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Hyperventilation bei Kindern
Wenn die Atmung zu schnell oder zu tief ist, so dass der Kohlendioxidgehalt im Blut unter normale Werte sinkt, dann nennt man das Hyperventilation. Das Gegenteil ist Hypoventilation.
Typische Beschwerden bei Kindern ist eine schnelle und oberflächliche Atmung. Bei Kinder äußert sich dies im Zusammenhang mit Herzschmerzen, Blässe, Atemnot, Nervosität, Verkrampfung der Hände und kurzer Bewusstlosigkeit.
Ursachen sind bei Schulkindern in der Regel akute Belastungssituationen, wie Angst oder auch Aufregung, organische Ursachen, wie Lungenembolie und Asthma, eingeatmete Giftstoffe, Fieber, Sauerstoffmangel im Blut oder neurologische Erkrankungen mit Stimulation des Atemzentrums.
Sie können Ihrem Kind wirkungsvoll und schnelle Hilfe bei Hyperventilation bieten, in dem Sie die so genannte Tütenatmung mit anschließender Bauchatmung näher bringen.
Tütenatmung
Damit die Atmung Ihres Kindes ruhiger und entspannter wird, nehmen Sie eine kleine Plastiktüte und halten Sie diese an den Mund Ihres Kindes, so dass die Tüte richtig anliegt. Nun sollte das Kind in die Tüte ein und ausatmen und nur die Luft einatmen, die es vorher in die Tüte eingeatmet hat. Nach ungefähr zehn Minuten können Sie die Tüte wegnehmen und das Kind wieder normal atmen lassen. Danach können Sie noch die so genannte Bauchatmung durchführen.
Bauchatmung
Das Kind sollte sitzen. Sie legen die Hände auf den Bauch Ihres Kindes und lassen das Kind langsam einatmen. Unter Ihren Händen spüren Sie, wie sich der Bauch nach außen wölbt. Danach soll das Kind, aus halb geöffnetem Mund, so lange ausatmen, wie es geht, wobei der Bauch locker und entspannt sein sollte.
Sollte eine Hyperventilation bei Babys und Kleinkindern auftreten, sollten Sie es zunächst einmal auf den Arm nehmen und Versuchen es zu beruhigen. Das Kind bekommt dadurch Geborgenheit vermittelt und die Atmung wird automatisch langsamer und ruhiger. Bei Kleinkindern können Sie bei starker Atemfrequenz eine Tütenatmung durchführen. Sollte das Kind aber Angst bekommen, sollten Sie die Anwendung abbrechen, weil dies zu einer Verstärkung der Hyperventilation führt.
Wenn die Hyperventilation öfter auftreten sollte, dann sollten Sie das Kind ärztlich untersuchen lassen, weil dies schwer wiegende organische Ursachen haben kann. Es könnte sich um eine chronische Hyperventilation handeln.
Sie sollten schnellstmöglich einen Notarzt rufen, wenn Ihr Baby sehr schnell atmet, sich die Atmung eines Kindes nicht innerhalb von 20 Minuten beruhigen lässt oder zu der Hyperventilation Temperaturerhöhung oder Kreislaufstörungen hinzukommen.
Es gibt auch Menschen, bei denen diese Hyperventilationen regelmäßig auftreten. Man nennt es das chronische Hyperventilation Syndrom.
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