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Suchtprobleme
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Zwei Millionen Kinder in Deutschland haben alkoholabhängige Eltern und etwa 30.000 Eltern sind drogenabhängig. Es gibt aber noch andere Abhängigkeiten der Eltern, die hier noch nicht mit eingerechnet sind.
Es wurde untersucht, dass 30% der Kinder selbst irgendwann einmal suchtgefährdet sind. Suchtprobleme sind weit verbreitet in Familien und diese müssen von der Gesellschaft wahrgenommen und unterstützt werden.
Viele Alkoholsüchtige Eltern meinen, Ihre Sucht vor ihren Kindern verstecken zu können und bemühen sich auch darum, aber Kinder sind nun mal nicht dumm und bekommen alles mit, was um sie herum geschieht. Sie merken, wenn die Mutter oder der Vater mal wieder "so komisch" sind, wenn der Vater die Mutter schlägt, wenn er mal wieder einen über den Durst getrunken hat oder die Mutter das Haushaltsgeld für Alkohol oder gar Cannabis ausgibt und ihre Kinder belügt.
Die Kinder geben sich meist die Schuld an dieser Situation und wenn sie sich noch so bemühen lieb und brav zu sein. Die Kinder fangen an, unbewusst bestimmte Aufgaben zu übernehmen, denen Sie noch gar nicht gewachsen sind, damit die Familie nicht den Zusammenhalt verliert. Söhne stellen sich vor anderen als Sündenböcke dar, um von den Eltern abzulenken oder spielen den Clown und Töchter übernehmen den Haushalt und kümmern sich um die jüngeren Geschwister.
Größere Kinder schämen sich für die Situation zu Hause und sind dem Druck irgendwann einfach nicht mehr gewachsen. Sie laufen weg und suchen Unterschlupf bei Verwandten oder leben sogar lieber auf der Straße, als sich das Szenario zu Hause länger mit anzuschauen. Die Alkoholsucht der Eltern verursacht bei Kindern schwere Folgen.
Sie leben in ständiger Angst vor Trennung, leiden unter Scham- und Schuldgefühlen, sind überfordert, leben unter stetiger Anspannung, können sich nicht konzentrieren, haben keine Ruhe und können keine Freundschaften pflegen.
Sie haben können einfach keine richtige Freude am Leben empfinden und klammern sich an alles, was irgendwie besser ist, als die Situation zu Hause.
Ohne professionelle Hilfe schaffen es die meisten Eltern nicht, sich aus Ihrer Sucht zu befreien und lügen sich dabei selbst immer an. Wenn Sie Ihre Sucht auf Dauer nicht in den Griff bekommen und das Wohl des Kindes gefährdet ist, dann muss das Familiengericht über das Kinder Sorgerecht entscheiden. Machen Sie schonmal den Anfang und melden Sie sich bei einer Suchtberatungsstelle.
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