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Hyposensibilisierung



In den vergangenen Jahrzehnten haben die allergischen Reaktionen zugenommen. Vor allem Kinder sind davon betroffen. Etwa 15% aller Kinder leiden unter einer Form der Allergie.

In der Regel reagiert das Immunsysteme auf bestimmte fremde Stoffe und stuft diese als gefährlich ein. Danach wird die Bekämpfung und Vernichtung dieser Stoffe betrieben. Menschen, die sehr empfindlich sind, haben ein Immunsystem, das auch auf fremde Stoffe reagiert, die normalerweise keine Bedrohung darstellen und auch bei anderen Menschen keine Reaktion auslösen. Auch wenn beim ersten Kontakt mit dem Allergen keine oder kaum Reaktionen feststellbar sind, kann es sein, dass beim zweiten mal eine folgenschwere Überempfindlichkeitsreaktion auftritt. Es ist dann eine Allergie, bei der die Substanz mit weit überzogenen Mitteln bekämpft wird. In der Regel werden die Reaktionen bei erneutem Kontakt immer heftiger und schwerwiegender. Es können dabei Organe, aber auch das Gewebe betroffen sein. Dementsprechend kommt es zu Hautausschlag, Heuschnupfen, asthmatischen Beschwerden oder manchmal auch zu einem anaphylaktischen Schock, verbunden mit Atemnot und Herz-Kreislauf-Versagen. Man vermutet, dass diese Überreaktionen des Immunsystems angeboren sind. Dieser gesamt Vorgang wird in der Fachsprache als Allergie Hyposensibilisierung oder auch Allergie Sensibilisierung bezeichnet.

Einer Allergie können Sie am besten vorbeugen, wenn Sie den Kontakt zu diesem Allergen meiden. Manchmal ist dies aber nicht möglich. So ist zum Beispiel eine Hyposensibilisierung bzw. Sensibilisierung bei Heuschnupfen notwendig – schließlich können Sie sich ja nicht jeden Frühling zu Hause einsperren. Besonders bei Kinder sind manche Kontakt einfach unvermeidbar, man möchte Ihnen ja auch nichts vermiesen.

Allergie Sensibilisierung
Seit dem Jahre 1911 besteht eine Möglichkeit, das Immunsystem dazu zu bringen, bei Kontakt mit bestimmten Substanzen erst gar nicht allergisch zu reagieren. Dabei wird versucht, das Immunsystem langsam an die bestimmte Allergie auslösende Substanz zu gewöhnen. Dem Organismus wird zunächst eine kleine Menge des Stoffes verabreicht. Diese Menge steigert sich über mehrere Wochen immer nur minimal. Das Immunsystem lernt so Schritt für Schritt, eine Substanz ohne Reaktion im Körper aufzunehmen. Insbesondere bei Kindern wird diese Therapie mit gutem Erfolg angewendet. Bei den Kindern selbst ist diese Therapie nicht sehr beliebt, weil die Injektion des Allergens mit einer Spritze erfolgt.

Es gibt aber auch für andere Allergiearten, wie zum Beispiel der Katzenallergie eine Hypo Sensibilisierung. Diese wird in der Regel nicht von den Krankenkassen übernommen und meistens wird diese von Ärzten auch nicht durchgeführt, weil dabei Komplikationen auftreten könnten. Die Hyposensiblisierung dauert insgesamt etwa 3 Jahre und sollte immer nur zu Zeiten geringer Allergenbelastung durchgeführt werden.