die Infektion durch Bakterien, Viren oder andere Mikroorganismen verursacht, sondern der Patient reagiert auf jeden weiteren Kontakt mit dem auslösenden Stoff extrem empfindlich. Die Allergie äußert sich durch Hautausschlag, Heuschnupfen oder in Form von asthmatischen Anfällen. Es kann zu einem anaphylaktischen Schock kommen, der akute Atemnot und Herz-Kreislauf-Versagen hervorrufen kann. Je nach der Zeit, die bis zum Eintritt der allergischen Reaktion vergeht, nennt man dies den "Soforttyp" oder den "Spättyp". Man unterscheidet vier verschiedene Allergiegruppen (Typ I-IV). Wenn es den kleinen Patienten ganz schlimm erwischt, hat eine Kreuzallergie – auch Gruppenallergie genannt. Die Antikörper, die das Immunsystem gegen ein bestimmtes Allergen bildet, attackieren auch Stoffe, die dem die Ähnlichkeit mit dem Allergen haben.
Allergieauslösende Stoffe sind z. B. Schadstoffe wie Autoabgase, Chemiekalien aus Pflanzenschutzmittel oder Kosmetika, Inhaltsstoffe von Medikamenten, Zusatz. Und Inhaltsstoffe in Lebensmitteln, Blütenpollen, Insektengifte, Tierhaut und –haar oder Sporen von Schimmelpilzen.
Symptome für eine allergische Reaktion äußern sich am häufigsten an Augen, Haut, Atemorgane und Verdauungstrakt. An der Haut äußern sie sich durch scharf-bregrenzte Quaddeln, die starken Juckreiz auslösen oder durch flächenhafte, chronische Hautrötungen mit Knötchen oder Bläschen, verbunden mit Juckreiz, Schuppung und Krustenbildung.
Die Augen sind betroffen mit einer Schwellung oder Entzündung der Augenlider, die entweder trocken oder feucht verklebt sein können.
Heuschnupfen, asthmatische Symptome, ein entzündeter Hals-, Nasen- und Rachenraum, verbunden mit akuter Atemnot belasten Atemwege und Lunge.
Symptome wie Durchfall, Erbrechen, blutiger Stuhl und Bauchschmerzen lassen eine Allergie im Magen-Darm-Trakt vermuten.
Sollten diese Symptome bei Ihrem Kind auftreten, sollten Sie sofort einen Kinderarzt aufsuchen, der dann den notwendigen Allergietest mit Ihrem Kind durchführen wird. Die gängigen Allergietest wie der Prick-Test (Tropfentest), Reib-Test, Intrakutantest (vermutlicher Allergieauslöser wird in die Haut gespritzt) oder Pflastertest fallen bei Kindern häufig negativ aus, da die Diagnosestellung bei Kindern schwieriger ist, als bei Erwachsenen. Bei Kindern wird deswegen versucht über einen Bluttest herauszufinden, was die Allergie hervorruft.
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