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Alkohol beim Stillen



Auf Alkohol sollte man am besten ganz in der Stillzeit verzichten, vor allem ist es schädlich wenn Sie kurz vor dem Stillen Alkohol getrunken haben. Der Alkohol geht in die Milch über und das Baby trinkt mit, da die Milch den gleichen Gehalt hat, wie das Blut. Der Blutalkoholspiegel des Babys ist im Verhältnis zum Körpergewicht dann nur ein bisschen geringer als ihr eigener. Allerdings kann die kindliche Leber den Alkohol noch nicht richtig abbauen und dieser kann seine giftige und zellschädigende Wirkung entfaltet.

Aber auch andere Formen der Schädigung treten auf, wenn man Alkohol während der Zeit des Stillens zu sich nimmt: Das Kind wird schon durch den kleinsten Alkoholkonsum der Mutter möglicherweise schlechter bzw. weniger trinken, da der Such-, Saug- und Schluckreflex gestört wird. Das gilt verstärkt in der Anfangszeit des Stillens, in der Sie und Ihr Kind noch zu einem Stillteam zusammen wachsen müssen. Auch der Milchfluss kann durch den Konsum beim Stillen und Konsum Alkohol blockiert werden. Die Milch fließt zwar fürs erste schneller, da der Alkohol entspannend wirkt, aber dies hält nicht lange an, der Milchspendereflex wird auf Dauer blockiert und es kommt weniger Milch. Auch dann, wenn die Frau nur mal gelegentlich 3-4 Gläser Wein oder Sekt trinkt.

Es ist bewiesen, dass bei jeder zweiten Frau die Milchmenge deutlich zurückgeht. Sollten Sie nicht ganz auf Alkohol verzichten können, weil z.B. Geburtstage oder große Feste anstehen, können Sie ein kleines Glas Sekt oder Wein trinken. Allerdings am besten nach dem Stillen und wenn Sie davon ausgehen können, dass das Baby jetzt erstmal mehrere Stunden schläft. Ihr Körper kann dann den Alkohol bis zum nächsten Stillen abbauen.