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Medikamente beim Stillen
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Während der Schwangerschaft und in der Stillzeit kann es zu Situationen kommen, in denen Sie Medikamente einnehmen müssen. Falls Sie bereits in der Schwangerschaft Medikamente in Form von Tabletten o. Ä. vom Arzt verschrieben bekommen haben, wird er Sie bereits über die weitere Einnahme in der Stillzeit informiert haben. Wenn Sie darüber noch nicht informiert wurden, dann holen Sie dies unverzüglich nach! Der Arzt hat immer die Möglichkeit sich Informationen zu beschaffen, wie sich das Medikament auf die Muttermilch und damit auch auf Ihr Baby auswirkt.
Manche Arzneimittel können auch durch andere ersetzt werden, denn leider wird oft Abstillen oder eine Stillpause empfohlen, aber im Regelfall gibt es immer eine medikamentöse Therapie, die das Weiterstillen erlaubt. Sollten allergische Reaktionen auf das Medikament, das Sie einnehmen in der Familie bekannt sein, dann sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber. Er wird bestimmt für Sie ein Ersatzmittelchen finden, das keine allergischen Reaktionen auslöst.
Auch wenn das einzunehmende Medikament im Beipackzettel als unbedenklich beschrieben wird, sollten Sie zur Vorsicht Rücksprache mit Ihrem Arzt halten oder sich im Zweifelsfall direkt an den Hersteller wenden, um Unannehmlichkeiten zu vermeiden. Zusätzlich können Sie Ihren Arzt auch auf das Buch: „Arzneiverordnung in Schwangerschaft und Stillzeit“ aufmerksam machen, weil leider nicht alle Fachärzte dieses Buch vorliegen haben und er Ihnen sicherlich dankbar für diesen Hinweis ist.
Bevor Sie jedoch zu Medikamenten greifen, sollten Sie sich darüber Gedanken machen, ob Sie dieses Medikament auch wirklich benötigen oder ob es einfach nur zur Gewohnheit geworden ist, beim kleinsten Wehwehchen gleich zum Medikament zu greifen. Überlegen Sie sich, ob es für ihr leiden alternative Heilmethoden gibt.
Leiden Sie nach der Geburt unter Verstopfung? Sollte dies der Fall sein, dann greifen Sie bitte nicht gleich zu einem abführenden Medikament, denn sonst besteht die Gefahr, dass Ihr Baby durch die Aufnahme der Muttermilch ebenfalls die abführende Wirkung erfährt und Durchfall bekommt. Eine bessere Alternative sind hier z. B. Leinsamen und Weizenkleie, wobei dazu viel trinken sollte, damit Sie auch richtig wirken können. Oder versuchen Sie es mal mit Trockenobst, das man anfänglich aber nur in kleinen Mengen zu sich nehmen sollte, da es auch beim Baby abführen kann.
Was andere Erkrankungen betrifft, sollten man vor Heilpraktikern nicht immer die Nase rümpfen, denn auch eine Methode wie die Akupunktur zum Beispiel hat schon vielen Menschen geholfen, von Ihren Leiden erlöst zu werden.
Sind Sie Diabetiker, dann sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber, ob Sie die Behandlung Ihrer Krankheit weiterführen sollen, so wie Sie bis jetzt war, oder ob Sie diese verändern müssen. Insulin geht zwar nicht in die Muttermilch über, aber in der Stillzeit haben Sie einen veränderten Hormonhaushalt und dadurch auch einen veränderten Insulinbedarf.
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